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A
Dr. Karl-Ludwig Ackermann
Filderstadt, Deutschland

Lebenslauf:
1983 Fachzahnarzt für Oralchirurgie; Tätigkeitsschwerpunkte Implantologie und Implantatprothetik; Spezialist für Parodontologie (EDA)
2000 Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI)
2004 Gastprofessor der Nippon Dental University Niigata
2005 Lehrbeauftragter für Implantatprothetik und Ästhetische Zahnheilkunde an der Steinbeis-Hochschule Berlin
2007 Mitglied im Redaktionsausschuss der Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie (ZZI)
2009 Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde(DGZMK)
2011 Ehrenmitglied im Societas Implantologica Bohemica
Lückenschluss, aber wie? Vor dieser Frage steht ein Patient und sein behandelnder Zahnarzt nach dem Verlust eines Zahnes sehr oft. Für die Lösung des Problems gibt es in der modernen Zahnarztpraxis unterschiedliche implantologische Optionen, von der Sofort-, über die frühzeitige bis zur Spätimplantation,somit stehen per se mehrere Behandlungswege zur Verfügung. Auch der konservative Lösungsansatz einer kronengetragenen Brücke darf natürlich nicht unberücksichtigt bleiben. Immer geht es jedoch darum, möglichst eine ästhetische, funktionelle und dauerhafte Lösung für die Lückenversorgung zu finden.
Darüberhinaus kommt grundsätzlich kommt heute dem Kieferkammerhalt eine entscheidende Bedeutung zu. Spätestens seit den tier-experimentellen Arbeiten aus der Arbeitsgruppe von J. Lindhe (1;2) oder auch den humanen Untersuchungen von Schropp (3) ist bekannt, dass es nach einer Zahnextraktion zu dreidimensionalen Volumenänderungen des Kieferkamms kommen kann. Mehrere Konsensus-Statements und Systematic Reviews-Artikel (4 bis 7) bestätigen aber auch, dass durch rechtzeitige Augmentation zwar die Resorption des Bündelknochens nicht verhindert, jedoch im besten Fall durch eine Augmentation mit einem geeigneten volumenstabilen Knochenersatzmaterial kompensiert werden kann (8). So lässt sich postulieren, dass durch frühzeitige augmentative Intervention in vielen Fällen größere invasive Kammaufbauten verhindert werden können (9 bis 11).
Bei der präventiven Augmentation kommt es dabei weniger auf die Vermehrung des mineralischen Lagers an, sondern eher tatsächlich auf den langfristigen Erhalt des Kieferkammes (12;13). Deshalb rückt hier u.a. die präventive Augmentation auch bei brückenprothetischen Versorgungen immer mehr in den Fokus der Behandler. Eine weichgewebige Deckung des Augmentates durch ein freies Schleimhaut- oder ein kombiniertes Schleimhaut-Bindegewebetransplantat bzw. auch mit einer geeigneten Collagenmatrix kann zur Volumenvermehrung und -erhalt klinisch sinnvoll sein (14). Eine Implantation als ultima ratio ist nach den vorgenannten Therapiekonzeptionen sicherlich auch sehr erfolgreich.

Quellen:
1. Cardaropoli 2003 JCP
2. Araujo 2005 JCP
3. Schropp 2003 PRD
4. Hämmerle 2012 COIR
5. Chen 2009 JOMI
6. Weng 2012 EJOI
7. Tan 2012 COIR
8. Araujo 2008 PRD
9. Schakibaie 2009 ZZI
10. Keweloh 2011 Impl.
11. Rasperini 2010 PRD
12. Heberer 2011 JOMI
13. Cardaropoli 2012 PRD
14. Jung 2013 JCP
PD Dr. M. Oliver Ahlers
Hamburg, Deutschland

Lebenslauf:
1989 bis zu diesem Datum Zahnmedizinstudium in Hamburg, Stipendium Friedrich-Naumann-Stiftung, Auslandsfamulaturen in Boston (Mass. Gen. Hospital, Harvard) u. New York (NYU)
1989 Poliklinik für Zahnerhaltung u. Präventive Zahnheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (wissenschaftlicher Mitarbeiter)
1992 Leitung der CMD-Sprechstunde des UKE (gemeinsam mit Dr. Jakstat)
1992 Experimentelle Promotion im Bereich der Prävention von LKG-Spalten
seit 1996 - 2016 6 Tagungsbestpreise der DGFDT
1997 Oberarzt
seit 2001 Generalsekretär der Dt. Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT)
2003 Lehrverantwortung für die Poliklinik für Zahnerhaltung und präventive Zahnheilkunde
2004 Habilitation im Bereich Adhäsivtechnik und Ernennung zum Priv.-Doz.
2005 Gründung und Leitung des CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf
2008 Associate Editor des Journal of CranioMandibular Function (CMF)
2015 Alex-Motsch-Preis der DGFDT (Rubrik Wissenschaft)
2016 erneut Preisträger Alex-Motsch-Preis der DGFDT (erneut Rubrik Wissenschaft)
2017 über 150 Veröffentlichungen und Patente, darunter über Originalarbeiten (peer reviewed), 18 Leitlinien, 2 Lehrbücher in mehreren Auflagen, diverse Lehrbuchkapitel, Entwicklung der Diagnosesoftware CMDfact und div. Zusatzmodule mit Prof. Jakstat, zahlreiche Fortbildungskurse und Kongressvorträge (siehe http://www.dr-ahlers.de/team/zahnarzt.shtml)
Funktionstherapeutische Behandlungen sollten heutzutage nach Möglichkeit mittels reversiblen Behandlungsmitteln erfolgen (AADR Policy Statement 1996, DGFDT/DGZMK-Stellungnahme 2005). Nur wenn nach erfolgreicher initialer Funktionstherapie eine Veränderung der Kieferrelation verbleibt oder sich zeigte, dass eine Instabilität der Okklusion individuell wesentlich zur Dysfunktion beitrug bedarf es eines dauerhaften Okklusionsausgleichs. Dieser kann mittels kieferorthopädischer oder restaurativer Maßnahmen erfolgen. Sofern dabei eine Anpassung mittels subtraktiver Einschleifmaßnahmen nicht möglich sind additive Verfahren einzusetzen. Hierfür kommen anstelle invasiver (Teil-) Kronen heute neue "Repositions-Onlays" und "Repositions-Veneers" in Betracht. Schon 1989 konnten Lundh et al. zeigen, dass eine solche Behandlung mittels testweise eingegliederten Repositions-Onlays aus Metall klinisch erfolgreich ist. Die Weiterentwicklung des Referenten (Ahlers 2003) und anderer Autoren überführt die Idee auf moderne Adhäsivtechnik und zahnfarbene Restaurationen. Diese werden im indirekten Verfahren nach schädelbezüglichen Übertragung der Oberkieferposition im individuellen Artikulator gefertigt, unter gelenkbezüglicher Zuordnung des Unterkiefermodells nach dem erfolgreich umgesetztem Registrat ohne oder per minimalinvasiver Präparation; die Befestigung erfolgt adhäsiv durch Befestigungscomposite, ggf. mittels tribochemischer Adhäsivtechnologie. Wesentliche Vorteile sind der Verzicht auf invasive Präparationsmaßnahmen, die Übertragung der therapeutischen Kieferposition in einem Schritt und die Vermeidung von Präparations- und Zementierungstraumata. Das ehemalige mehrschrittige Vorgehen mit Eingliederung semipermanenter Repositions-Onlays aus hierfür zugelassenem Dentalkunststoff (New Outline, Fa. Anaxdent) wurde zwischenzeitlich ergänzt bzw. ersetzt durch definitive Repositions-Onlays aus Lithiumdisilikat-Dentalkeramik. Die klinische Bewährung und Überlebensdauer dieser Restaurationen ist mittlerweile wissenschaftlich belegt.
Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas
Mainz, Deutschland

Lebenslauf:
1968 Geburt
1986 - 1996 Studium der Medizin und Zahnmedizin in Frankfurt, Saarbrücken und Zürich
1993 Promotion Zahnmedizin
1997 Promotion Medizin, ausgezeichnet mit dem Promotionsstipendium der Paul Ehrlich Gesellschaft für Chemotherapie
seit 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universitätsklinik Mainz, Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie, Direktor: Prof. Dr. Dr. W. Wagner
2001 Facharzt für Mund-Kiefer und Gesichtschirurgie
2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Koordinierungszentrum für klinische Studien (KKS Mainz)
2004 Habilitation und Venia legendi im Fach Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
2004 ITI Fellow & Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie
2005 Zusatzbezeichnung Plastische Operationen
2006 Preis der Lehre des Fachbereichs Medizin, Universität Mainz
2009 Ruf auf die W2 Professur für MKG Chirurgie in Mainz

Über 100 Publikationen in wiss. Zeitschriften mit den Forschungsschwerpunkten:
Implantologie, Infektiologie, Onkologie/Rehabilitation,
klinische Studien (GCP)

Position:
Leitender Oberarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie - plastische Operationen, Universitätsmedizin Mainz
Betrachtet man die "moderne Wissensfindung" in der Medizin, so kommt der klinischen Studie eine zentrale Rolle zu. Diese Situation missachtet auf der einen Seite die typischen Probleme klinischer Studien, wie geringe externe Validität, und blendet andere Wissensquellen wie Fallberichte, oft komplett aus. Insbesondere in der Zahnmedizin als chirurgische (operationale) Disziplin ist dieses Wissen von großem Wert. Klinische Fallberichte "schlummern" in der Literatur, die die konkrete Behandlungsplanung in der Praxis erleichtern könnten. Das Konzept einer interaktiven multidimensionalen fallorientierten Bibliothek soll dazu beitragen diese Fälle zu erschließen und deren Wissen zugänglich zu machen.
Antibiotika gehören wie selbstverständlich zu unserem Therapiearsenal. Die Tatsache zunehmender Resistenzen, sowie die fehlende Entwicklung neuer Substanzen erfordert jedoch ein Umdenken beim Umgang mit diesen kostbaren Medikamenten. Nutzen-Risiko Abwägungen haben schon heute ihren Platz bei der Behandlung lebensbedrohlicher Infektionen und sollten diesen auch bei der Prophylaxe und Behandlung von Infektionen in der Zahnmedizin haben.
So spielt die rechtzeitige Gabe und sinnvolle Auswahl einer Antibiotikaprophylaxe eine maßgebliche Rolle bei der Vermeidung postoperativer Infektionen. Eine prolongierte Prophylaxe hingegen, über eine Einmalgabe hinaus, bedarf einer echten Notwendigkeit und muss als Therapie angesehen werden. Die Antibiotikaanwendung im Rahmen der Behandlung der marginalen Parodontitis und auch Periimplantitis darf nur eingebettet in ein therapeutisches Gesamtkonzept, auf Basis solider Daten, erfolgen.
Nur durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika heute, werden auch zukünftige Generationen den Nutzen dieser Medikamente erfahren können.
Prof. Dr. Kurt Werner Alt
Krems-Stein, Österreich

Lebenslauf:
Prof. Dr. Kurt W. Alt ist seit 2013 emeritierter Professor für Anthropologie und lehrt und forscht ab Juli 2014 am Zentrum für Natur- und Kulturgeschichte der Zähne an der Danube Private University in Krems-Stein an der Donau. Außerdem hat er eine Gastprofessur an der Universität Basel sowie eine befristete Gastprofessur in Zagreb, Kroatien und ist Freier Mitarbeiter für Forschung am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt, Landesmuseum für Vorgeschichte, in Halle an der Saale. Seine Arbeitsgebiete sind die Evolution des Menschen, Dentalanthropologie, Forensische Anthropologie, Prähistorische und Historische Anthropologie unter Einbeziehung morphologischer, molekularer und biogeochemischer Methoden.
Für die einen Wissenschaftler gelten wir als Mängelwesen in der Natur, für die anderen sind wir die Krone der Schöpfung. Obwohl wir uns genetisch kaum von unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen unterscheiden, ist unser Aussehen und unser Verhalten eine Entwicklung der letzten 7 Millionen Jahre, nachdem sich die Linien von Affen und Menschen in der Evolution getrennt haben. Der aufrechte Gang, das Freiwerden der Hände und das gleichzeitige Wachstum des Gehirns haben uns zu dem Lebewesen werden lassen, dass sich vor ca. 10,000 Jahren mit dem Übergang von der aneignenden zur produzierenden Lebensweise weitgehend unabhängig von der Natur gemacht hat. Im Fokus des Beitrags stehen die Eckpfeiler der Menschheitsentwicklung, allen voran die Entwicklung der Sprache.
Prof. Dr. Nicole Birgit Arweiler
Marburg, Deutschland

Lebenslauf:
1990 - 1996 Studium der Zahnheilkunde an der Universität des Saarlandes, Deutschland
1996 Approbation als Zahnärztin
1997 - 2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Parodontologie und Zahnerhaltung der Universität des Saarlandes, Deutschland (ärztlicher Direktor Prof. Dr. E. Reich)
1999 Promotion zum Dr. med. dent.
2001 - 2009 wissenschaftliche Assistentin in der Abteilung für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutschland (ärztlicher Direktor Prof. Dr. E. Hellwig)
2002 Ernennung zur Oberärztin in der Abteilung
2003 Ernennung zur Juniorprofessorin (Erforschung oraler Biofilme)
2003 Habilitation und Venia legendi für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
2006 Ernennung zur Apl-Professorin der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
2007 - 2009 Prüfungsvorsitzende für Vorphysikum und Physikum
2009 Ruf auf die Professur (W3) für Parodontologie der Philipps-Universität Marburg
2010 Ordinaria und Direktorin der Abteilung Parodontologie (W3) Marburg
Freitag, 07.11.2014, 12:00 - 12:30
Biofilmmanagement - Kern jeder Prävention 
Karies, Gingivitis, Parodontitis und Periimplantitis gehören sowohl in Deutschland als auch weltweit zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten. Trotz einiger Verbesserungen beim Mundgesundheitszustand unserer Patienten besteht weiterhin ein erhöhter Bedarf an Maßnahmen zur Vorbeugung dieser Erkrankungen - insbesondere bei den parodontalen sowie periimplantären Erkrankungen.
Da es bisher nicht möglich ist, selektiv die für die jeweilige Erkrankung pathogenen Keime zu eliminieren, ist die wichtigste Prophylaxestrategie für alle oben genannten Erkrankungen die regelmäßige und möglichst vollständige Entfernung des oralen Biofilms - sowohl häuslich als auch regelmäßig professionell im Rahmen von Prophylaxe-Sitzungen. Im professionellen Bereich stehen sowohl Handinstrumente als auch maschinelle Verfahren zur Biofilmentfernung zur Verfügung.
Auch die häusliche Mundhygiene erfordert wiederholtes Training und Anleitung von professioneller Seite. Elektrische Zahnbürsten sowie Zahnpasten können das Zähneputzen unterstützen, häufig wird die mechanische Mundhygiene aber nicht adäquat (unregelmäßig, zu kurze Putzdauer, falsche Technik) durchgeführt. Antibakteriell wirksame Substanzen können die mechanische Mundhygiene chemisch unterstützen, wobei prinzipiell Zahnpasten ideale Träger für solche Wirkstoffe sind. Da Zahnpasten sehr komplex zusammengesetzt sind und es zu Inkompatibilitäten kommen kann, ist es sehr viel einfacher, antibakterielle Wirkstoffe in Mundspüllösungen einzubringen. Daher stellen Mundspüllösungen in zahlreichen Fällen ein zusätzliches Hilfsmittel zur umfassenden Mundhygiene, aber auch für die professionelle Anwendung dar.
Im Vortrag werden klassische und neue Verfahren sowie bewährte Wirkstoffe zum mechanischen und chemischen Biofilmmanagement angesprochen.
Es war das Ziel, die Messergebnisse einer elektronischen Parodontalsonde mit denen einer manuellen, aber druckkalibrierten PA-Sonde zu vergleichen. Außerdem sollte das Schmerzempfinden sowie eine eventuelle Zeitersparnis gegenüber der manuellen Messung erfasst werden.

Es wurden bei 21 Probanden durch Untersucher unterschiedlicher Erfahrung (Zahnärztin, Studierende des 10. und 7. Semesters) ein Parodontalstatus mit Sondierungstiefe (ST) und Gingivaverlauf (GV) zum einen mit einer manuellen, druckkalibrierten PA Sonde (MPS, Fa. Aesculap, Tuttlingen), zum anderen mit dem pa-on Parometer (EPS, Fa. Orangedental, Biberach) erhoben (2.436 Messstellen). Die Reihenfolge war durch ein Randomisierungsschema vorgegeben. Außerdem wurde die Zeit gemessen und eine subjektive Einschätzung der Schmerzempfindlichkeit über einen Fragebogen erfasst. Die statistische Analyse erfolgte mit gemischten linearen Modellen mit den Einflussfaktoren Geschlecht, Reihenfolge der Messungen, Untersucher, Sondentyp.

Sowohl bei ST als auch GV zeigte sich zwischen beiden Messmethoden eine Abweichung (ST 0,38mm, GV 0,07mm), die sich als signifikant herausstellte. Die gemessenen Sondierungstiefen waren bei der MPS durchweg größer (p-Wert des Haupteffekts der Sonde <0.001). Diese signifikante Unterschied der beiden Messmethoden kann jedoch als klinisch nicht relevant bezeichnet werden, da 1) bei der EPS eine Rundung auf den mm vorgegeben wurde, 2) das Auge bei der MPS eher aufrundet, 3) in der Literatur bis zu 0,5mm Abweichungen als natürlicher (menschlicher) Messfehler angesehen werden. Darüber hinaus zeigte sich eine sehr gute Korrelation über alle Messwerte, sodass die Abweichung zwischen den beiden Sonden als stabil angesehen werden kann und nicht durch Abweichungen in beide Richtungen zustande kommt. Für das reine Erfassen der Messwerte gab es mit 21min gegenüber 23min keinen deutlichen Zeitgewinn für die EPS. Bezüglich der Schmerzempfindlichkeit beim Messen wurden beide Sonden auf einer visuellen Analogskala (mit 0= sehr starke Schmerzen und 10 sehr angenehm) sehr ähnlich beurteilt (MPS: 6,39, EPS: 6,74).

Schlussfolgerung: Wenn sich auch zwischen MPS und EPS aufgrund der großen Zahl an Messstellen ein signifikanter Unterschied ergab, so kann die EPS als sinnvolle Alternative bezeichnet werden, da sie korrelierende Messergebnisse zur Handsonde liefert. Die Objektivität der Vergleichsmethode MPS kann durchaus diskutiert werden.
Prof. Dr. Wael Att
Freiburg, Deutschland

Lebenslauf:
Prof. Dr. Wael Att, geboren 1975 in Damaskus (Syrien), studierte von 1992 bis 1997 Zahnmedizin in Syrien und erhielt in 1997 den DDS am gleichen Ort.
Von 1998 bis 2000 arbeitete er als Assistent an der Abteilung für Mund-, Gesicht- und Kieferchirurgie des Tishreen Krankenhauses, Damaskus, Syrien.
2000-2003 Postgraduate Program an der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg, Deutschland. Von 2003-2005 arbeitet er als Assistent an der gleichen Abteilung und erhielt 2003 den Dr. Med. Dent.
2004 Qualifiziert fortgebildeter Spezialist für Prothetik der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien e.V. (DGPro).
2005-2007 weilte er als Visiting Assistant Professor an dem Jane and Jerry Weintraub Center for Reconstructive Biotechnology, Division of Advanced Prosthodontics, Biomaterials, and Hospital Dentistry, UCLA School of Dentistry, Los Angeles (USA).
Seit 2007 ist er Oberarzt an der Klinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Freiburg (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Dr. h.c. J.R. Strub) und leitet das Postgraduiertenprogramm.
Prof. Dr. Att hat sich in 2010 habilitiert und erhielt den Titel Dr Med Dent Habil.
2013 Verleihung der Bezeichnung "Ausserplanmäßiger Professor" der Universität Freiburg.
Im Rahmen dieses Workshops hat der Teilnehmer die Möglichkeit, neben der ausführlichen Information zu Keramikimplantaten, 1-2 Keramikimplantate und den Gegenkiefer (Phantommodelle) digital abzuformen, die Krone am Bildschirm zu konstruieren, und die herausgeschliffene Krone zu befestigen. Zu jedem Arbeitsschritt werden neben der praktischen Arbeit auch die theoretischen Grundlagen vermittelt.
Prof. Dr. Michael Augthun
Mühlheim Ruhr, Deutschland

Freitag, 07.11.2014, 11:30 - 12:30
Strategische Pfeilervermehrung im Rahmen teilprothetischer Versorgungen

B
Dr. Georg Bach
Freiburg, Deutschland

Lebenslauf:
1991 Studium der Zahnheilkunde und Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
seit 1992 diverse standespolitische Mandate und Funktionen bei beiden zahnärztlichen Körperschaften
1994 Gebietsbezeichnung Oralchirurgie; Weiterbildungszeit an der Abteilung für Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie der Universität Freiburg (Professor Dr. W. Schilli)
1995 Fellow of the ITI
1995 Niederlassung in Zahnärztlicher Gemeinschaftspraxis in Freiburg im Breisgau
seit 2000 Chefredakteur des Laser Journals
2006 Fellow of the EFOSS
seit 2011 Referent für Fortbildung der DGZI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie)
seit 2012 Communications Officer der Deutschen ITI-Sektion
Freitag, 07.11.2014, 15:30 - 16:00
Konventionelle und laserunterstützte Verfahren periimplantärer Läsionen
PD Dr. Amelie Bäumer-König M.Sc.
Bielefeld, Deutschland

Lebenslauf:
2007 Zahnärztliche Prüfung an der Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg
seit 2007 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde, Sektion Parodontologie, Universität Heidelberg
2007 Promotion, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
seit 2009 Mehrfache Preisträgerin (u.a. 1. Meridolpreis der DGParo 2010, 2011, 2012; Kurt-Kaltenbach-Preis 2009; IPJ-Preis 2011)
2009 - 2012 Master of Science für Parodontologie und Implantattherapie der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) und der Dresden International University (DIU), Abschluss M.Sc.
seit 2011 Ernennung zur Oberärztin der Sektion Parodontologie, Poliklinik für Zahnerhaltungskunde, Universität Heidelberg
seit 2012 Niederlassung in der Gemeinschaftspraxis Dr. Gerd Körner & Dr. Amelie Meyer-Bäumer, Bielefeld
2012 Ernennung zur Spezialistin für Parodontologie der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo)
2013 Ernennung zur Fachzahnärztin für Parodontologie
2015 Habilitation, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
seit 2015 Zahnärztliche Tätigkeit Praxis 'Paul Zahnärzte', Zürich
Auf Grund von parodontalen Erkrankungen kann es zu stark ausgeprägten Attachment- und Knochenverlusten kommen, die in bestimmten Fällen anhand regenerativer Maßnahmen wiederhergestellt werden können. Welche Situationen für die parodontale Regeneration geeignet sind (Indikationen) und welche nicht (Kontraindikationen) soll im Folgenden dargestellt werden. Ebenso soll ein Überblick über Entscheidungsfindung, mögliche operative Vorgehen/Techniken und die zur Verfügung stehenden Materialien (Schmelz-Matrix-Proteine, Knochenersatzmaterialien, Membranen, u.w.) gegeben werden. Was mittels regenerativer Parodontalchirurgie erreicht werden kann, wird anhand von klinischen Beispielen veranschaulicht.
Dr. Wolfgang Barth
Deutschland

Freitag, 07.11.2014, 13:30 - 13:45
Begrüßung
Dr. Klaus-Dieter Bastendorf
Eislingen, Deutschland

Lebenslauf:
1970 - 1976 Studium der Zahnheilkunde in Tübingen
1978 Promotion in Tübingen
seit 1979 in eigener Praxis niedergelassen / seit 1997 Gemeinschaftspraxis

Präventive Zahnheilkunde, Integration der Individualprophylaxe in die tägliche Praxis, Untersuchungen über die fachliche und wirtschaftliche Effektivität der Prävention in der Allgemeinpraxis. Zahlreiche Publikationen und Veröffentlichungen.
1980 - 2000 Gutachter Prothetik
seit 1997 Vorstand der Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde (GPZ) e.V.
1999 Gewinner des Zahnärzte-Unternehmerpreises
2002 Autor: "Der einfache und effektive Weg zur Prophylaxepraxis", Der Zahnarztverlag
2002 - 2006 Lehrauftrag an der Uni Heidelberg für Angewandte Prophylaxe
2004 Gewinner des Innovationspreises der Kreissparkasse Göppingen für die Prophylaxe-Software "Dentodine"
2005 Autor: "Prophylaxe - Mundgesundheit durch häusliche und professionelle Individualprophylaxe", Spitta Verlag
2005 - 2009 Chefredakteur: "Prophylaxe-Magazin "Plaque N Care", Flohr Verlag
2007 - 2010 Senioren-Beauftragter der Zahnärzteschaft Göppingen
2007 - 2011 Senior Member of ORCA - European Organisation for Caries Research
seit 2011 Präsident der Association For Dental Infection Control (ADIC)
seit 2014 Chefredakteur: "Prophylaxe-Magazin "Plaque N Care", Spitta-Verlag
2014 Deutscher Preis für Dentalhygiene

Herausragende Tätigkeiten:
  • Untersuchungen und rund 250 Veröffentlichungen über die fachliche und wirtschaftliche Effektivität der Prävention in der Allgemeinpraxis
  • Rund 650 Vorträge zum Themenbereich Individualprophylaxe
Geballtes Expertenwissen stellt EMS beim Workshop im Rahmen des Programms des Zahnärztetags zur Verfügung.

Unter dem Titel "PZR-alles nur Abzocke?" lädt Dr. Klaus-Dieter Bastendorf zum Vortrag mit Diskussionsrunde ein. Die provokante Überschrift bezieht sich auf die Bewertung des Nutzens der PZR in der Erhaltungstherapie durch den Igel-Monitor des MDS (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V.) im Oktober 2012. "Erneut wurde Zahnärzten 'Abzocke' unterstellt, dieses Mal auf dem Gebiet der Prophylaxe", so Dr. Bastendorf. Der Träger des deutschen Preises für Dentalhygiene aus Eislingen, möchte in seinem Seminar wissenschaftliche Argumente liefern, um die polarisierende Aussage des MDS zu widerlegen. "Es steht heute außer Frage, dass Biofilm im kausalen Zusammenhang mit der Entstehung der häufigsten Erkrankungen der Mundhöhle - Karies, Gingivitis, Parodontitis und in den letzten Jahren immer häufiger Perimukositits und Periimplantitis - steht", betont er. Deshalb kommt der professionellen Erhaltungstherapie laut Dr. Bastendorf auch in Zukunft eine stetig steigende Bedeutung als entscheidender Teil einer erfolgreichen zahnärztlichen Vorsorge zu. Insbesondere sei die PZR keine Einzelmaßnahme, sondern eine komplexe systematische Betreuung. Darüber hinaus weist der Referent auch auf die Relevanz qualifizierter und motivierter Mitarbeiter hin. "Die Fortbildung des Teams für die Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in den Praxisalltag ist eine wichtige Aufgabe des Praxisinhabers", sagt er. Im Seminar will Bastendorf diese neuen Entwicklungen (Ultraschallanwendung und Air-Polishing mit gering-abrasiven Pulvern) darstellen und zeigen, wie der dadurch ausgelöste Paradigmenwechsel in den Praxisalltag integriert werden kann.
Mein geplanter Vortrag basiert auf den wissenschaftlichen Arbeiten zur supra - und subgingivalen "Air-polishing"-Technik und deren Umsetzung in den Praxisalltag. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet des subgingivalen Biofilmmanagements mit gering abrasiven Pulvern und der Anwendung der Ultraschalltechnik haben zu einem Paradigmenwechsel in der Praxis geführt! Auch die "alte" Prophylaxestunde von Axelsson und Lindhe muss an die neuen Erkenntnisse angepasst und modifiziert werden.

Der Vortrag - dem der beiliegende Artikel (zur Veröffentlichung in der ZM angenommen) zugrunde liegt, befasst sich mit der Geschichte des "Air-polishing", der Technologie und den Geräten, sowie den Pulvern und deren Chemie und Indikationen. Hierbei wird vor allem auf die gering-abrasiven Pulver und deren Anwendung im subgingivalen Bereich zum Biofilmmanagement im Vergleich zu klassischen Methoden eingegangen. Die Quintessenz des Vortrages zeigt wie die Auswertung der wissenschaftlichen Literatur zu einem Paradigmenwechsel im Praxisalltag der professionellen unterstützenden Erhaltungstherapie führt.
Prof. Dr. Grietje Beck
Deutschland

Prof. Dr. Jürgen Becker
Düsseldorf, Deutschland

Lebenslauf:
1995 - 2006 Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Anforderungen an die Hygiene in der Zahnmedizin" der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert-Koch Institut in Berlin
seit 1997 Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie und Aufnahme der Westdeutschen Kieferklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf
2001 - 2003 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie der DGZMK
seit 2010 Präsident der Camlog Foundation, Basel, Schweiz
seit 2011 Visiting Professor an der Guanghua School of Stomatology, Sun Yat-sen Universität, Guangzhou, China
Samstag, 08.11.2014, 14:00 - 14:30
Endokarditisprophylaxe und Gerinnung 
Die infektiöse Endokarditis ist eine schwerwiegende Erkrankung mit einer hohen Letalität. Ziel des Vortrages ist, einen aktuellen Überblick über die nationalen (AWMF) und internationalen Leitlinien zu geben, die für die Zahnmedizin von Bedeutung sind.
Im zweiten Teil des Vortrages wird ein aktueller Überblick über die heute verfügbaren Verfahren zur Testung der Blutgerinnung sowie über die Medikamente gegeben, mit denen die Blutgerinnung beeinflusst werden kann. Die sich hieraus für die zahnärztliche Praxis ergebenden Konsequenzen werden diskutiert.
Kai Becker
Deutschland

Samstag, 08.11.2014, 11:00 - 11:15
Der neue Vorstand des BdZM stellt sich vor
Christoph Beckmann
Deutschland

Lebenslauf:
2007 - 2008 Zivildienst im Sozialhilfeprojekt PROSOYA im Peruanischen Bergurwald
2009 - 2011 Ausbildung zum Zahntechniker
2011 Studium der Zahnmedizin an der Universität Göttingen
2012 Vorsitzender des Zahnmedizinischen Austauschdienstes e.V. (ZAD)
Samstag, 08.11.2014, 14:30 - 15:00
Auslandsfamulatur - Abenteuer fernab von der Uni 
Seid ihr neugierig auf eine Auslandsfamulatur in den Semesterferien und seid euch aber noch nicht sicher wohin es genau gehen soll und was euch erwarten wird? Dann wird der Zahnmedizinische Austauschdienst euch mit vielen nützlichen Informationen helfen können um euch bei der Organisation zu unterstützen.
Jessica Beyer
Deutschland

Lebenslauf:
1977 geboren in Aachen
2006 - 2009 Tätigkeit in der Rechtsabteilung der Bundeszahnärztekammer; zuständig für europäische und nationale Gesundheitspolitik
seit 2007 Rechtsanwältin
2009 - 2011 Referentin für Parlaments- und Regierungskontakte der Bundesärztekammer
seit 2012 bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG als Prokuristin für Gesundheitspolitik

Mitautorin des Fachanwaltskommentars "Prütting": Medizinrecht; Kommentierung des Zahnheilkundesgesetzes
Freitag, 07.11.2014, 16:30 - 19:00
Workshop Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Zahnärztliches Berufsbild im Wandel - Die Rolle des Zahnarztes im Versorgungsgeschehen
Prof. Dr. Reiner Biffar
Greifswald, Deutschland

Lebenslauf:
1981 Staatsexamen Universität Frankfurt/Main
1981 Wiss. Ass. an der Freiherr Carl von Rothschildschen Stiftung Carolinum, Universität Frankfurt/Main
1984 Promotion Dr. med. dent.
1991 Habilitation
1993 Direktor der Poliklinik für Prothetik, Alterszahnheilkunde und medizinische Werkstoffkunde, Universität Greifswald
1994 - 1998 Stv. Studiendekan der Medizinischen Fakultät
1998 - 2000 Dekan der Medizinischen Fakultät
2000 - 2003 Senator der Universität Greifswald
2002 - 2003 Prodekan der Medizinischen Fakultät
2002 - 2008 Vize-Präsident und Präsident der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde
seit 2003 Mitglied der Arzneimittelkommission der Bundeszahnärztekammer
seit 2003 Fellow der Pierre Fauchard Academy
2003 - 2004 Dekan der Medizinischen Fakultät
2003 - 2009 Mitglied der Wissenschaftskommission der Federation Dentaire International
2003 - 2012 Sprecher des Forschungsverbundes Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald
2003 - 2013 2. Vorsitzender und 1. Vorsitzender der Mecklenburg-Vorpommerschen Gesellschaft für Zahnmedizin an den Standorten Greifswald und Rostock e. V.
2004 - 2008 Fachkollegiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
2004 - 2012 Prodekan der Medizinischen Fakultät
2004 - 2012 Senator der Universität Greifswald
seit 2005 Mitglied des Medizinausschusses im Wissenschaftsrat der Bundesrepublik Deutschland
seit 2007 Mitglied der Ethikkommission an der Universität Greifswald
seit 2007 Fellow des ITI
2010 - 2011 Mitglied in der AG Zentren der Gesundheitsforschung des BMBF
seit 2011 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des AQUA-Instituts
2012 - 2015 Wissenschaftlicher Vorstand/Dekan der Universitätsmedizin Greifswald KöR
2012 - 2016 Fachkollegiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
seit 2013 Mitglied im Aufsichtsrat Universitätsklinikum Magdeburg AöR
seit 2013 Ehrenmitglied der Mecklenburg-Vorpommerschen Gesellschaft für Zahnmedizin an den Standorten Greifswald und Rostock eV.
seit 2014 Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Greifswald KöR
Präventionsorientierung in der Prothetik - Eine Selbstverständlichkeit?
Der präventive Aspekt hat eine herausragende Bedeutung in der zahnärztlichen Tätigkeit. Bei prothetischen Therapieentscheidungen müssen sekundär- und tertiärpräventive Strategien mit in die Planungen und das Therapieregime einfließen. Doch wie sind Entscheidungen zu fällen, wenn technische Ausführung und präventiv notwendige Bedingung in Konflikt geraten? Wie werden Entscheidungen in parodontal kompromittierten Gebisssituationen gefällt? Sind unsere Richtlinien und Empfehlungen geeignet, eine verlässliche Richtschnur zu geben?
Die Kombination von epidemiologischen Daten und Versorgungsdaten auf Probandenebene zeichnen hier ein eher problematisches Bild. So lässt sich im zahnärztlichen Alltag verdeutlichen, dass Richtlinien, auch wenn Sie die Therapiefreiheit nicht eindämmen sollen, bis auf die Entscheidungen auf Zahn- und Versorgungsebene durchschlagen. Auf Basis der erkannten Zusammenhänge muss hinterfragt werden, ob die verankerten Instrumente für das parodontal-kompromittierte Restgebiss eine konsequente Sequenz aus Parodontaltherapie und anschließender prothetischer Therapie erlauben. Was können wir aus den Abweichungen von der Norm lernen? Wird es nicht deutlich, dass wir das Verständnis zwischen Biologie, prothetischer Therapie und technischen Möglichkeiten immer wieder in den Fokus rücken müssen? Entscheidungen zu prothetischen Therapien wirken sich über lange Zeiträume aus. So sollte es selbstverständlich sein, dass eine Betrachtung immer den Lebensbogen berücksichtigt, um das Wechselspiel aus Prävention, Therapie und Nachsorge sicher einzuschließen.
Dr. Dirk Bleiel
Rheinbreitbach, Deutschland

Lebenslauf:
1991 Staatsexamen an Rheinischen Friedrich Wilhelms Universität Bonn
1991 Zahnarzt an der Zahn-, Mund- und Kieferklinik der Universität Köln, Abteilung für zahnärztliche Prothetik , Prof. Dr. W. Niedermeier
1993 Stabsarzt der Bundeswehr in Köln
1994 Zahnarzt in der MKG-Praxis -plastische Operationen- Dr. Dr. L. A. Rivas, Bonn
seit 1995 niedergelassener Zahnarzt in der Gemeinschaftspraxis mit Ehefrau Dr. Pia Bleiel, in Rheinbreitbach
2008 Curriculum Alterszahnmedizin und Pflege der APW und der DGAZ
Initialisierung des Projektes Hauszahnarzt , mobile Zahnmedizin für pflegebedürftige Menschen
2009 Mitarbeit Runder Tisch Honorarreform in der geriatrischen Zahnmedizin der DGAZ
Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie
Praxismerkmal Alterszahnheilkunde der Landeszahnärztekammer Rheinland Pfalz
2010 Spezialist für Seniorenzahnmedizn der DGAZ
2011 Vorstandsmitglied der DGAZ
Leitung Curriculum Alterszahnmedizin für ZFA der APW
2012 wissenschaftliche Leitung 22. Jahrestagung der DGAZ
Der alte und sehr alte Patient rückt nicht nur auf Grund der Demographie immer mehr in den Fokus der Zahnmedizin. Auch fachlich erscheint eine Differenzierung und Spezifizierung dieser besonderen Klientel wichtig: Kaum eine Fachzeitschrift, die nicht die Senioren als Thema entdeckt hat. Sollten sich Zahntechniker und Zahnmedizinische Fachangestellte auch mit diesem Thema beschäftigen, nur weil es en vogue ist?
Zweifelsohne ist die Seniorenzahnmedizin mehr als nur ein Trend, mit gewichtigen Fragestellungen für den Zahntechniker/in: Wie sollte ein Zahnersatz bei eingeschränkter Hygiene -und Händelfähigkeit unserer Patienten aussehen? Welche Strategien gibt es zur Verbesserung der Adaptationsfähigkeit der neuen oder der zu modifizierenden Restauration? Wie sieht eine potenziell "pflegetaugliche" Erweiterbarkeit aus? Ist nicht gerade die intensivere und über das Zahntechnische Modell hinaus gehende Verbindung mit persönlichem Kontakt des Technikers zum betagten Patienten ein gewinnender Lösungsansatz im Vergleich zu Zahnersatz aus Drittländern?
Wie können zahnmedizinische Fachangestellte mit sinnvollen Prophylaxe-Programmen bei Senioren überzeugen und gleichzeitig die Praxis auch zukünftig wirtschaftlich ausrichten? Wie sieht eine altengerechte Kommunikation aus? Brauchen wir eine spezielle Senioren-PZR mit welchen Schwerpunkten? Strategien zur Behandlung des kompromittierten Zahnhalses, der Keimreduktion und der Xerostomie sollten dabei sicher nicht fehlen und Kernkompetenzen einer zeitgemäßen Prophylaxemitarbeiterin widerspiegeln.
Viele Fragestellungen und spezielles Wissen für angemessene Therapien bei betagten Patienten rechtfertigen in diesem Vortrag Fortbildungen für den Zahntechniker und die Zahnmedizinische Fachangestellte im Bereich der Seniorenzahnmedizin.
Wolfgang M. Boer
Euskirchen, Deutschland

Lebenslauf:
Jahrgang 1959.
Studium in Montpellier (Frankreich), Frankfurt a.M. und Bonn.

Nach Assistensarztzeit in freier Praxis in Hilden, Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Prothetischen Abteilung der Universität Bonn.
Seit 1994 Zahnarzt in eigener Praxis in Euskirchen bei Köln.

Boer wurde bekannt durch über 50 Veröffentlichungen rund um das Thema Ästhetik, sowie über 300 Vorträge und praktische Kurse in 21 Ländern. Schwerpunkt seiner Referententätigkeit sind Themen der Ästhetischen Zahnheilkunde und Kompositrestaurationen.
Neben der Mitgliedschaft in verschiedenen Fachverbänden war Boer neun Jahre Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ) und arbeitet hier weiter aktiv in verschiedenen Referaten mit. Boer ist auch Lehrer im Masterstudiengang "Funktion und Ästhetik" der Universität Greifswald.
Natürlich ist eine typische Indikation für Veneers die Korrektur kleiner Fehlstellungen oder von Verfärbungen, die durch Bleachingmethoden nicht zu therapieren sind. Allerdings kann sich noch längst nicht jeder Patient teure Keramikrestaurationen leisten. Andererseits ist zweifellos eine direkte Kompositrestauration nicht nur preiswerter, sondern auch mit Abstand die schonendste Möglichkeit der ästhetischen Korrektur. Allerdings steckt der Teufel oft im Detail, und so ist auch bei scheinbar einfachen Form- oder Farbveränderungen eine strikte Systematik der Schlüssel zum Erfolg.
RA Arne Bruns
Kiel, Deutschland

Lebenslauf:
Studium: Kiel
Tätigkeit als Rechtsanwalt: seit 2007

Arne Bruns ist seit Mai 2009 für unsere Kanzlei tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit bilden das allgemeine Zivilrecht sowie primär das Wirtschaftsrecht. Herr Bruns vertritt die Interessen unserer Mandanten umfassend sowohl im gerichtlichen Prozess als auch in der außergerichtlichen Auseinandersetzung. Ein weiteres Kerngebiet seiner Tätigkeit stellt die Vertragsgestaltung dar.
Daneben ist Herr Bruns auf Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften als Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW), Düsseldorf, tätig.
Seit mehreren Jahren ist Herr Bruns daneben auch im Bereich des Familienrechtes für unsere Mandanten tätig. Er berät und vertritt diese in allen familienrechtlichen Auseinandersetzungen sowohl im Hinblick auf die Ehescheidung und die damit verbundenen Folgesachen als auch bei der Regelung der Rechtsverhältnisse durch Eheverträge oder Trennungs- / Scheidungsfolgenvereinbarungen.
Die selbstständige Berufsausübung schafft Berührungspunkte zu vielfältigen Rechtsgebieten, sei es dem allgemeinen Zivilrecht, dem Arbeitsrecht oder dem Verwaltungsrecht. Wenig Beachtung findet dabei häufig, dass der Aufbau einer eigenen beruflichen Existenz auch mit nachhaltigen Wechselwirkungen auf dem Gebiet des Familienrechtes verbunden sein kann. Ein Überblick über die relevanten familienrechtlichen Regelungen und Gestaltungsmöglichkeiten ist daher gerade für den selbstständig Tätigen von großer Bedeutung.
Dr. Florian Bruns
Berlin, Deutschland

Lebenslauf:
1998 - 2006 Studium der Humanmedizin, Geschichte und Philosophie in Göttingen, Wien und Berlin
2006 - 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover
2007 - 2009 Assistenzarzt in internistischer Weiterbildung am HELIOS-Klinikum Berlin-Buch
2010 - 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Geschäftsführer des Klinischen Ethikkomitees am Universitätsklinikum Erlangen
seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
Der Zahnarzt und Medizinhistoriker Walter Artelt (1906-1976) zählte in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu den wichtigsten Vertretern der Medizingeschichtsschreibung in Deutschland. Nach kurzer zahnärztlicher Assistenzzeit an der Universität Freiburg wurde Artelt von dem 1929 nach Berlin berufenen Medizinhistoriker Paul Diepgen (1878-1966) für die medizinhistorische Arbeit gewonnen, ausgebildet und gefördert. Artelt übernahm 1938 die Leitung des Senckenbergischen Institut für Geschichte der Medizin in Frankfurt am Main. Nach Kriegseinsatz und "Entnazifizierung" kehrte er 1948 in diese Position zurück und bestimmte die Entwicklung und Ausrichtung des Faches im Nachkriegsdeutschland entscheidend mit. Einer seiner Forschungsschwerpunkte war die Geschichte der Zahnheilkunde. In den 1960er Jahren auftretende Konflikte um die nationalsozialistische Vergangenheit einzelner Medizinhistoriker warfen erstmals auch ein Licht auf die Rolle der Medizingeschichte zwischen 1933 und 1945. Nicht wenige Fachvertreter hatten in dieser Zeit versucht, Ideologie und Moral der nationalsozialistischen Medizin historisch zu begründen und zu rechtfertigen. Artelt hatte hierbei nur partiell mitgewirkt, blockierte aber nach dem Krieg wie viele seiner Fachkollegen eine kritische Aufarbeitung der eigenen Fachgeschichte. Stattdessen bemühte er sich, alte Verbindungen und Traditionen möglichst bruchlos fortzuführen. Doch diese Strategie der Verdrängung scheiterte. Die vergangenheitspolitischen Konflikte führten 1964 zur Spaltung der Fachgesellschaft und Artelts Lebenswerk stand zur Disposition.

Im Vortrag wird auf Basis unveröffentlichter Dokumente aus dem Nachlass Walter Artelts und anderen Archiven nicht nur dessen Biographie nachgezeichnet, sondern auch die Legitimationsfunktion der Medizingeschichtsschreibung während der NS-Zeit und die spät einsetzende Aufarbeitung der Fachgeschichte nach 1945 thematisiert.
Dr. Joachim Bublath
Deutschland

Lebenslauf:
Als Erfinder und Moderator von Wissenschaftssendungen wie "Abenteuer Forschung", "Die Knoff-Hoff-Show" oder "Geheimnisse unseres Universums" war Joachim Bublath fast 30 Jahre lang das Gesicht der Naturwissenschaften im deutschen Fernsehen. Einzigartig war, wie staubtrocken, skurril, bierernst und doch auch lustig er seine Themen präsentieren konnte.
Joachim Bublath studierte Physik, Mathematik und Chemie und promovierte 1971 an der Technischen Universität München. Schon während des Studiums kam er zum Fernsehen. Danach produzierte er zunächst naturwissenschaftliche Filme für ARD und ZDF sowie für Universitäten in Südamerika, Asien und Afrika.
1981 übernahm er die Leitung der Redaktion Naturwissenschaft und Technik beim ZDF und hatte diese bis 2008 inne. Besonders erfolgreich war seine "Knoff-hoff-Show", die zur Familienunterhaltung avancierte und ein neues Zeitalter der Populärwissenschaft einläutete. Das Format wurde in neun Sprachen übersetzt, darunter Chinesisch und Arabisch, und lief in über 40 Staaten.
Für seine Leistungen wurde Joachim Bublath vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen und dem Bayerischen Fernsehpreis, dem Prix Leonardo da Vinci, dem Prix Jules Verne und dem Bundesverdienstkreuz für seine Arbeiten als Wissenschaftspublizist.
Auf Unternehmensveranstaltungen ist Joachim Bublath ein gefragter Redner, der seinen Zuhörern mit Hilfe naturwissenschaftlicher Denkansätze neue Sichtweisen vermittelt. Zusammen mit seinem Sohn Matthias und dessen Jazzband stellt er zudem unter dem Titel "Das Universum in concert" eine gekonnte Verbindung zwischen Wissenschaft und Jazz her.
Samstag, 08.11.2014, 15:30 - 17:00
Kann Therapie durch Prävention ersetzt werden?
Dr. Heinrich Buurman
Leer, Deutschland

Lebenslauf:
Heinrich Buurman wurde 1941 in Leer/Ostfriesland geboren. Er studierte Pharmazie an der TH Braunschweig, leistete anschließend seinen Wehrdienst als Stabs-Apotheker und übernahm 1970 die bislang verpachtet gewesene väterliche Apotheke in Leer. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. 1986 begann er an der Universität Marburg ein Studium der Geschichte der Pharmazie und wurde 1989 mit der Arbeit "Die Apotheken Ostfrieslands von den Anfängen bis zur Gründung des Deutschen Reiches 1871" zum Dr. rer. nat. promoviert. 2008 übergab er die Leitung seiner Apotheken seinem jüngsten Sohn. Seitdem kann er sich ausschließlich seinen schriftstellerischen Ambitionen widmen.
2014 kommt - rechtzeitig zum Deutschen Zahnärztetag - Buurmans Neuerscheinung
AUAAA
Zahnärzte und Zahnartisten
Geschichte der Zahnheilkunde
vom Anfang des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts
mit einem Vorwort von Professor Dr. med. Dr. med. dent. Dr. phil. Dominik Groß, Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen auf den Markt.
Heinrich Buurman zeichnet in seinem neuen Buch ein umfassendes Bild der zahnärztlichen Versorgung Ostfrieslands unter spezieller Berücksichtigung der Inseln. Besondere Aufmerksamkeit widmet er den ambulant tätigen Zahnärzten, die sich lange Zeit neben ortsansässigen Wundärzten und Badern um das Zahnwohl der Bevölkerung kümmerten, und - mit einem offiziellen Erlaubnisschein versehen - auf ihren Rundreisen sporadisch auch diese abgelegene Ecke Deutschlands aufsuchten. Es ist dem Autor gelungen, die damaligen Zeitumstände getreu zu schildern, indem er unterschiedliche Schicksale dieser Männer, die von erzwungener Auswanderung bis hin zum Selbstmord reichen, recherchiert hat. Anschaulich beschreibt Buurman auch den später aufkommenden Streit zwischen "ordentlich ausgebildeten Zahnärzten" und sogenannten "Zahnartisten", die sich seit 1871 - durch gesetzliche Umstände dazu ermutigt - berufen fühlten, ebenfalls zahnärztlich tätig zu sein. Ein umfangreiches Kapitel widmet er der Zahn- und Mundpflege: Zahnpulvern, Zahnpasten und Mundwässern. Auch die unzähligen Mittel gegen Zahnschmerzen, für die seinerzeit umfangreich und vollmundig in Zeitungen Werbung gemacht wurde, werden von ihm ausführlich behandelt.
Bei einem Umfang des Buches von mehr als 400 Seiten tragen 450 z. T. farbige Abbildungen zu einem ausgesprochenen Lesevergnügen bei.

D
PD Dr. Bettina Dannewitz
Weilburg, Deutschland

Lebenslauf:
1999 Zahnärztliche Prüfung an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde des Universitätsklinikums Heidelberg
2004 - 2006 Post-doc Programm der Medizinischen Fakultät Heidelberg
2004 Ernennung zur Oberärztin in der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde des Universitätsklinikums Heidelberg
2004 Ernennung zur Spezialistin für Parodontologie der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo)
2009 Habilitation
2009 Redaktionsmitglied der Zeitschrift Parodontologie; Quintessenz-Verlag, Berlin
2010 Niederlassung in zahnärztlicher Gemeinschaftspraxis in Weilburg und Tätigkeit (Forschung und Lehre) in der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde des Universitätsklnikums Heidelberg
2011 Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO)
2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Poliklinik für Parodontologie der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt
Samstag, 08.11.2014, 14:30 - 15:00
Herdsuche vor Transplantationen 
Derzeit warten in Deutschland etwa 11.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Organtransplantationen machen in der Regel eine lebenslange, immunsuppressive Therapie notwendig, um Abstoßungsreaktionen zu verhindern. Transplantationspatienten haben daher theoretisch ein erhöhtes Risiko an lokalen oder hämatomen fortgeleiteten bakteriellen Infektionen aus der Mundhöhle zu erkranken. Vor Organtransplantation sollte die zahnmedizinische Abklärung und Therapie entzündlicher Foki erfolgen. Die Evidenz zum Zusammenhang zwischen oralen Infektionsherden und dem Auftreten von Komplikationen nach Transplantationen ist allerdings widersprüchlich. Einheitliche und allgemeingültige Behandlungsempfehlungen zur Risikominimierung bei Organtransplantierten fehlen.
Prof. Dr. Dr. Monika Daubländer
Mainz, Deutschland

Lebenslauf:
1978 - 1983 Studium der Human- und Zahnmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
1984 - 1985 Beendigung des Studiums der Zahnmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
1984 Ärztliche Approbation
1984 Promotion zum Dr. med.
1985 - 1989 Facharztweiterbildung an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie / Plastische Operationen im Katharinenhospital Stuttgart
1985 Zahnärztliche Approbation
1986 Promotion zum Dr. med. dent.
1988 Gebietsanerkennung als "Zahnärztin für Oralchirurgie"
1989 - 1991 Assistententätigkeit
1991 Anerkennung als Kieferchirurgin
1991 Niederlassung als Kieferchirurgin
seit 1995 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
seit 1995 Oberärztin der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2000 Erteilung der "venia legendi" - Fachbereich Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2001 Verleihung des Millerpreises 2001 der DGZMK
2003 - 2005 President elect of EFAAD (European Federation for the Advancement of Anaesthesia in Dentistry)
seit 2004 1. Vorsitzende des Interdisziplinären Arbeitskreises für Zahnärztliche Anästhesie (IAZA)
2005 - 2007 President of EFAAD (European Federation for the Advancement of Anaesthesia in Dentistry)
2005 Prüfarzt in klinischen Studien (Koordinationszentrum für Klinische Studien, Mainz)
seit 2007 Lehrbeauftragte der Universität Magdeburg
seit 2007 Past-President of EFAAD (European Federation for the Advancement of Anaesthesia in Dentistry)
seit 2009 Leitung des Referates Schmerztherapie innerhalb der DGMKG (Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie) sowie der zertifizierten Fortbildung "Schmerztherapeutische Grundkompetenz für MKGChirurgen"
2013 Verleihung der Anästhesie-Ehrennadel in Silber vom Berufsverband der Deutschen Anästhesisten
Samstag, 08.11.2014, 09:30 - 10:00
Sedierungsverfahren in der Zahnheilkunde 
Was wünschen sich Zahnarzt und Patienten?

Zahnbehandlungsangst ist weit verbreitet. Circa 64 % der Erwachsenen gehen mit mehr oder weniger stark ausgeprägten ängstlichen Gefühlen zum Zahnarzt, ca. 15 % leiden an einer Phobie. Während für die letztere Patientengruppe sehr häufig eine Vollnarkose zur Ermöglichung einer adäquaten zahnmedizinischen Versorgung notwendig ist und auch in der Regel gewünscht wird, werden bei der ersteren Sedierungstechniken seit langem mit Erfolg eingesetzt. Hierbei hat seit dem sogenannten "Poswillo-Report" (1990), ausgehend vom angloamerikanischen Raum, ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Seither liegt das Hauptaugenmerk bei der Bewertung der unterschiedlichen Verfahren (z.B. oral, transmukosal, inhalativ, intravenös) und Medikamente (z.B. Diazepam, Midazolam, Ketamin, Propofol, Lachgas) auf der Anxiolyse und weniger der Sedierung. In der Konsequenz bedeutet dies, dass ein flacheres Stadium (minimale oder moderate statt tiefer Sedierung) angestrebt wird und die kontinuierliche Kooperation des Patienten (z.B. bei Bedarf Kopf- und Kieferbewegungen) gegeben ist.
Da in der Regel bei den zahnärztlichen Behandlungsmaßnahmen, auch bei operativen Eingriffen durch die hohe Effizienz der zahnärztlichen Lokalanästhesie eine ausreichende Schmerzausschaltung erzielt werden kann, ist die systemische Gabe von Analgetika (z.B. Opioide) im Sinne einer Analgosedierung häufig nicht erforderlich.

V
Drs. Joerd van den Meer
Groningen, Niederlande

Lebenslauf:
Drs. van der Meer schloss sein Zahnmedizinstudium an der Reichsuniversität Groningen (RUG) in den Niederlanden 1989 erfolgreich ab. Nach Erfüllung der Wehrpflicht bei der Königlichen Marine war er 4 Jahre im Centrum für Orale Implantologie in Drenthe klinisch tätig. Ab 1995 war er Teilzeitmitarbeiter im Centrum für Besondere Zahnmedizin (Behindertenbehandlung) in Assen, 1996-2002 außerdem als Teilzeitmitarbeiter im Zentrum für Zahnheilkunde der RUG und gleichzeitig als Wissenschaftler in der Abteilung Endodontologie des Zentrums für Zahnmedizin der Universität Nimwegen.
2002 wurde er Vollzeitmitarbeiter am Universitär-Medizinischen Zentrum Groningen (UMCG) mit Spezialisierung in 3D Technologien, wie Cone-beam CT, 3D Scanner, 3D präoperative chirurgische Planung und ihre klinische Anwendungen mit als Promotionsprojekt die Anwendung von 3D Workflows in der Kieferorthopädie und Kieferchirurgie.
Seit 2009 ist er "Honorary Research Associate" des University College of London Eastman Dental Institute.
Freitag, 07.11.2014, 09:05 - 09:40
Digitale Entwicklungen in der Zahnheilkunde 
Der Zahnmedizin steht eine wunderschöne digitale Revolution bevor. Durch die neuen Technologien, die in den letzten Jahren entwickelt wurden, sind wir heute in der Lage Diagnosen zu stellen, Behandlungen zu planen sowie konservierende und prothetische Restaurationen durch Computereinsatz herzustellen. Obwohl noch in den Kinderschuhen stehend, erlauben es uns diese digitalen Technologien eine hohe und konstante Präzision zu erzielen.
Am Begin aller digitalen Workflows steht die Datenerfassung. Je besser die Dateneingabe, umso höher die Qualität des Ergebnisses. Dies zieht, beispielsweise im Falle einer digitalen Abformung mittels Intraoralscanner, als zwingende Voraussetzung nach sich, dass wir den besten Scanner wählen, der auf dem Markt ist und uns somit erlaubt das beste Ergebnis für unsere Patienten zu liefern. Weil viele Intraoralscanner angeboten werden, die alle behaupten sie sind besser als die der Mitbewerber, ist es von außerordentlich großer Bedeutung, dass wir wissen, welche Qualitätsmerkmale von wirklich klinischer Bedeutung sind.
Der Vortrag behandelt jene digitale Technologien, die eine Schlüsselrolle beim digitalen Workflow in der Praxis spielen, welche Folgen diese für die Entwicklung der Zahnheilkunde haben und wie diese sich auf die Ausbildung auswirken.

D
Prof. Dr. Herbert Deppe
München, Deutschland

Lebenslauf:
1993 Fachzahnarzt für Oralchirurgie
1998 Habilitation
2004 Extraordinariat für Zahnärztliche Chirurgie und Implantologie
2006 Referent für Oralchirurgie der BLZK
2008 Vorstandsmitglied der DGL
2012 Vorstandsmitglied der DGZI
Samstag, 08.11.2014, 12:00 - 12:30
Prävention von Herzklappenersatz 
Die infektiöse Endokarditis stellt eine schwerwiegende Erkrankung dar mit einer Mortalitätsrate von 15 bis 70 %. Besonders gefährdet sind Patienten mit einem Herzklappenersatz. Der Anteil dieser Patienten nimmt stetig zu; im Jahre 2012 wurden bereits 25.000 Herzklappenoperationen durchgeführt. Endokarditiden werden durch ß-hämolysierende Streptokokken, Staphylokokkus aureus und gramnegative Bakterien verursacht. Dabei gilt die Mundhöhle gibt als bevorzugtes Keimreservoir. Dementsprechend wird in der Literatur der Anteil dentogen verursachter Endokarditiden mit 4 - 64 % angegeben. Während frühere Literaturangaben dementsprechend eine radikale zahnärztlich-chirurgische Sanierung favorisierten, diskutieren aktuelle Publikationen den Nutzen einer Zahnbehandlung vor einer Herzklappenoperation kontrovers. Heute wird vor allem transienten Bakteriämien durch Mastikation und Zähneputzen ein höheres Risiko bezüglich der Endokarditis zugeschrieben als einmalige zahnärztliche Interventionen. Im Mittelpunkt dieses Vortrags steht daher die Darstellung der Sanierungskriterien, die im Rahmen einer aktuellen Leitlinienerstellung von den beteiligten Fachgesellschaften empfohlen wurden. Breiten Raum nehmen auch die Behandlungsoptionen vor Klappenoperation ein. Empfehlungen zur zahnärztlichen Betreuung der betroffenen Patienten nach Klappenoperation und die Beschreibung der geänderten Antibiotika-Prophylaxerichtlinien durch die AHA (2007) bzw. die ESC (2009) runden die Vortragsthematik ab.
Prof. Dr. Dr. Manfred Dietel
Berlin, Deutschland

Lebenslauf:
1976 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Pathologie des Universitäts-Krankenhauses Eppendorf (Direktor Prof. Dr. Seifert)
1977 Promotion zum Dr. med.
1978 Mitglied im Sonderforschungsbereich 34 der Deutschen Forschungsgemeinschaft
1981 Habilitation
1981 Hochschulassistentur (C1) am Institut für Pathologie
1984 Professor auf Zeit (C 3) für das Fach "Pathologie und Pathologische Anatomie" im Fachbereich Medizin der Universität Hamburg
1985 Referenzpathologe der Universität Hamburg für die Interdisziplinäre Studiengruppe Gastrointestinale Tumoren (ISGGT)
1985 - 1993 Vorstandsmitglied des SFB 232
1986 - 1989 Mitglied des Vorstandes der Deutschen Ges. für Endokrinologie
1988 Member of the EORTC - Preclinical Therapeutic Models Group
1988 Mitglied der Weichteilsarkomgruppe des UK Eppendorf
1989 Berufung zum Direktor des Instituts für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel
1990 - 1998 Mitglied des Medizinausschusses des Wissenschaftsrat
1991 Mitglied der Evaluierungskommission des Wissenschaftsrates zur Begutachtung der Medizinischen Fakultäten der ehemaligen DDR
1991 Mitglied der Ständigen Kommission für Fragen der Forschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses der Hochschulrektorenkonferenz
1991 Leiter des 2nd International Symposium on Cytostatic Drug Resistance an der Christian-Abrechts-Universität zu Kiel
1993 Berufung zum Direktor des Instituts für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie der Charité, Humboldt-Universität zu Berlin
1994 gewähltes Mitglied des Fakultätsrats der Charité
1994 Mitglied der Finanz- und Wirtschaftskom. der Humboldt-Universität zu Berlin
1994 - 2000 Mitglied der Leitkommission der Deutschen Krebshilfe
1995 Mitglied der Kom. zur Evaluierung der Blaue Liste Institute des Wissenschaftsrats
1997 gewähltes Mitglied des Fakultätsrats der Charité
1997 - 1999 Dekan der Medizinischen Fakultät Charité, der Humboldt-Universität
1998 Projektbereichsleiter des Sonderforschungsbereiches 273
1999 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer
2000 Mitglied der Kom. der Bundesärztekammer zur "prädiktiven genetischen Diagnostik"
2000 Leiter der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie
2001 - 2004 Ärztlicher Direktor und Vorsitzender des Vorstandes der Charité
2002 - 2005 Vorstandsmitglied des Verbandes der Universitätsklinika Deutschland
2004 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Pathologie
2006 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pathologie
Die diagnostische molekulare Pathologie ist ein wesentlicher Teil der gewebebasierten Diagnostik und des klinischen Managements sowohl von Infektionskrankheiten und Tumoren als auch für die pharmazeutische Entwicklung neuer antitumoraler Medikamente. Das "ganz intensive Lesen" im Gewebe eines Patienten und das Erzielen kombinierter Informationen über die Morphologie, Genetik, Proteomik sowie die Epigenetik sind eine Herausforderung und eine Chance für die moderne anatomische Pathologie.
Im Routineprozess der gewebebasierten Diagnostik und in der translationalen Krebsforschung erlangt die Anwendung neuer Techniken eine immer größer werdende Bedeutung. Die bedeutendsten anstehenden Herausforderungen sind
• der direkte Nachweis eines breiten Spektrums von Mikroorganismen in Operationspräparaten,
• die präzise und reproduzierbare Diagnose maligner Tumoren - einschließlich seltener Läsionen - und die Aufstellung international anerkannter diagnostischer Algorithmen,
• die Bestimmung der individuellen Prognose des betroffenen Patienten,
• die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit von Metastasen, beispielsweise im klinischen Stadium M0 zum Zeitpunkt der Tumordiagnose, und
• die Vorhersage des Ansprechens bzw. der Resistenz einzelner Tumoren.

Aufgrund der immer weiter fortschreitenden technischen Entwicklungen im Bereich der Immunohistochemie und der In-situ-Hybridisierung im Verbund mit unterschiedlichen molekularen und rechnergestützten Techniken hat die Bedeutung der diagnostischen Histopathologie in den vergangenen zehn Jahren dramatisch zugenommen. Die neuen Techniken werden bei standardisierten operativen Verfahren und unter kontinuierlicher Qualitätskontrolle angewandt. Die kombinierte Anwendung der unterschiedlichen Herangehensweisen wird die Wichtigkeit histologischer Diagnosen und ihre prädiktive Genauigkeit weiter verbessern.
In der Onkologie werden in den Kliniken durch die Anwendung neuer zielgerichteter Wirkstoffe, wie zum Beispiel therapeutische Antikörper oder Kinasehemmer, vielversprechende Ergebnisse erzielt. Allerdings sind diese zielgerichteten Präparate nur bei einer begrenzten Zahl von Tumoren, die die Zielmoleküle exprimieren, wirksam. Eine neue, Erfolg versprechende diagnostische Technologie basiert auf Multi-Gen-Analysen, mit deren Hilfe beispielsweise der Erfolg bzw. das Ansprechen auf eine Chemotherapie prognostiziert werden kann.
Schlussendlich sollten alle Bemühungen darauf zielen, die gewebebasierte Diagnose und ihre prädiktive Bedeutung zu verbessern und den Klinikern alle für eine optimale Behandlung benötigten Informationen zur Verfügung zu stellen.
Prof. Dr. Christof Dörfer
Kiel, Deutschland

Lebenslauf:
1980 - 1985 Studium der Zahnheilkunde an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
1986 - 2006 zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 1993 Oberarzt der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde der Klinik für Mund-, Zahn- und Kieferkrankheiten Heidelberg
1993 - 1998 mehrere Forschungsaufenthalte an der University of Minnesota, USA
seit 2006 Direktor der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein Campus Kiel

Gewinn zahlreicher weiterer nationaler und internationaler Forschungs- und Lehrpreise
seit 2009 Sprecher "Zahnmedizin" im Deutschen Netzwerk für Versorgungsforschung
seit 2012 Studiendekan Zahnmedizin
Freitag, 07.11.2014, 13:30 - 14:00
Aktivitäten zur Förderung der Versorgungsforschung in der Zahnmedizin in Deutschland

F
Dr. Susanne Fath
Berlin, Deutschland

Samstag, 08.11.2014, 13:40 - 13:50
Begrüßung
Prof. Dr. Dr. Jens Fischer
Bad Säckingen, Deutschland

Im Rahmen dieses Workshops hat der Teilnehmer die Möglichkeit, neben der ausführlichen Information zu Keramikimplantaten, 1-2 Keramikimplantate und den Gegenkiefer (Phantommodelle) digital abzuformen, die Krone am Bildschirm zu konstruieren, und die herausgeschliffene Krone zu befestigen. Zu jedem Arbeitsschritt werden neben der praktischen Arbeit auch die theoretischen Grundlagen vermittelt.
Dr. Birgit Fitsch
Grimmen, Deutschland

Lebenslauf:
1981 - 1986 Studium der Zahnmedizin an der Willhelm Pieck Universität in Rostock
seit 1986 approbierter Zahnarzt
1990 Promotion an der Willhelm Pieck Universität Rostock
seit 1991 Niederlassung in eigener Praxis
seit 2002 Arbeiten mit dem Er:YAG Laser
seit 2002 Mitglied in der DGZMK und der DGL
seit 2003 Trainerzahnarzt für die Firma KaVo im Laserbereich
seit 2010 Mitglied im Praktikerbeirat der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnmedizin
2010 - 2011 Mastership Curriculum zum Tätigkeitsschwerpunkt "Zahnärztliche Lasertherapie" an der RWTH Aachen, AALZ Aachen
Auf Grund der hohen Affinität der Laserwellenlänge 2940nm zum Wasser und der daraus resultierenden Wechselwirkung mit oralen Zielgeweben, ist der Er:YAG Laser in der Zahnmedizin vielseitig einsetzbar.
Domäne dieser Lasersysteme ist zweifelsohne die effektive, minimalinvasive Bearbeitung von Zahnhartgewebe.
Im Vortrag wird diese Tatsache anhand von Patientenfällen aus der eigenen Praxis belegt und die Vorteile der Lasertherapie gegenüber konventioneller Behandlungsmethoden herausgestellt. Des Weiteren wird die praktische Vorgehensweise während der geschlossenen Laserkürettage im Rahmen der systematischen Parodontitistherapie erläutert und mit Hilfe von Bildern dokumentiert.
Weitere Behandlungsfälle beziehen sich auf den Einsatz der Er:YAG Laserwellenlänge in der Chirurgie und der Endodontie.
Dr. Michael Frank
Frankfurt (Main), Deutschland

Lebenslauf:
• Studium in Marburg und Gießen
• Promotion (Klinik Innere Medizin, Prof. Lasch) und mehrjährige Assistententätigkeit Universität Gießen
seit 1985 Berufsausübungsgemeinschaft in Lampertheim, Schwerpunkt: Oralchi-rurgie, Implantologie, Parodontologie
seit 1987 verschiedene standespolitische Ämter auf Landes- und Bundesebene
seit 1992 zunächst Mitglied im Vorstand der Landeszahnärztekammer Hessen
seit 1997 Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen und Mitglied im Bundesvorstand der Bundeszahnärztekammer

• Vorsitzender / Mitglied diverser Ausschüsse der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) u.a. Ausschuss Europa, Fort- und Weiterbildung, Qualität u. Leitlinien
seit 2008 - 2011 Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, dort verantwortlich u. a. für Fort- und Weiterbildung, sowie Qualität und Leitlinien in der Zahnmedizin

• Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Quintessenz-Verlages Berlin

• Autor und Mitherausgeber des 2-bändigen Weißbuches ZahnMedizin 2007, Int. Quintessenz-Verlag Berlin

• Langjähriger Organisator und verantwortlicher Leiter des Europäischen Forums Zahnmedizin in Frankfurt
seit 2010 im Kongress-Komitee mitverantwortlich für die jährliche Organisation des Deutschen Zahnärztetags in Frankfurt
Freitag, 07.11.2014, 08:15 - 09:30
Kongresseröffnung
Prof. Dr. Roland Frankenberger
Marburg, Deutschland

Lebenslauf:
1967 geboren in Eichstätt/Bayern
1987 - 1992 Studium der Zahnheilkunde, Universität Erlangen-Nürnberg
1993 Promotion
1999 Visiting Assistant Professor, University of North Carolina at Chapel Hill, USA
2000 Habilitation, Ernennung zum Oberarzt
2001 Miller-Preis der DGZMK
2006 - 2008 3 Preise für gute Lehre in der klinischen Zahnmedizin, Med. Fak. FAU Erlangen
2008 Walkhoff-Preis der DGZ
2008 Forschungspreis der AG Keramik
2009 Direktor der Abteilung für Zahnerhaltungskunde, Med. Zentrum für ZMK, Philipps-Universität Marburg
2009 - 2012 Stellvertretender Vorsitzender der APW
2011 Chefredakteur der "Quintessenz"
2012 Geschäftsführender Direktor der Zahnklinik Marburg
2012 Präsident der DGZ
seit 2015 Editor-in-Chief des Journal of Adhesive Dentistry
Ein wichtiger Merksatz in der Zahnerhaltung ist "mit dem vitalen Zahn kann man (fast) alles machen, mit dem avitalen nicht". Was ist das Besondere an der postendodontischen Versorgung? Dies wird bereits beim Blick auf die (sehr wenigen) klinischen Studien mit postendodontischen Restaurationen deutlich - die Erfolgsrate ist hoch signifikant niedriger als bei vitalen Zähnen. Dieses Referat beschäftigt sich auf dieser Grundlage mit folgenden Fragen:
• Welche Regeln gelten für die postendodontische Versorgung nach erfolgter Wurzelkanalbehandlung?
• Welche Rolle spielt die Kontamination mit Spülflüssigkeiten?
• Sind minimalinvasive Grundsätze auch bei postendodontischen Restaurationen gültig?
• Brauchen wir noch Wurzelstifte?
• Was ist die beste postendodontische Restauration?
Samstag, 08.11.2014, 15:30 - 17:00
Kann Therapie durch Prävention ersetzt werden?
Prof. Dr. Matthias Frentzen
Bonn, Deutschland

Lebenslauf:
1976 - 1981 Studium der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
1982 Promotion zum Dr.med.dent.
1982 - 1983 Stabsarzt bei der Bundeswehr
seit 1987 Leiter der Arbeitsgruppe "Laser in der Zahnmedizin"
1988 - 1994 Oberarzt, Stellvertreter des Klinikdirektors der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Bonn
seit 1990 "Country Representative" der International Society for Lasers in Dentistry (ISLD)
1991 Habilitation
seit 1994 Berufung zum Universitätsprofessor /stellv. Abteilungsleiter der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Leiter des wissenschaftlichen Labors, Leiter der Arbeitsgruppe "Laser in der Zahnmedizin" der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
seit 2003 Mitglied /Vorstand des Centers of Molecular Biotechnology (CEMBIO) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde (DGL)
seit 2004 Generalsekretär der DGL
seit 2006 Mitglied des Vorstands der WFLD (World Federation for Laser Dentistry)
seit 2009 Projektleiter MiLaDi (Minimalinvasive Laserablation und Diagnose von oralem Hartgewebe) des BmBF
seit 2013 Leiter der DFG-Forschungsinfrastruktur: Zentrum für angewandte Laser-Medizinforschung und biomedizinische Optik (AMLaReBO, Applied Medical Laser Research and Biomedical Optics, Bonn)
Bei entzündlichen Erkrankungen der Mundhöhle z.B. im Rahmen der Parodontologie, Endodontie und Implantologie ist neben der chirurgischen Intervention immer die Notwendigkeit einer Antibiose zu prüfen. Die Majorität dieser Erkrankungen wird durch orale Biofilme verursacht. Klassische Biozide wie z.B. CHX und Antibiotika haben hier nur eine begrenzte Wirkung und müssen, um die gewünschten therapeutischen Effekte zu erzielen, in der Regel hoch dosiert angewendet werden. Dies kann bei der Anwendung von Antibiotika u.a. zur Sensibilisierung / Resistenz führen, die aus allgemeinmedizinischer Sicht als bedenklich einzustufen sind. Neben einer risikoadaptierten Betreuung der Patienten erfordern nachhaltige Behandlungsstrategien jedoch immer häufiger auch antimikrobielle Therapiekonzepte zur langfristigen Erhaltung aufwendiger Restaurationsmaßnahmen. Dies gilt insbesondere für die Behandlung von Rezidiven in der Endodontie, Parodontologie und Implantologie. In vielen Fällen ist hier eine chirurgische Elimination des verursachenden Biofilms nicht möglich. Für diese Fälle stehen mittlerweile unterschiedliche Licht-basierte Verfahren zur Verfügung. Neben der photothermischen Desinfektion von Wurzelkanaldentin bzw. Implantatoberflächen zählt hierzu die antimikrobielle photodynamische Therapie mit verschiedenen lichtaktivierbaren Wirkstoffen (Photosensitizern). Diese Techniken haben eine hohe Effektivität bei der Interaktion mit Biofilmen. Auch hochresistente Spezies können abgetötet werden, es zeigen sich bisher keinerlei Resistenzbildung. Der technische Aufwand für die klinische Anwendung dieser Therapiekonzepte konnte in den letzten Jahren insbesondere durch die Weiterentwicklung von Diodenlasern stark reduziert werden. Klinische Studien aus dem Gebiet der Endodontie und Parodontologie zeigen signifikante Erfolge. Auch im Bereich der bisher problematischen Periimplantitisbehandlung zeigen sich neue Möglichkeiten auf.
Die Grundlagen einer photothermischen bzw. antimikrobiellen photodynamischen Therapie soll vorgestellt werden. Im Vergleich zum konventionellen Vorgehen u.a. mit Antibiotika sollen Vor- und Nachteile dieser Techniken abgewägt und Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden.
Dr. Cornelia Frese
Heidelberg, Deutschland

Lebenslauf:
2001 - 2006 Studium der Zahnmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
2006 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde des Universitätsklinikums Heidelberg
2007 Promotion
2010 Ernennung zur Spezialistin der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) im Fach Zahnerhaltung (Präventiv-Restaurativ)
2010 Ernennung zur Funktionsoberärztin
2010 Erwerb des Zertifikaltes für Hochschuldidaktik Baden-Württemberg
2012 Leitung des Bereichs Patientenaufnahme und Primärversorgung an der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde des Universitätsklinikums Heidelberg
2012 Bestellung zur Oberärztin
Durch stetige Weiterentwicklungen auf dem Sektor der Adhäsiv- und Komposittechnologie ist es heute möglich selbst ausgedehnte Defekte im lasttragenden Seitenzahngebiet erfolgreich mittels direkter Restaurationen zu versorgen. Ausgedehnte Defekte im Seitenzahngebiet kommen in der täglichen Praxis recht häufig vor und die Restauration solcher Zähne stellt den Behandler vor technische Herausforderungen. Das Hauptanliegen der Patienten ist in erster Linie der langfristige Erhalt des Zahnes bei hohem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Allerdings ist eine Lösung mittels direkt applizierbarer Kompositmaterialien nach herkömmichen Techniken zur direkten Restauration oftmals nur unter erschwerten Bedingungen möglich. In diesem Beitrag werden Problemesituationen und Lösungsansätze im Kontext des zweiphasigen direkten Restaurationskonzepts (R2-Technik) erläutert. Zudem werden Tipps und Triks zur anatomischen Approximalkontaktgestaltung, zur Schichttechnik sowie zu Blutungskontrolle und Trockenlegung in schwierigen Behandlungssituationen gegeben.

G
assoz. Prof. Dr. Dr. phil. Roland Garve DTM&P
Lüneburg, Deutschland

Lebenslauf:
1976 - 1981 Zahnmedizinstudium in Greifswald
seit 1985 Forschungsreisen/Expeditionen in Neuguinea, Afrika und Südamerika, Zusammenarbeit mit Menschenrechts- u. Hilfsorganisationen(Cap Anamur) und Völkerkundemuseen, Autor zahlreicher Bücher und Fernsehfilmen über indigene Völker
2010 Beendigung Praxistätigkeit
seit 2011 Dozent für Ethno- Zahnmedizin an der Danube Private University Krems (DPU), Vorlesungstätigkeit EMA-Universität Greifswald und Bernhard-Nocht-Tropeninstitut Hamburg, 2012 Absolvierung Zusatzstudium in Tropenmedizin am BNI Hamburg
Heutzutage gibt es hinsichtlich der Maßstäbe für Ästhetik im orofazialen Bereich- besonders an den Zähnen- immer noch enorme Unterschiede zwischen den verschiedenen Völkern. Die indigenen Völker nehmen dabei sogar eine Sonderstellung ein. In ihrer oftmals archaischen "Parallelwelt" ist unsere moderne westlich geprägte und gesundheitsorientierte Vorstellung von Zahn-und Gesichtsästhetik nicht selten bedeutungslos und deshalb nicht anwendbar. Es bestehen alte traditionelle Grenzen, die wir nicht so einfach überschreiten können und respektieren sollten. Schönheit wird dort oft ganz anders definiert. Rituelle Deformierungen bei Naturvölkern geben nicht nur Auskunft über den Rang des einzelnen in der Gemeinschaft, über Geschlecht, Alter und Aufgabe oder welche Initiationsphase bereits absolviert wurde, sondern auch über die Stammeszugehörigkeit. Als aktuell politisches Beispiel dafür möchte ich die Dinka und Nuer im Südsudan anführen, die sich gegenseitig als Feinde anhand ihrer stammeseigenen Zahnlücken und Narbenmustern auf der Stirn erkennen und deshalb sogar bekämpfen. Obwohl es sich aus hiesiger Sicht eigentlich um Mutilationen handelt, die unserem medizinischen Ethos widersprechen, sind sie für viele traditionelle Völker als Symbol der Stammeszugehörigkeit dennoch sehr wichtig. Dazu zählen verschiedene rituelle Deformationsformen des Gebisses (Zuspitzung, Abrundung oder Amputation der Zahnkronen, Zacken- o. Lückenfeilung, Einschleifen von Mustern oder Dellen, Farbfeilungen, Schwarzfärben der Frontzähne, Ausbrechen einzelner Zähne, Verdrängen der Zähne aus ihrer Stellung, Metall- und Steineinlagen....)Auch im Gesicht und der Kopf-Hals- Region werden massive Manipulationen zwecks Verschönerung, optischer Verstärkung von Eigenschaften oder Verdeutlichung von Schmerzunempfindlichkeit vorgenommen. Beispiele dafür sind Holzpflöcke im Unterkiefer bei isolierten Amazonasindianern, gigantische Lippenteller bei den Surma in Äthiopien und schwere Halsspiralen aus Messing bei den Padaung in Burma. Durch Globalisierung und Migration kommen aktuell immer mehr Menschen auch aus indigenen und anderen Kulturkreisen mit ihren mythologischen und eigenen ästhetischen Vorstellungen und ethischen Normen nach Europa. Es ist daher empfehlenswert, dass Studierenden der Zahnmedizin/Medizin während ihrer Ausbildung auch Einblicke in das neue Fach EthnoZahnmedizin erhalten sollten
PD Dr. med. dent. Susanne Gerhardt-Szép MME
Mainz, Deutschland

Ziel des Workshops ist es über die aktuellen NKLZ-Prüfungsformate zu reflektieren. Im ersten Teil werden die theoretischen Hintergründe der einzelnen Prüfungssettings erläutert. Dabei geht es hauptsächlich um MC-Prüfungen, Strukturierte Mündliche Prüfungen, um Modified Essay Questions (MEQ), Key Feature-Prüfungen, OSCE und OSPE, Clinical Examination (CEx), Mini-CEx, Entrustable Professional Activities (EPA), Directly Observed Procedural Skills (DOPS), 360°-Evaluation und um Portfolio-basierte Prüfungen. In einem zweiten Teil des Workshops werden Step-by-Step-Anleistungen zur Umsetzung der o.g. Prüfungsformate gemeinsam erarbeitet, vorwiegend orientiert an den Lernzielen aus dem Kapitel 24 des NKLZ zum Thema Schmerz.


Mitglieder der Arbeitsgruppe, die den Workshop unter Frau PD Dr. Susanne Gerhardt-Szep (MME) gestalten:

PD Dr. Susanne Gerhardt-Szep (MME) / Frankfurt am Main
PD Dr. Arndt Güntsch /Jena
Prof. Dr. Peter Pospiech / Würzburg
Prof. Dr. Petra Scheutzel (MME) / Münster
Dr. Andreas Söhnel / Greifswald
ZA Torsten Wassmann / Göttingen
Dr. Tugba Zahn / Frankfurt am Main
Prof. Dr. Werner Geurtsen
Hannover, Deutschland

Dr. Juliane Gösling
Berlin, Deutschland

Lebenslauf:
Referentin der Abteilung Zahnärztliche Berufsausübung der Bundeszahnärztekammer
Der Vortrag beleuchtet die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit. Insbesondere wird dargestellt, welche Vorteile Selbstständigkeit bzw. das Angestelltenverhältnis bieten. Darüber hinaus werden auch die anderen Formen der gemeinschaftlichen Praxisführung miteinander verglichen. Welche Formen der Berufsausübung lassen sich beispielsweise besonders gut an die Bedürfnisse von jungen Zahnärzten, Zahnärztinnen und ihren Familien anpassen.
Die Referentin steht im Anschluss an die Diskussion noch für Rückfragen zur Verfügung
Prof. Dr. German Gomez-Roman
Deutschland

Lebenslauf:
1981 - 1986 Studium der Zahnheilkunde in Tübingen (Stipendiat der spanischen Königin Sofia)
1986 - 1988 Wiss. Angestellter an der Abt. für Zahnerhaltung der Universität Tübingen (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Dr. P. Riethe)
1988 Promotion zum Dr. med. dent. unter Leitung von Prof. Dr. Dr. P. Riethe, Tübingen
1988 - 1991 Weiterbildung zum Oralchirurgen an der Abteilung Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie und Parodontologie, unter Leitung von Prof. Dr. W. Schulte gleichzeitig Mitarbeit im Sonderforschungsbereich 175 Implantologie
1992 - 1996 Teilprojektleiter des Teilprojektes A3 "Kontrolle und Dokumentation" des Sonderforschungsbereichs 175 "Implantologie" und ab 1993 auch des Teilprojektes A7 "Chirurgie Dentaler Implantate, Kontrolle und Dokumentation" des Sonderforschungsbereichs 175 Implantologie
1994 - 1996 wiss. Angestellter der Abteilung für Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie
1996 Nach Abschluss des Sonderforschungsbereichs und Auflösung der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie und Parodontologie wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. H. Weber)
1998 Ernennung zum Oberarzt der Abteilung; Prüfungsberechtigung für Physikum und Staatsexamen; Leiter der Implantologie
2000 Zertifizierter Implantologie-Ausbilder des Bundesverbandes der niedergelassenen implantologisch tätigen Zahnärzte in Deutschland e.V. (BDIZ), des Bundesverbandes Deutscher Oralchirurgen (BDO), des Bundesverbandes Deutscher Ärzte für Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V., der Deutschen Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich (DGI) und der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGZI)
2000 Habilitation
2003 Lehrauftrag und Prüfer für Implantologie der DGI und der Steinbeishochschule Berlin
Prothetikspezialist der DGZPW
2006 Ernennung zum Professor
2008 Pressesprecher der DGI
2013 Fellowship ad Eundem des Royal Colleague of Surgeons of England
Prävention von Komplikationen in der Implantatprothetik
Die prothetische Behandlung mit Hilfe von Implantaten ist aus dem heutigen Therapiespektrum nicht mehr wegzudenken.
Nachdem die Implantat Operation durchgeführt, die künstlichen Zahnwurzeln eingeheilt und die prothetische Versorgung eingegliedert ist, kommt es vereinzelt zu Problemen und Komplikationen in der Funktionsphase.
In den meisten Fällen hätte man diese Komplikationen bei Beachtung der Grundregeln der Implantatprothetik sowie Berücksichtigung der Indikations- und Patientenbedingten Risikofaktoren vermeiden können.
Zu beachten sind unter anderem Implantatsystem bedingte, patientenindividuellen, mechanischen, biologischen, ästhetische und okklusale Risikofaktoren.
Bei Berücksichtigung der Schwachstellen und Fehlerquellen lassen sich durch einfach durchzuführende Maßnahmen Komplikationen weitestgehend Vermeiden.
Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz
Wiesbaden, Deutschland

Lebenslauf:
1981 Studium der Human- und Zahnmedizin, sowie Philosophie (Grundstudium) an der Johannes Gutenberg Universität, Mainz.
1986 Promotion zum Dr. med. dent.
1991 Zahnarzt für Oralchirurgie
1992 Promotion zum Dr. med.
1995 Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
1997 Zusatzbezeichnung Homöopathie
1999 Zusatzbezeichnung Plastische Operationen
1999 Habilitation, Venia legendi u. Priv.-Dozentur Universität Mainz
1999 - 2013 Schriftleitung "International Poster Journal for Dentistry and Oral Medicine IPJ"
2000 Miller-Preis der DGZMK
2001 Siebert-Preis der Stiftung Kinderkrebsforschung
2001 zertifizierter Tätigkeitsschwerpunkte Implantologie
2001 Ultraschall-Seminarleiter Sektion Kopf-Hals, DEGUM Stufe III
2002 wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift DZZ
2002 Referent der Konsensuskonferenz Implantologie von BDZI, DGMKG, BDO, DGI, DGZI
2004 zertifizierter Tätigkeitsschwerpunkt Funktionsdiagnostik/-therapie
2004 Schriftführer des Landesverbandes Hessen der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI e.V.)
2005 apl.-Professur Universität Mainz
2007 Fachkunde "Digitale Volumentomographie, DVT"
2012 Fellow des International Team for Implantology (ITI)
2015 Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI e.V.)
Samstag, 08.11.2014, 11:30 - 12:00
Prävention - Kiefernekrosen 
Traditionell war das Krankheitsbild der Kiefernekrose entweder eine seltene Ausnahme einer weit fortgeschrittenen Kieferostitis oder -osteomyelitis oder mit größerer Häufigkeit dem überschaubaren Patientenkollektiv der Kopf-Hals-Strahlentherapie (Osteoradionekrose) vorbehalten. Die Relevanz für die zahnärztliche Praxis war damit eher begrenzt. Diese Sichtweise hat sich seit der internationalen Erstbeschreibung der "Bisphophonat-assoziierten Kiefernekrose" in 2003 grundlegend geändert. Viele Patienten erhalten aus unterschiedlichen Gründen (Knochenmetastasten solider Tumor, primär maligne Knochentumoren, Osteoporose und andere Knochenstoffwechselstörungen) eine "antiresorptive Therapie" und tragen damit das Risiko der Kiefernekrose - auch im Rahmen zahnärztlicher Behandlung - mit sich. Unter der Begrifflichkeit "antiresorptive Therapie" wird heute die medikamentöse Behandlung mit verschiedenen Bisphosphonaten oder dem monoklonalen Antikörper Denosumab zusammengefasst. Gemeinsam ist beiden Medikamenten, dass sie einerseits eine positive Gewebebilanz im Knochen (insbesondere durch hemmende Effekte an den Osteoklasten) erzielen, andererseits aber mit schwierig zu therapierenden Kiefernekrosen (ONJ) assoziiert sein können. Vor diesem Hintergrund ist man bemüht, durch verbesserte interdisziplinäre Kommunikation zwischen Onkologen / Osteologen und Zahnärzteschaft, eine peritherapeutische Betreuung dieser Patienten zu etablieren. Die rezente S3-Leitlinie aus 2012 setzt sich konkret die Minderung des ONJ-Risikos durch Prophylaxe, Prävention und Früherkennung zum Ziel. In diesem Spannungsfeld kommt auch der Implantatindikation eine besondere Bedeutung zu.
Knut A. Grötz, Wiesbaden
Prof. Dr. mult. Dominik Groß
Aachen, Deutschland

Lebenslauf:
1989 zahnärztliche Prüfung
1990 Magister Artium (Geschichte, Philosophie und Archäologie)
1990 - 1996 Zahnarzt im Universitätszahnklinikum Ulm
1991 Promotion Zahnmedizin
1993 Promotion (Geschichte, Philosophie und Archäologie)
1999 Habilitation in Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
2000 Ärztliche Prüfung (Humanmedizin)
2000 - 2005 Privatdozent in Würzburg und Ulm
2000 - 2005 Zahnarzt in einer Gemeinschaftspraxis
2001 Promotion (Humanmedizin)
2008 Leitung des Klinischen Ethik-Komitees des Universitätsklinikums Aachen
2010 Leitung des nationalen "Arbeitskreis Ethik" (AKE) der "Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde" (DGZMK).
2012 Aktuelle Buchpublikation: "Ethik in der Zahnmedizin" (Quintessenz)
Menschen mit Migrationshintergrund haben im Durchschnitt erheblich größere Gesundheitsprobleme als die deutschstämmige Bevölkerung. Auch im Hinblick auf den Parameter Zahngesundheit schneiden Migranten in Deutschland deutlich schlechter ab als Menschen ohne Migrationshintergrund. So zeigen Kinder und Jugendliche von Eltern mit ausländischer Staatsbürgerschaft eine mehr als doppelt so hohe Kariesprävalenz wie ihre deutschen Altersgenossen. Migranten und Personen mit Migrationshintergrund sind zudem durchschnittlich schlechter über bestehende Angebote im Bereich der Prophylaxe und gesundheitsfördernde Leistungen informiert als deutschstämmige Bürger, wogegen sie häufiger Notfall- und Akutversorgungen in Anspruch nehmen.
Vor diesem Hintergrund verfolgt der Vortrag das Ziel, die allgemeinen und individuellen Bedürfnisse von Patienten mit Migrationshintergrund, mögliche ethische Fallstricke sowie konkrete Eckpunkte und Eckpunkte eines kultursensiblen Umgangs mit Migrationspatienten näher zu beleuchten.
Prof. Dr. Daniel Grubeanu
Deutschland

Lebenslauf:
1992 - 1996 Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung, "Hochbegabtenstipendium"
1996 Approbation als Zahnarzt
1996 Promotion in der Abteilung für Parodontologie, Leiter Prof. Raetzke
1998 Niederlassung als Vertragszahnarzt in der Gemeinschaftspraxis Dr.Block und Dr. Grubeanu
2000 - 2002 Hospitation an der Klinik für Zahn-, Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum RWTH Aachen
2002 Anerkennung der Zusatzbezeichnung "Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie" durch die Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz
2004 Anerkennung der Zusatzbezeichnung "Tätigkeitsschwerpunkt Oralchirurgie" durch die Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz
seit 2005 Referent für die Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie im Rahmen der Kollegenspezialisierung Continuum-DGI
2006 Wahl in den Landesvorstand der DGI-Rheinland Pfalz
2007 Wahl zum Vorsitzenden des Fortbildungsausschusses der Bezirkszahnärztekammer Trier; Supervisions- und Hospitationspraxis der DGI
seit 2007 Leiter der Anatomie-Kurse für die Landeszahnärztekammer, für die Bezirkszahnärztekammer und für die DGI mit Übungen am Humanpräparat
2008 Belegabteilung für Orale Chirurgie und Implantologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsklinik Johannes-Gutenberg, Mainz. Leiter: Dr. Daniel Grubeanu
2010 Lehrauftrag durch die Akademie Praxis und Wissenschaft/Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie/Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde für das Curriculum Implantologie
2011 Ernennung zum Gastprofessor / Visiting Professor an der Universität Szeged, Abteilung für Orale Chirurgie, mit Lehrauftrag für das Fach Implantologie. Dekan und Direktor: Prof. Dr. Katalin Nagy
2012 Ernennung zum Hochschuldozenten an der Hochschule Fresenius im Wahlpflichtbereich "Craniomandibuläre Dysfunktionen"
2014 Ernennung zum Professor an der Hochschule Fresenius, durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen
Das Ziel, die Implantologie in der eigenen Praxis zu etablieren führt nur dann zum Erfolg, wenn der
Behandler sich intensiv mit der Indikationserweiterung und Qualitätssicherung beschäftigt.

Achtung: Geänderte Vortragszeit Beginn 16:30 - Ende 17:15 Uhr!
PhD Reinhard Gruber
Bern, Schweiz

Lebenslauf:
Reinhard Gruber absolvierte das Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie, war Diplomand am Institut für Medizinische Chemie, Dissertant am Institut für Allgemeine und Experimentelle Pathophysiologie, und Post-Doc an der Abteilung für Rheumatologie der Medizinischen Universität Wien.
Im Jahr 1999 wechselte er an die Abteilung für Orale Chirurgie. Die Lehrbefugnis für "Zellbiologie" wurde ihm 2004 erteilt. Reinhard Gruber war Gastwissenschaftler am der Carnegie Mellon University in Pittsburgh und an der University of Michigan. Er war stellvertretender Direktor des Curriculums für Zahnmedizin und gründete das interdisziplinäre Doktorandenprogramm mit dem Titel "Bone and Joint Regeneration".

Im Jahr 2012 folgte Reinhard Gruber der Einladung das Labor für Oral Zellbiologie an den Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern zu leiten. In Bern baute er eine internationale Forschungsgruppe auf und etablierte eine fächerübergreifende Lehrveranstaltung zum Thema "Regenerative Dentistry" für Masterstudierende in Programm Biomedical Engineering.

Reinhard Gruber ist Editor-in-Chief des "International Journal of Stomatologie und Occlusion Medicine". Er ist im Editorial Board dreier internationaler zahnärztlicher Zeitschriften (Clin Oral Implants Res, Int J Oral Maxillofac Implants, BMC Oral Health). Reinhard Gruber ist im Stiftungsrat der Osteology Foundation und im erweiterten der Deutschen Gesellschaft für Osteologie. Er veröffentlichte 109 Arbeiten (Juli 2014; Scopus; h-index 23).
Reinhard Gruber folgt ab Oktober 2014 dem Ruf als Professur "Orale Biologie" an die Universitätszahnklinik Wien.
Das Labor für Orale Zellbiologie integriert drei Forschungsschwerpunkte, die thematisch die drei beteiligten Kliniken repräsentieren: "Speichel" (Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin; Prof. Lussi); Schmelzmatrixproteine (Klinik für Parodontologie; Prof. Sculean) und Knochen (Klinik für Oralchirurgie und Stomatologie; Prof. Buser). Sämtliche Forschungsthemen basieren auf klinischen Fragestellungen. (1) Wie reagieren die Fibroblasten der Gingiva auf Speichel bei eine Verletzung bzw. gibt es eine Einfluss von Speichel auf die Immunabwehr? (2) Worauf basiert die Wirkung der Schmelzmatrixproteine in vitro bzw. welche Rezeptoren vermitteln die komplexe Zellantwort? (3) Hat Knochen der zur Augmentation benützt wird auch eine Wirkung auf die umgebenden Zellen? Diese grundsätzlich simplen Fragen haben unsere Forschung inspiriert und zu durchaus erstaunlichen und möglicherweise auch klinisch-relevanten Ergebnissen geführt.

(1) Speichel kann beispielsweise die Bildung von Entzündungsfaktoren in Fibroblasten massiv steigern und, in einem anderen System, die Entstehung von Osteoklasten, unter Förderung von phagozytierenden Zellen, hemmen.
(2) Schmelzmatrixproteine können die Entstehung von Adipozyten unterdrücken und eine Vielzahl an Genen regulieren - und das über die TGF-beta Rezeptor I Kinase.
(3) "Bone conditioned medium" enthält alle Faktoren, die von Knochenchips freigesetzt werden. Die Wirkung auf Zellen ist vielfältig und umfasst Differenzierung und die Expression verschiedener Gene, ebenfalls unter Beteiligung der TGF-beta Rezeptor I Kinase.

Die zellulären Rationen auf die drei genannten Stimuli sind stark ausgeprägt. Trotzdem können wir nicht unmittelbar von in vitro Daten klinische Rückschlüsse ziehen. Die vorgestellten Daten sollen Grundlage für eine angeregte Diskussion sein und neue Fragen aufwerfen. Das Ziel ist es, gemäß dem Leitbild des Transdisziplinären Arbeitskreises Regenerative Medizin, aus den grundlegenden zellulären Reaktionen innovative klinische Forschungsansätze abzuleiten.
Dr. Stefan Grümer MSc
Mülheim, Deutschland

Lebenslauf:
1991 - 1992 Stabsarzt der Bundeswehr in Wetzlar
1992 - 1993 Assistenzzeit in verschiedenen Zahnarztpraxen in Deutschland
1993 - 1998 Gemeinschaftspraxis mit Dr. J. Poth in Essen
1998 - 2010 Niedergelassen in eigener Praxis in Mülheim/Ruhr
seit 2000 zertifizierter Spezialist Implantologie des BDIZ
seit 2008 Master of Science (M.Sc.) Laser Dentistry
2010 - 2011 Lehrtätigkeit als Ass. Professor in der Abteilung für Parodontologie und restaurative Zahnheilkunde an der RAK Medical Health Science University, Ras al Khaimah, VAE
2011 - 2013 Akademischer Mitarbeiter des AALZ, Aachen Dental Education Center auf dem Campus der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, verantwortlich für die klinische Ausbildung und Demonstration im Rahmen des Studienganges Master of Science Lasers in Dentistry der RWTH Aachen International Academy
seit 2013 Klinischer Leiter der zahnärztlichen Lehrpraxis an der Theaterstrasse der AICMed in Kooperation mit der Aachen Global Academy der RWTH Aachen

Veröffentlichungen/Vorträge:
Vortragstätigkeit seit 1991 in den Bereichen Laserzahnheilkunde, Implantologie, Parodontologie, Prophylaxe und Praxisorganisation
Verfasser wissenschaftliche Publikationen in internationalen Fachzeitschriften, Buchautor

Mitgliedschaften:
seit 1994 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde als Vizepräsident, z.Zt. Schatzmeister der Gesellschaft
seit 2006 Mitglied der WFLD, World Federation of Laser Denistry
seit 2016 Auditor der WFLD
Freitag, 07.11.2014, 16:00 - 16:30
Laserbasierte Parodontaltherapie - Ein evidenzbasiertes -State of the Art- Behandlungskonzept
Prof. Dr. Norbert Gutknecht
Aachen, Deutschland

Lebenslauf:
1983 - 1989 Studium der Zahnmedizin an der RWTH Aachen
1988 - 1992 Promotion zum Dr. med. dent. an der Klinik für Zahnerhaltung, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
1990 - 1998 Habilitation am Universitätsklinikum der RWTH Aachen mit dem Thema "Die Integration des Lasers in die Behandlung endodontischer Erkrankungen"
1992 - 1995 Master Degree of "Nd-YAG-Laser in Dentistry" an der UCSF (University California San Fransisco), USA
seit 2003 apl Professor an der RWTH Aachen University
seit 2004 Wissenschaftlicher Leiter des Masterstudiengangs "Lasers in Dentistry" an der RWTH Aachen MSc. in Laser Dentistry
seit 2005 Assoc. Editor in "Journal of Lasers in Medical Science", Springer, London UK
2005 - 2015 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde DGL
2008 - 2010 President World Federation for Laser Dentistry
seit 2010 CEO Chief Executive Officer World Federation for Laser Dentistry WFLD
seit 2012 Ehrenpräsident der World Federation for Laser Dentistry WFLD
Freitag, 07.11.2014, 14:30 - 15:00
Die Vorteile einer minimalinvasiven und schmerzfreien Kariesexkavation und Kavitätenpräparation

H
Dr. Cornelius Haffner
Deutschland

Die Bundesregierung hat mit dem Versorgungsstrukturgesetz (VStG) und dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) auf den demografischen Wandel und die zukünftigen Herausforderungen der Pflege reagiert. Ein wichtiges Ziel dieser neuen Regelungen ist die Sicherung einer regelgerechten Teilhabe der ambulanten und stationären Pflegebedürftigen an der ärztlichen Versorgung und die Verbesserung und Sicherung der Qualität. Auch die vertragszahnärztliche Versorgung von in erster Linie pflegebedürftigen Menschen und/oder Menschen mit Behinderungen soll in eine Kontinuität übergeführt werden, die ihren primären Ansatz in der dezentralen Versorgung hat, der orale Gesundheitszustand auch dieser Patientengruppe soll dauerhaft und nachhaltig verbessert werden und dabei gegenüber herkömmlichen Versorgungspfaden Kosten eingespart werden. Die Förderung der aufsuchenden Betreuung (§ 87 2i SGB V) und der Kooperationsvertrag zwischen einer Einrichtung und Zahnarzt koordinieren die (zahn)ärztliche und pflegerische Versorgung (§ 119b Abs.1 SGB V). Der Beitrag setzt sich mit ersten Erfahrungen der Neuregelungen auseinander und nennt Anforderungen für die praktische Umsetzung einer Kooperation aus Sicht der zahnärztlichen Versorgung aber auch der Pflege.
Prof. Dr. Petra Hahn
Deutschland

Ziel des Workshops ist es über die aktuellen NKLZ-Prüfungsformate zu reflektieren. Im ersten Teil werden die theoretischen Hintergründe der einzelnen Prüfungssettings erläutert. Dabei geht es hauptsächlich um MC-Prüfungen, Strukturierte Mündliche Prüfungen, um Modified Essay Questions (MEQ), Key Feature-Prüfungen, OSCE und OSPE, Clinical Examination (CEx), Mini-CEx, Entrustable Professional Activities (EPA), Directly Observed Procedural Skills (DOPS), 360°-Evaluation und um Portfolio-basierte Prüfungen. In einem zweiten Teil des Workshops werden Step-by-Step-Anleistungen zur Umsetzung der o.g. Prüfungsformate gemeinsam erarbeitet, vorwiegend orientiert an den Lernzielen aus dem Kapitel 24 des NKLZ zum Thema Schmerz.


Mitglieder der Arbeitsgruppe, die den Workshop unter Frau PD Dr. Susanne Gerhardt-Szep (MME) gestalten:

PD Dr. Susanne Gerhardt-Szep (MME) / Frankfurt am Main
PD Dr. Arndt Güntsch /Jena
Prof. Dr. Peter Pospiech / Würzburg
Prof. Dr. Petra Scheutzel (MME) / Münster
Dr. Andreas Söhnel / Greifswald
ZA Torsten Wassmann / Göttingen
Dr. Tugba Zahn / Frankfurt am Main
Prof. Dr. Bernd Haller
Ulm, Deutschland

Lebenslauf:
1977 - 1982 Studium der Zahnmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
1983 Promotion (Thema: Die gaschromatographische Bestimmung von Oxazepam, Chlordiazepoxid und Prazepam in Blutproben mittels Elektronen-Einfang-Detektor (ECD))
1983 - 1987 Assistent in der Abteilung Poliklinik für Zahnerhaltung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
1984 - 1985 Stabsarzt
1987 - 1995 Oberarzt in der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Julius-Maximilians- Universität Würzburg
1992 Habilitation (Thema: Mechanismus und Wirksamkeit von Komposit-Dentinhaftmitteln)
1993 Lehrbefugnis (Priv.-Doz.)
seit 1995 Ordinarius und Ärztlicher Direktor der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie, Universität Ulm
Minimalinvasive Restaurationstechniken sollen verhindern, dass bereits vorhandenen Zahnschäden weitere hinzufügt werden. Fälschlicherweise wird der Begriff "minimalinvasiv" oft auf die Präparation kleiner Kavitäten bei primären Kariesläsionen reduziert, was aber paradoxerweise dazu führen kann, dass kariöse Läsionen (minimal)invasiv angegangen werden, die gar keiner restaurativen Therapie bedürfen. Der Vortrag fasst deshalb den Begriff "minimalinvasive Restaurationstechnik" deutlich weiter, zumal damit im Grunde nichts anderes gemeint ist, als eine schonende Vorgehensweise in jeder einzelnen Phase der Restauration: von der Kavitätenpräparation und Kariesexkavation, über die Versorgung der Dentinwunde bis zur Defektfüllung. Dank der Fortschritte bei Adhäsiven und Kompositwerkstoffen, aber auch bei den Füllungstechniken, ist die Indikation für Inlays zugunsten direkter Restaurationen erheblich zurückgegangen. Bei der Kavitätenpräparation gilt das Hauptaugenmerk dem Schutz der Nachbarzähne, sei es durch Verwendung nicht-rotierender Präparationsinstrumente oder den Einsatz spezieller Hilfsmittel. Im Zusammenhang mit der Schonung gesunder Zahnhartsubstanz soll auch die kontroverse Frage diskutiert werden, wie viel kariös verändertes bzw. infiziertes Dentin exkaviert werden muss, und wie dies möglichst selektiv geschehen kann. Zu einer minimalinvasiven Vorgehensweise gehört neben der Schonung intakter Zahnhartsubstanz auch die Schonung der Pulpa. Der Vortrag wird daher die Möglichkeiten einer schonenden Behandlung der Dentinwunde aufzeigen, und auch, wie mithilfe geeigneter Füllungsmaterialien Zahnhartsubstanzschäden beim Legen der Füllung vermieden werden können. Anzustreben ist eine insgesamt hohe Qualität der Restaurationen, um erneute Eingriffe und damit verbundene Hartsubstanzverluste so lange wie möglich überflüssig zu machen. Schließlich soll das Potenzial von Teilkronen als Substanz schonende Alternative zu Vollkronen hervorgehoben werden.
Dr. Jan Hansmann
Deutschland

Freitag, 07.11.2014, 16:00 - 17:00
Tissue Engineering von komplexen und humanen Geweben 
Die Vaskularisierung von ex vivo hergestelltem Gewebe ist einen große Herausforderung. Komplexe Gewebekonstrukte, die eine Dicke von 100-200 μm überschreiten, brauchen ein Gefäßsystem, um Zellen mit Sauerstoff und mit Nährstoffen zu versorgen und Abfallprodukte zu beseitigen.
Auf Basis einer dezellularisierten jejunalen porcinen Trägerstruktur (biological vascularized scaffold - BioVaSc) entwickeln wir 3D vaskularisierte Gewebe. Während des Dezellularisierungsprozesses bleibt die Struktur des Kapillarnetzwerkes über eine zentrale Arterie und Vene funktionell erhalten und das Gewebe wird versorgt. Diese Matrix erlaubt die Herstellung eines funktionellen künstlichen Gefäßnetzwerkes und den Aufbau von vaskularisiertem Gewebe, beispielsweise der Trachea, des Knochens, der Haut, des Fettes, des Darms, der Leber und von Tumoren.
Solche Gewebe können in einer Vorstufe zum Tierexperiment verwendet werden; so für die Untersuchung der Penetration, der Verteilung und der Metabolisierung einer Substanz in verschiedenen Gewebeschichten. Mit Hilfe von geeigneten Markern lassen sich Fragestellungen hinsichtlich der Zellteilung, der Zelldifferenzierung und des Zelltodes (Nekrose, Apoptose) beantworten. In Gewebemodellen, die eine pathologische Situation widergeben, kann das Tumorpotenzial verwendeter Zellen charakterisiert, und die Entstehung und Entwicklung von Tumoren studiert werden.
Technologien für eine zerstörungsfreie Überwachung von Gewebeeigenschaften während der Reifung in vitro sowie nach der Implantation in vivo sind für die Beurteilung von Implantaten wichtig. Herkömmliche, invasive Methoden für die Analyse von Zellen und Matrixkomponenten in Geweben, wie die Histologie, die Immunhistochemie oder die Biochemie, führen zur Zerstörung dieser Konstrukte.
Zum Schluss der Präsentation wird eine Übersicht über zerstörungsfreie Methoden gegeben, die es erlauben, komplexe Implantate zu charakterisieren. Unser Team fokussiert dabei auf die Impedanz- und Raman-Spektroskopie.
Arthur Heinitz
Deutschland

Samstag, 08.11.2014, 10:15 - 10:30
Arbeit des BdZM - ein Rückblick
Prof. Dr. Elmar Hellwig
Freiburg, Deutschland

Lebenslauf:
1973 - 1978 Studium der Zahnheilkunde an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
1979 - 1984 Wissenschaftlicher Angestellter in der Abteilung für Zahnerhaltung des Med. Zentrums für ZMK der Philipps-Universität Marburg
1981 Promotion
1988 Habillitation
1993 Ärztlicher Direktor der Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Department für ZMK-Heilkunde der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
1998 - 2001 Studiendekan Zahnmedizin
1999 - 2003 Prodekan der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
2000 - 2002 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung
2005 - 2009 Geschäftsführender Direktor des Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Freiburg
2013 Geschäftsführender Direktor des Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Freiburg
2013 Prodekan der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Freitag, 07.11.2014, 11:30 - 12:00
Fluoride - gibt es Alternativen? 
Nicht bei jedem Patienten kann die Kariesentstehung und -progression durch lokale Fluoridierungsmaßnahmen allein aufgehalten werden. Deshalb stellt sich immer häufiger die Frage, ob es zusätzliche bzw. alternative Mittel zur Kariesprävention gibt. Zur Beantwortung dieser Frage muss man die Kariesaktivität, die Karieslokalisation und die Gründe für die Kariesentstehung berücksichtigen. So lassen sich, mit Verfahren zur chemischen Plaquereduktion, Wurzelkaries und Karies in den Fissuren durchbrechender Zähne verhindern. Neu entstandene approximale und okklusale initiale Kariesläsionen können in ihrer Progression durch Kariesinfiltrationsverfahren aufgehalten werden. Für Patienten mit Mundtrockenheit können zusätzlich zu Fluoridpräparaten kalziumphosphathaltige Produkte zum Einsatz kommen. Auch Speichelstimulation kann hier ein probates Mittel sein. Für eine alleinige, mechanische Biofilmentfernung ist die Evidenz bezüglich der kariesreduzierenden Wirkung aus klinischen Studien schwach. Allerdings zeigt sich beim Einsatz von fluoridhaltigen Zahnpasten zur Mundhygiene eine gute Evidenz für einen kariespräventiven Effekt. Für andere Verfahren, wie zum Beispiel den Einsatz xylithaltiger Präparate, nanopartikelhaltiger Zahnpasten bzw. Mundspüllösungen usw., gibt es keine ausreichende Basis hinsichtlich einer kariespräventiven Effektivität.
Prof. Dr. Katrin Hertrampf MPH
Kiel, Deutschland

Lebenslauf:
1988 - 1994 Studium der Zahnmedizin und Approbation, Philipps-Universität Marburg
1996 - 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klink für Zahnärztliche Propädeutik und Kiefer-Gesichts-Prothetik im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Philipps-Universität Marburg
1997 Promotion zum Dr. med. dent
2000 - 2001 Berufsbegleitende Teilnahme an dem Studienprogramm "Klinische Evaluation"
2002 Ernennung zur Oberärztin
2002 - 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Oberärztin (int.) in der Klinik für Alters- und Behindertenzahnmedizin im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Zürich, Schweiz
2004 - 2006 Studium "Master of Public Health" in englischer Sprache an der Universität für Angewandte Wissenschaften, Hamburg
2007 - 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel
2011 Verleihung des Jahrespreises 2009/2010 des Konrad-Morgenroth-Fördergesellschaft e.V.
2012 Verleihung der Venia legendi für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2013 Förderpreis der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals
2014 Professur für "Prävention und Versorgung in der Zahnheilkunde" der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Medizinische Fakultät, Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Weiteres:
Mitglied der nationalen Expertengruppe der 5. Deutschen Mundgesundheitsstudie
Arbeitsgruppenleiterin AP "Prävention und Gesundheitsförderung" des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Zahnmedizin
Mitglied der nationalen Arbeitsgruppe Zahnmedizin der Nationalen Kohorte (P 13)
Chair "special interest group oral cancer" der European Association of Dental Public Health
Einleitung: Bei etwa 13.000 Menschen wird in Deutschland jedes Jahr die Diagnose Tumor in der Mundhöhle und im Rachenraum gestellt. Die Mehrheit der Betroffenen stellt sich nach wie vor erst in einem fortgeschrittenen Tumorstadium vor. Eigene Ergebnisse einer ersten repräsentativen Stichprobe und eine weiterführenden Zielgruppenanalyse innerhalb Schleswig-Holsteins zeigten, dass der Tumor der Mundhöhle bei der Bevölkerung nahezu unbekannt ist. Daher wurde eine zeitlich und inhaltlich aufeinander aufbauende umfassende Bevölkerungskampagne mit wissenschaftlicher Begleitevaluation in Schleswig-Holstein als Modellprojekt für Deutschland im April 2012 gestartet. In der Kampagne werden settingbezogene und interpersonale Kommunikation eng mit (massen-) medialen Kommunikationswegen verzahnt.
Methoden: Im März 2012 vor Kampagnenstart (Nullmessung) und im November 2012 und 2013 (Zwischenmessungen) erfolgte im Rahmen einer Prozessevaluation die Ziehung einer für die Bevölkerung ab 50 Jahren (Kampagnenzielgruppe) repräsentativen Stichprobe (N=500) in Form eines computergestützte telefonische Interviews. Der Fragenkatalog umfasste neben verhaltens- und wissensbezogenen, soziodemographischen und sozioökonomischen Fragen zielgruppengerichtete Fragen zur verschiednen Bereichen der Wahrnehmung. Die Kampagnenbotschaften, Kommunikationsmittel und klinische Parameter sowie deren Wirksamkeit werden prozessbegleitend systematisch evaluiert und abschließend nach Kampagnenende nach dem Konzept der summativen Evaluation ausgewertet. Im Rahmen des Vortrages werden Ergebnisse der Prozessevaluation vorgestellt.
Ergebnisse: In der Prozessevaluation zeigten sich eine Steigerung der Wahrnehmung der Erkrankung und des Themas Mundkrebs als Medienthema. Innerhalb der Zielgruppe war diese Veränderung der Wahrnehmung am stärksten ausgeprägt. Die klinischen Parameter und die Ergebnisse zur Einbindung der Berufsgruppen werden nach dem Stand der Auswertbarkeit im Rahmen einer Prozessevaluation vorgestellt.
Schlussfolgerung: Die Prozessevaluationen zeigten eine deutlich höhere Aufmerksamkeit für das Thema Mundkrebs. Der Vergleich innerhalb der soziodemografischen und sozioökonomischen Subgruppen zeigte die stärkste generelle und medienbezogene Steigerung der Aufmerksamkeit innerhalb der Zielgruppen.
Prof. Dr. Reinhard Hickel
München, Deutschland

Lebenslauf:
1955 Geboren, verheiratet mit Fr. Dr. Rita Hickel, 3 Kinder
1975 - 1980 Studium
1981 Promotion
1986 OA-Ernennung
1988 Habilitation
1989 - 1993 Vorstandsmitglied (Generalsekretär) der VHZMK (Vereinigung der Hochschullehrer ZMK-heilkunde)
1990 - 1991 C3-Professur Uni Erlangen-Nürnberg
seit 1992 Ordinarius und Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie und Kinderzahnheilkunde, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München
1996 - 2000 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)
1997 - 1999 stellv. Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums (alle Medizin. Kliniken)
2001 - 2003 Präsident der European Federation of Conservative Dentistry (Vereinigung der nationalen wissenschaftlichen Fachgesellschaften Europas)
2001 - 2005 Vorstandsmitglied der Academy of Dental Materials
2005 - 2010 Mitglied im Vorstand der Bayr. Landeszahnärztekammer
2006 - 2008 Präsident der Vereinigung der Hochschullehrer ZMK-Heilkunde (VHZMK)
seit 2008 Präsidiumsmitglied des deutschen Medizinischen Fakultätentages (MFT)
seit 2008 Mitglied der Bund-Länder-Kommission Approbationsordnung für Zahnärzte
seit 2008 Ehrenmitglied der deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)
2008 - 2010 Präsident der IADR-CED (Internat. Association for Dental Research, europäische Division)
seit 2009 Leiter der Akademie für Ausbildung in der Hochschulmedizin (AHM) der 36 medizinischen Fakultäten Deutschlands incl. Master of Medical Education
seit 2009 Mitglied der Bund-Länder-Kommission ApprO Zahnmedizin
seit 2010 Präsident der europäischen Academy of Operative Dentistry
2010 Ehrenmedaille der DGZMK 2010 goldene Ehrennadel der Bayr. Landeszahnärztekammer
seit 2010 Leitung des Lenkungsauschusses NKLM (nationaler kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin)
seit 2011 Leitung des Lenkungsauschusses NKLZ (nationaler kompetenzbasierter Lernzielkatalog Zahnmedizin)
2012 Hollenback-Award der American Academy of Operative Dentistry (bester Wissenschaftler)
2013 Ryge-Mahler-Award der IADR Dental Materials Group (Auszeichnung für beste klinische Forschung)
seit 2013 stellv. Ärztl. Direktor des Universitätsklinikums München Über 400 Publikationen, 5 Bücher, über 20 Buchkapitel Mitglied des wissenschaftlichen Beirats 12 internationaler Zeitschriften Zahlreiche Preise dt. und internation. Gesellschaften Forschungsschwerpunkt: Neue Restaurationsmaterialien (vor allem Komposite, GIZ, Komposite- und Keramik-Inlays, Veneers, CAD/CAM-Systeme), minimal-invasive Zahnheilkunde
Die Lebensdauer von Restaurationen wird in der Regel von drei Hauptfaktoren beeinflusst: dem Patienten, dem Behandler und dem Material. Bezüglich der Restaurationsmaterialien sind die Fehlerursachen und -häufigkeiten bei den verschiedenen Materialgruppen zwar unterschiedlich, am häufigsten aber sind Sekundärkaries und Frakturen.

Bis noch vor wenigen Jahren wurden defekte Restaurationen fast immer vollständig ausgetauscht, eine Reparatur wurde oft als Pfusch angesehen. Heute gibt es wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Reparaturen häufig der bessere Weg sind mit Schonung von Zahnhartsubstanz und Pulpa im Vergleich zur Erneuerung.

Im Falle der Diagnose einer nicht perfekten Restauration stehen dem Zahnarzt prinzipiell vier Optionen zur Auswahl: Monitoring (ohne Behandlung), Überarbeitung/Politur, Reparatur und komplette Erneuerung.

Welche Vorgehensweise gewählt wird, hängt v.a. vom Defektausmaß und der Zugängigkeit ab, des Weiteren vom Zustand von Zahn und Restauration und der gesamten Mundhöhle (Karies- und Parodontitisrisiko, allgemeinmedizinische Faktoren etc.).

Der Vortrag gibt eine Übersicht über die möglichen Techniken und wie der Verbund zu den verschiedenen Materialtypen (Gold, Keramik, Komposit) hergestellt werden kann. Eine Analyse zur Lebensdauer und der Misserfolge zur Vermeidung von Fehlern rundet den Vortrag ab.
Clemens Hoppe
Bad Harzburg, Deutschland

Lebenslauf:
1972 - 1975 Zahntechnikerausbildung
1977 - 1982 Studium der Zahnmedizin
1982 Staatsexamen mit Diplom an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
1982 - 1989 Zahnarzt in der stomatologischen Poliklinik Magdeburg-Nord
1984 Aufbau erster Strukturen und Beginn der Betreuung multimorbider Patienten in stationärer und häuslicher Pflege
1986 Fachzahnarzt für allgemeine Stomatologie
seit 1990 in eigener Praxis in Bad Harzburg niedergelassen
2008 Curriculum Alterszahnmedizin und Pflege der APW und der DGAZ
2008 intensiver Aufbau der Strukturen zur Betreuung multimorbider Patienten in stationärer und häuslicher Pflege, im Landkreis Goslar
2009 Mitarbeit Runder Tisch Honorarreform in der geriatrischen Zahnmedizin der DGAZ
2010 Spezialist für Seniorenzahnmedizin
2010 Eintritt in den Arbeitskreis Ethik der DGZMK
seit 2011 regelmäßige Schulungen und Workshops von Pflegekräften und deren Angehörigen
2012 Projekt mit der BKK Wolfsburg und der Stadt Wolfsburg über Verbesserung der Mundhygiene von Patienten in der Pflege
2014 Referent für Alterszahnmedizin für die Kreisstelle Goslar der ZKN
2015 wissenschaftliche Leitung 25.Jahrestagung der DGAZ
Über mehrere Jahre hat unser Praxisteam nur auf Anforderung ein Seniorenheim aufgesucht und im Durchschnitt wurden zweimal pro Woche ein Hausbesuch durchgeführt. Unser Praxisteam hat dann in 2009 ein Konzept zur Verbesserung der Mundhygiene der Bewohner dieser Einrichtung erarbeitet. Die Patienten wurden zuerst in zwei Gruppen eingeteilt:
gehfähige versus nicht gehfähige Patienten. Nach Einwilligung des Patienten, der Angehörigen oder der Betreuer über freiwillige Teilnahme an diesem Projekt, wurde ein
Informationsnachmittag durchgeführt und das Projekt vorgestellt. Es erfolgte eine gründliche Erstuntersuchung mit ausführlichen Anamnesen. Danach wurden weitere Gruppen eingeteilt:
Selbstständige Durchführung der Mundhygiene auch bei vorhandenen Zahnersatz, Mundhygiene mit Unterstützung und Mundhygiene als Fremdleistung.
Ein Schulungsprogramm für das Pflegepersonal über Mund,- und Zahnersatzhygiene ist mit
der Heim,- und Pflegedienstleistung auf den Weg gebracht worden. Die Durchführung der Schulung erfolgte in mehreren Terminen. Nachschulungen auch bei Personalwechsel erfolgte
in Absprache mit der Heim,- und Pflegedienstleitung, regelmäßig.
Fazit:
Die Mund,- und Prothesenhygiene hat sich spürbar verbessert. Neue Bewohner wurden immer wieder aufgenommen, wenn sie der Teilnahme an dem Projekt zugestimmt haben.
Der Recall fand halbjährlich statt. Akute Schmerzfälle sind sehr viel weniger geworden. Kostensenkung bei Reparaturen oder Neuanfertigung von Zahnersatz durch konsequentes Führen des Bonusheftes bei gesetzlich versicherten Patienten.
Nach den neuen Bestimmungen des SGB V wird dieses Projekt inzwischen mit einem festen Kooperationsvertrag nach § 119b SGB V weitergeführt.
Mit diesem Beitrag kann gezeigt werden, dass ein Zahnarzt in der Niederlassung mit einer
gerostomatologischen Fortbildung in der Senioreneinrichtung auch einen Beitrag zu der
Verbesserung der Mundhygiene in seiner Einrichtung leisten kann.

I
Priv. Doz. Dr. Gerhard Iglhaut
Deutschland

Lebenslauf:
Priv. Doz. Dr. Iglhaut studierte Zahnmedizin in den Jahren 1977-1982 an der Justus Liebig Universität in Giessen. Im Anschluss war er für drei Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Oralchirurgie selbiger Universität unter Leitung von Prof. H. Kirschner und erlangte die Zusatzbezeichnung Oralchirurgie, später Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie (DGI) und Spezialisten der Parodontologie (EDA). Seit 1987 ist er in freier Praxis in Memmingen niedergelassen.

Priv. Doz. Dr. Iglhaut referiert national und international in den Bereichen Implantologie, Parodontologie, plastische Parodontalchirurgie and parodontale Mikrochirurgie, gehört dem Lehrkörper der APW/DGI im Rahmen der Curricula Implantologie, Ästhetische Zahnheilkunde und Restaurative Zahnheilkunde an.

Er ist Mitglied in zahlreichen zahnärztlichen Organisationen, u.a. American Academy of Esthetic Dentistry, American Academy of Restorative Dentistry, American Academy of Periodontology, European Academy of Osseointegration, Deutsche Gesellschaft für Implantologie, Deutsche Gesellschaft für Parodontologie und Neue Gruppe.

2004 wurde er in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (Fortbildungsreferent) gewählt und ist Past Präsident der DGI. Seit 2005 ist er Dozent an der Steinbeis-Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der DGI für den Studiengang Master of Science in Implantology, seit 2008 Dozent an der Georg-August-Universität in Göttingen.
Samstag, 08.11.2014, 11:30 - 12:00
Prävention von periimplantären Rezessionen 
Innovative Entwicklungen in den letzten zwei Dekaden lassen Hart- und Weichgewebsaugmentationen durchführen, die den breiten Einsatz Implantat getragener Restaurationen in ästhetisch relevanten Bereichen ermöglichen. Als Voraussetzungen für erfolgreiche Therapien erweist sich die geschlossene Wundheilung, wodurch hohe Ansprüche an das Weichgewebsmanagement gestellt werden. Mit neuen Techniken zum Strukturerhalt von Hart- und Weichgewebe des Alveolarfortsatzes sollen umfangreiche augmentative Maßahmen vermieden werden. Als zentrales Thema stellen sich resorptive Knochenumbauvorgänge im Bereich der bukkalen Knochenwände dar. Der Vortrag fokussiert auf aktuelle Möglichkeiten und Grenzen der Weichgewebstechniken zum Strukturerhalt und -aufbau der Alveole und des Alveolarfortsatzes.

J
Prof. Dr. Dr. Siegfried Jänicke
Osnabrück, Deutschland

Lebenslauf:
1975 - 1984 Medizin- und Zahnmedizinstudium Universität Mainz
1981 Ärztliche Approbation
1982 Promotion Medizin
1984 Zahnärztliche Approbation
1984 Beginn der Facharztausbildung Universitätsklinik Mainz
1987 Promotion Zahnmedizin
1989 Arzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
1991 Zusatzbezeichnung "Plastische Operationen"
1992 Oberarzt der Klinik für MKG-Chirurgie, RWTH Aachen
1997 Habilitation
1999 Einsatzleitung INTERPLAST-Ärzteteams (auch 2000, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008)
2000 Stellvertr. Direktor Klinik Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universitätsklinik RWTH Aachen
2001 Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie
2003 Ernennung zum Professor
2007 Berufung zum Ärztlichen Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, Plastisch-Ästhetische Operationen am Klinikum Osnabrück

Chirurgische, wissenschaftliche Schwerpunkte:
  • Tumorchirurgie
  • Präprothetische Chirurgie und Implantologie
  • Lippen-Kiefer-Gaumenspaltchirurgie
  • Plastisch-Ästhetische Chirurgie
  • Lasermedizin
Freitag, 07.11.2014, 15:00 - 15:30
Lasereinsatz in der Oral- und Kieferchirurgie - eine Standortbestimmung
Prof. Dr. Dr. Sören Jepsen
Bonn, Deutschland

Lebenslauf:
1982 - 1985 nach dem Studium der Zahnmedizin, später der Medizin an der Universität Hamburg, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abt. Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde an der Universität Hamburg
1987 - 1988 Postgraduate-Programm Parodontologie (DAAD-Stipendium), Loma Linda University (LLU), Kalifornien, USA
1989 Praxisvertretung in Hamburg
1990 US-Certificate in Periodontics
1990 - 1991 Postdoktorand (DFG-Stipendium) im Laboratory for Mineral Metabolism und Master of Science-Programm (Parodontologie/Implantologie) an der LLU
1992 - 2002 Oberarzt in der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie an der Universität Kiel
1997 Eugen-Fröhlich-Preis der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP)
1998 - 2006 Vorstandsmitglied der DGP
1999 Diplomate of the American Board of Periodontology
2002 Ruf auf den Lehrstuhl (C4) für Zahnerhaltung und Parodontologie an der Universität Bonn, Direktor der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2002 - 2008 Research Committee der European Federation of Periodontology (EFP)
2005 Gewähltes Mitglied der Leopoldina (Deutsche Nationale Akademie der Wissenschaften)
2007 Cochrane-Preis für Evidenzbasierte Zahnmedizin, Ruf an die Universität Bern, Schweiz
seit 2008 Sprecher der DFG-Klinischen Forschergruppe 208 ("Ursachen und Folgen von Parodontopathien") an der Universität Bonn
seit 2012 Vorstandsmitglied der EFP Weitere Tätigkeiten: Associate Editor des Journal of Clinical Periodontology Editoral Board: Clinical Oral Implants Research, European Journal of Implantology, Chinese Journal of Dental Research, Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift, Parodontologie
Freitag, 07.11.2014, 11:30 - 12:00
Prävention durch Identifikation von Risiken 
Die Parodontitis ist eine komplexe multifaktorielle Erkrankung, deren Entstehung und Verlauf entscheidend von einer Reihe von Risikofaktoren wie z.B. Rauchen, Diabetes und genetischer Disposition mitbestimmt wird. Es stellt sich die Frage, ob sich die Prävention dieser hochprävalenten Erkrankung durch Identifikation dieser Risiken im Sinne einer personalisierten Medizin verbessern lässt, und so beschränkte Resourcen für die Prävention zielgerichteter eingesetzt werden könnten. Aktuelle Studien zeigen in der Tat, dass Zahnverluste bei Patienten einer Hochrisikogruppe durch häufigere Prävention reduziert werden konnten, während dies bei Patienten mit niedrigem Risiko nicht der Fall war. Auch in der Prävention des Wiederauftretens parodontaler Erkrankungen durch unterstützende Parodontitistherapie spielt ein System zur parodontalen Riskoerfassung (PRA = Periodontal Risk Assessment) mittlerweile eine wichtige Rolle und sein Wert ist durch Langzeitstudien belegt.
Prof. Dr. Hans-Peter Jöhren
Bochum, Deutschland

Lebenslauf:
1989 Approbation und Promotion an der Johannes Gutenberg Universität zu Mainz
1989 - 1992 Weiterbildung Oralchirurgie, Abteilung für MKG-Chirurgie, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen
seit 1992 kontinuierlicher Lehrauftrag in Witten//Herdecke u.a. für zahnärztliche Radiologie
1993 OA
1996 Ltd. OA der Zahnklinik Witten Herdecke
1997 - 2001 Leiter der Universitätszahnklinik Witten Herdecke
2000 Habilitation
2001 Gründung der Zahnklinik Bochum der Augusta-Kranken-Anstalt und des Therapiezentrum für Zahnbehandlungsangst
2001 - 2006 1. Vorstand des AK Psychologie und Psychosomatik der DGZMK
2006 APL-Professur in dem Fachgebiet Zahnärztliche Radiologie

Schwerpunkte:
• über 300 Internationale und nationale Vorträge und Publikationen
• Wissenschaftliche Arbeitsgebiete: Zahnbehandlungsangst, Schmerz, Implantologie und Psychosomatik
Freitag, 07.11.2014, 11:00 - 12:30
Zahnbehandlungsangst - State of the Art 
Inhalt des Kurses sind aktuelle, epidemiologische Daten und Untersuchungen zur Diagnostik und Therapie von Zahnbehandlungsangst, sowie Verfahren zur Erkennung der krankhaften Angst vor der Zahnbehandlung (Zahnbehandlungsphobie) und ihrer Differentialdiagnosen. Vor allem diese Abgrenzung der sehr spezifischen Angsterkrankung von der "normalen" Angst wird mit verschiedenen, diagnostischen Methoden vorgestellt.
In dem praxisbezogenen, therapeutischen Abschnitt werden alternative schmerz- und angstbeeinflussende Verfahren von Ablenkung durch Musik und Videos, über Akupunktur und Hypnose bis hin zu psychotherapeutischen Verfahren (siehe 2. Teil Dr. Wannemüller) vorgestellt und kritisch bewertet, wobei die Evidenzbasierung ein wichtiges Beurteilungskriterium darstellt.
Aus dem medikamentösen Bereich werden Prämedikation mit Benzodiazepinen und die Behandlung ängstlicher Patienten unter Intubationsnarkose, Lachgas und ihre Voraussetzungen für die ambulante Zahnmedizin abgehandelt. Mit Tipps und Tricks für die alltägliche, zahnärztliche Arbeit wird der Kurs schliessen.
Prof. Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann
Berlin, Deutschland

Lebenslauf:
1985 Nach dem Studium der Zahnheilkunde an der Freien Universität Berlin folgte zunächst eine Tätigkeit in freier zahnärztlicher Praxis und anschließend ein Wechsel in die Abteilung für Zahnärztliche Prothetik der Freien Universität Berlin.
1986 Auf die Promotion folgte eine wissenschaftliche Mitarbeit an der Abteilung für Kieferorthopädie an der Freien Universität.
1990 - 1991 einjähriger Forschungsaufenthalt an der Kyushu University in Fukuoka (Japan)
seit 1991 Fachzahnarzt für Kieferorthopädie
1997 Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin
2004 Annahme des Rufs auf die Professur für Kieferorthopädie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin
seit 2009 Direktor der Abteilung für Kieferorthopädie, Orthodontie und Kinderzahnmedizin
2010 Ernennung zum Wissenschaftlichen Direktor des Charité-Centrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2013 Verleihung der Ewald-Harndt-Medaille

Hauptarbeitsgebiete:
Werkstoffkunde und Prophylaxe
(Mit)Autor von über 160 Artikeln und Buchbeiträgen sowie zweier Bücher
Samstag, 08.11.2014, 13:30 - 14:00
Prävention von Sportverletzungen 
Abgebrochene Zähne wachsen - anders als Knochen - nicht wieder zusammen.
Die Folgekosten ausgeschlagener Zähne summieren sich im Laufe des Lebens zu einem 5-stelligen Betrag.
Ein Mundschutz verhindert nicht nur abgebrochene und ausgeschlagene Zähne.
Er schützt auch vor Verletzungen der Lippen, Wangen, Zunge und Kiefer(gelenke).
Mit Mundschutz kommt es auch deutlich seltener zu Gehirnerschütterungen.
Jeder Sportmundschutz ist besser als kein Mundschutz, aber nur ein bequemer und gut haltender Mundschutz wird auch getragen. Die Industrie bietet eine Vielzahl konfektionierter Mundschutztypen an, aber weder der Verkäufer in einem Sportgeschäft noch der Sportler sind qualifiziert, einen nicht gut passenden Mundschutz zu adaptieren. Und was tun, wenn Sportler noch wachsen oder eine Zahnspange bzw. Zahnersatz tragen? Hier sind individuelle Lösungen gefragt, die Zahntechniker und Zahnärzte jeden Tag produzieren. Wenn man jedoch Leistungssportler befragt, wen Sie als Sportmundschutz-Spezialisten ansehen, so lautet die Antwort: mein Trainer.
Damit in Zukunft weniger Zähne durch Sportunfälle verloren gehen, wird Sie dieser Vortrag zu Spezialisten machen, damit Sie schon morgen jeden Patienten fragen, welchen Sport er treibt, und ihm individuell kompetente Beratung und Versorgung anbieten (können).

K
Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke
Hamburg, Deutschland

Lebenslauf:
1985 Promotion nach Studium der Zahnheilkunde an der Justus-Liebig-Universität in Gießen
1986 Abschluss der Weiterbildung zur Kieferorthopädin an der Universität zu Köln
1992 Studienaufenthalt am University of Connecticut Health Center
1994 Habilitation
seit 1998 Direktorin der Poliklinik für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
seit 2002 Ärztliche Leiterin des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (UKE)
2002 Präsidentin der Jahrestagung der DGKFO in Hamburg
seit 2003 2. Vorsitzende des IUK, jetzt GBO
2005 - 2009 Präsidentin der DGKFO
2005 - 2011 Ombudsperson des Ombudsgremiums der Universität Hamburg
2007 "Arnold-Biber-Preis", gestiftet von DENTAURUM für die Forschung an dem Projekt "Dreidimensionale mikro-computertomographische Analyse der humanen Sutura palatina mediana in Abhängigkeit vom Alter" durch Korbmacher, H. and Kahl-Nieke, B.
2007 - 2009 Prodekanin für Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg
seit 2008 Mitglied im Netzwerk des europäischen Erasmus-basierten kieferorthopädischen Programms
seit 2008 - 2014 Vizepräsidentin der FEO
2009 "Lehrerin des Jahres"
2010 - 2015 Mitglied des WFO-Rates
seit 2013 Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)

Autorin:
"Einführung in die Kieferorthopädie"

Wissenschaftliche Schwerpunkte:
  • KFO-Frühbehandlung inkl. Funktionsdiagnostik und -therapie
  • Klasse III-Anomalien
  • LKG-Spalttherapie
  • FKO bei juveniler idiopathischer Arthtritis
  • Kiefergelenkfraktur und hemifazialer Mikrosomie
  • Rezidive und Retention
Freitag, 07.11.2014, 08:15 - 09:30
Kongresseröffnung
Samstag, 08.11.2014, 10:00 - 10:15
Begrüßung
Samstag, 08.11.2014, 14:30 - 15:00
Die Entfernung der dritten Molaren als präventive Maßnahme gegen Frontengstand? Ein Dauerbrenner
Prof. Dr. Matthias Kern
Kiel, Deutschland

Lebenslauf:
1980 - 1985 Studium der Zahnheilkunde in Freiburg i.Br.
1985 - 1989 Assistent an der Prothetischen Abteilung der Zahnklinik in Freiburg
1987 Promotion
1989 - 1991 Oberarzt an der Prothetischen Abteilung der Zahnklinik in Freiburg
1991 - 1993 Forschungsaufenthalt an der University of Maryland in Baltimore, USA 1991-93 (Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft - DFG)
1995 Habilitation
1997 Ruf auf die C 4-Professur für Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffkunde an der Christian-Albrechts-Universität und Ernennung zum kommissarischen Leiter der Einrichtung ab 10/1997
seit 1998 Universitätsprofessor und Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffkunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
2002 - 2011 Studiendekan Zahnmedizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
2004 1. Vorsitzender der Schleswig-Holsteinischen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2008 - 2012 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPro; vormals DGZPW)
2011 Empfänger des Schweitzer Research Awards der Greater New York Academy of Prosthodontics (GNYAP)
2012 - 2016 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPro)
Samstag, 08.11.2014, 09:30 - 10:00
Minimalinvasiver Zahnersatz 
Metallkeramische Adhäsivbrücken (sogenannte Marylandbrücken) mit zwei Adhäsivflügeln wurden vor über 30 Jahren als minimal-invasiver Zahnersatz eingeführt, erfuhren aber aufgrund diverser Probleme nie eine große Verbreitung in der allgemeinen Patientenversorgung.
Einflügelige vollkeramische Adhäsivbrücken zum Frontzahnersatz wurden erstmals vor 18 Jahren vorgestellt. Diese weisen eine verbesserte Ästhetik bei noch geringerer Invasivität auf. Inzwischen liegen sehr positive Langzeiterfahrungen vor. Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung ist jedoch, dass der Behandler ein fundiertes Verständnis für die Indikationen der Methode, die Eigenschaften der keramischen Materialien und das adäquate klinische Vorgehen besitzt.
Dieser Vortrag fasst die Grundlagen für eine erfolgreiche Anwendung einflügeliger vollkeramischer Adhäsivbrücken zusammen. Im Frontzahnbereich stellen diese Adhäsivbrücken dann in vielen Fällen eine hervorragende und zugleich kostengünstige Alternative zu Kronen auf Einzelzahnimplantaten dar. Als Ausblick werden erfolgreiche Ansätze für den Seitenzahnbereich dargestellt.
Prof. Dr. Dr. Ti-Sun Kim
Heidelberg, Deutschland

Lebenslauf:
1985 - 1991 Dental School at the University of Heidelberg
1987 - 1996 Medical School at the University of Heidelberg
1992 Doctoral thesis in dentistry (Dr. med. dent.)
1992 Scientific fellow and Assistant Professor at the Dept. of Operative Dentistry and Periodontology of the University of Heidelberg
1995 - 1996 Internship in General Surgery, Internal Medicine and Oral- and Maxillofacial Surgery at the University of Heidelberg
1998 Doctoral thesis in Medicine (Dr. med.)
1998 Approved Specialist for Periodontology of the German Society of Periodontology (DGP)
2000 Medical Assistant Director of the Dept. of Operative Dentistry and Periodontology at the University of Heidelberg and Private Practice for Periodontology
2004 "Habilitation" licence for professorship
2004 Head of the Section of Periodontology in tenur position
2007 - 2008 Certificate "Leadership in Responsibility in Hospitals", State Academy for Administration and Finace of Baden Württemberg
Samstag, 08.11.2014, 11:00 - 11:30
Prävention bei internistischen Risikopatienten 
Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland steigt seit Jahren stetig an und da das Erkrankungsrisiko für eine Allgemeinerkrankung mit zunehmendem Alter ansteigt, nimmt auch im zahnärztlichen Praxisalltag der Anteil an Patienten mit internistischen Erkrankungen ebenfalls zu.

Die zahnärztliche Behandlung dieser Patientengruppe kann ein erhöhtes Risiko für eine Komplikation darstellen, die durch zusätzliche Medikation und/oder durch Modifikation des Behandlungsablaufes reduziert werden sollte.

Es gibt einige Richtlinien und Behandlungsempfehlungen für die Durchführung von zahnärztlichen Interventionen. Leider basieren viele davon nur auf sehr geringem Evidenzgrad und erfassen nicht jede Situation vollständig.
Daher ist in vielen Fällen die individuelle Anpassung und Rücksprache mit dem behandelnden Internisten unerlässlich.

Die wichtigsten präventiven Maßnahmen bei internistischen Risikopatienten im Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung wären:
• Prophylaktische und unterstützende Antibiotikagaben
• Abstellen oder Umstellen von Medikationen bei antikoagulativer Therapie
• Prämedikation mit Immunglobulinen
• Zeitnahe Transfusion- oder Substitutionstherapie bei Patienten mit Blutungsneigung

Viel wichtiger als die therapeutischen Interventionen stellt die individualisierte, risikoadaptierte Prävention zur Etablierung einer guten Mundgesundheit eine wichtige Säule zur Risikominimierung bei der Versorgung der Bevölkerung mit zunehmenden Anteil an älteren Patienten dar. Möglicherweise ließe sich damit das Komplikationsrisiko bei dieser Patientengruppe effektiv reduzieren, die in Zusammenhang mit einer zahnärztlichen Behandlung zu erwarten wäre.
Dipl.-Biol. Anja Klingenberg
Göttingen, Deutschland

Lebenslauf:
1984 - 1991 Studium der Biologie an der Georg-August-Universität Göttingen
1994 - 1995 Wissenschaftlich Mitarbeiterin bei der Gesellschaft zur Förderung medizinischer Kommunikation (GeMeKo), Göttingen
seit 1995 Wissenschaftlich Mitarbeiterin am Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA-Institut), Göttingen. Arbeitsschwerpunkt: Entwicklung, Umsetzung und Auswertung von Patienten- und Ärztebefragungen im Rahmen des internen Qualitätsmanagements, der externen Qualitätssicherung, der Evaluation von Qualitätsförderungsmaßnahmen und neuen Versorgungsmodellen, sowie von Versorgungsforschung und Gesundheitsberichterstattung.
Patientenbefragungen sind eine wichtige Informationsquelle für die Versorgungsforschung. Sie tragen zur Identifizierung von Versorgungsdefiziten bei, die über andere Datenquellen nicht erfasst werden. Gleichzeitig ist die Einbeziehung der Sichtweisen und Erfahrungen der Patienten Grundlage für eine patientenorientierte Versorgung.
Parodontitis ist eine verbreitete Erkrankung, und sie hat Auswirkungen auch auf den Gesamtorganismus. Die aktive Mitarbeit der Patientin/des Patienten ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg einer Parodontitsbehandlung. Eine effektive Aufklärung und Motivierung der Patienten zur Mitwirkung ist deshalb von besonderer Bedeutung. 2334 Patienten wurden schriftlich nach ihren Erfahrungen mit der zahnärztlichen Behandlung insgesamt sowie speziell mit der Parodontitisbehandlung (N=328) gefragt. Bei insgesamt hoher Zufriedenheit zeigten sich in einzelnen Punkten auch Verbesserungspotenziale. So waren 43,7 % der Patienten, die sich aktuell in einer Parodontitisbehandlung befanden, nicht ganz zufrieden mit der Aufklärung darüber, wie diese Erkrankung entsteht; 40,7 % konnten sich eine noch bessere Beratung über vorbeugende Maßnahmen (Zahnpflege, Ernährung) vorstellen. Unter den Patienten, die aktuell nicht mit einer Parodontitis in Behandlung waren, hatten sogar 51,4 % noch Verbesserungswünsche im Hinblick auf die Beratung zur Vorbeugung. Aufklärung und Anleitung zu präventiven Maßnahmen könnten von zahnärztlicher Seite noch offensiver angeboten werden. Die Versorgungssituation bezüglich der Behandlung und Prävention von Parodontalerkrankungen aus Patientensicht wurde in Deutschland bisher kaum untersucht.
Petra Knödler
Frankfurt (Main), Deutschland

Lebenslauf:
1984 - 2001 Hypo Vereinsbank AG
2001 Beraterin Deutsche Apotheker- und Ärztebank
2005 Filialleiterin der Apobank Filiale Mainz
seit 2010 Marktgebietsleiterin für das Marktgebiet Mitte der Deutschen Apotheker- und Ärztebank
Praxis und Familie - schließt sich das aus?
Habe ich dann andere finanzielle Risiken? Kann ich diese begrenzen?
Wie kann ich für das Alter vorsorgen?
Ulrike Kopsch
Deutschland

Lebenslauf:
2009 Au-Pair-Aufenthalt in London, England
2009 - 2014 Studium der Zahnmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen
2014 Auslandsfamulatur in Siem Reap, Kambodscha
Samstag, 08.11.2014, 16:00 - 16:15
Kambodscha - same same but different 
Same same but different - In Kambodscha erscheint vieles bekannt, jedoch auf den zweiten Blick kontrovers. Als Land einer bis in die präangkorianische Zeit zurückreichender historischen Hochkultur, deren Zeugen heute Touristenströme werden, kämpft Kambodscha hinter den Kulissen mit vielen Herausforderungen. Angefangen vom nicht existenten Gesundheitssystem über die kriegsbedingt junge Bevölkerung bis hin zu überall spürbarer Korruption ist vieles anders als im industriellen Deutschland. In unserem Vortrag wollen wir euch Eindrücke über unseren Famulaturaufenthalt näher bringen, die einem als Angkor Wat-Besucher womöglich verborgen bleiben.
Prof. Dr. Heike Korbmacher-Steiner
Marburg, Deutschland

Lebenslauf:
1991 - 1996 Studium der Zahnmedizin, RWTH Aachen
1997 Promotion zum Dr. med. dent, RWTH Aachen
1997 - 2000 Weiterbildung zum Fachzahnarzt der Kieferorthopädie (Weiterbildungsberechtigte Praxis Oberhausen, Abteilung für Kieferorthopädie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
2000 Fachzahnarzt für Kieferorthopädie
2000 Ernennung zur Oberärztin, Abteilung für Kieferorthopädie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
2005 Ernennung zur Stellvertretenden Klinikleitung, Abteilung für Kieferorthopädie, Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf
2006 Habilitation, Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf
2007 Arnold Biber Preis der DGKFO
2007 Diplomate of the German Board
2008 Listenplätze primo loco W3 Professur für Kieferorthopädie Universität Rostock und Universität Witten Herdecke
2009 Primo loco W3 Professur für Kieferorthopädie Philipps Universität Marburg, Abteilung für Kieferorthopädie
2010 Direktorin der Abteilung für Kieferorthopädie, Philipps Universität Marburg
2014 Ruferteilung auf die W3 Professur für Kieferorthopädie, RWTH Aachen
Im Rahmen einer kieferorthopädischen Therapie können funktionelle, dentale sowie skelettale Ansätze erforderlich werden. Skelettale Ansätze setzen natürliches Wachstum voraus. Da eine schuldunabhängige und somit nicht immer ursachenspezifische Vorgehensweise bei Kreuzbissen und Anomalien des progenen Formenkreises aufgrund der potentiellen Gefahr einer Schädigung der Kiefergelenke indiziert ist, gilt es maximale Wachstumsimpulse auf die häufig auch unterentwickelte Maxilla zu geben. Das physiologische maxilläre Wachstum läuft zu größten Teilen bereits vor einer kieferorthopädischen Normalbehandlung ab. Aus präventionsorientierte Sicht muss daher eine maxilläre Nachentwicklung bereits im Rahmen der kieferorthopädischen Frühbehandlung erfolgen, um Kreuzbiss und progene Entwicklungen dauerhaft erfolgreich zu harmonisieren. Dieser frühe skelettale Ansatz besitzt neben skelettalen Effekten auch funktionelle, die wiederum physiologisches Wachstum unterstützen.
Samstag, 08.11.2014, 15:30 - 17:00
Kann Therapie durch Prävention ersetzt werden?

L
Dr. Michael Laier
Frankfurt (Main), Deutschland

Lebenslauf:
1979 Abitur
1979 - 1986 Studium der Zahnheilkunde in Frankfurt
1986 Approbation als Zahnarzt
1987 - 1988 Stabsarzt bei der Bundeswehr
1988 - 1998 Studium der Medizin in Frankfurt am Main
1989 Promotion
1989 - 1991 Ausbildungs- und Entlastungsassistent
seit 1991 zahnärztlicher Fachlehrer an der Julius-Leber-Schule in Frankfurt
1991 - 2002 Mitglied der Deutschen Delegation der Bundeszahnärztekammer bei den jährlichen Jahresweltkongressen der Zahnärzte
1993 Niederlassung in zahnärztlicher Gemeinschaftspraxis
1993 - 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am "Senckenbergischen Institut für Geschichte der Medizin" am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt (halbtags)
2001 Wahl zum "President-elect" der "International Association of the History of Dentistry" beim 89. FDI-Kongress in Kuala Lumpur
2002 Approbation als Arzt
2002 Niederlassung in eigener Praxis in Frankfurt

Weiteres:
Autor von ca. 10 Publikationen aus dem Bereich Geschichte der Medizin
Der Name der "Apollonia", Schutzpatronin der Zahnärzte, leitet sich von dem griechischen Gott Apoll ab und bedeutet "die dem Apoll Geweihte". Mit diesem Vortrag wird der Versuch unternommen, eine inhaltliche Verbindung zwischen dem antiken Gott "Apoll" und der christlichen Schutzheiligen "Apollonia" herzustellen.
Die christliche Heiligenverehrung in der Medizin des Spätmittelalters und der Renaissance steht nach meiner Einschätzung in der Tradition theurgischer Krankheitskonzepte der frühen Hochkulturen und der griechisch-römischen Antike. Bei der "theurgischen Medizin" handelt es sich um ein Krankheits- und Heilungskonzept, das Gott und Gottheiten für Krankheiten verantwortlich macht und versucht, durch Beeinflussung dieser Gottheiten Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten zu nehmen.
Eine vergleichbare Funktion hat in christlich geprägten Ländern ab dem Mittelalter die religiöse Verehrung und Anrufung von bestimmten Heiligen. Diese gelten als Mittler zwischen Gott und Menschen und zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Seele bei Gott ist und sie sich daher als Fürsprecher für die Gläubigen verwenden können, um ebenfalls Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten nehmen zu können, wie dies am Beispiel der "Heiligen Apollonia" dargelegt wird.
Dr. Christian Lang
Mainz, Deutschland

Samstag, 08.11.2014, 09:00 - 09:30
Was kann der Anästhesist bieten?
Dr. Dirk Leisenberg
Steinau, Deutschland

Lebenslauf:
1995 - 2000 Studium der Zahnmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
1997 - 2001 Mitarbeit im "CBT-Labor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg". In dieser Zeit intensive Mitarbeit an "Med-live" und den in dieser Reihe erschienenen "Symposia Live"-Kongressmedien (Springer Lehrbuchverlag). Diverse grafische Arbeiten und Cover-Designs für die "Med-Live"-Reihe bis 2001 sowie Entwurf und Ausarbeitung des Logos des CBT-Labors.
2000 Examen und Approbation als Zahnarzt
2001 Promotion zum Thema "Entwicklung und Evaluation eines Computer-based Training Lernmoduls zur Aus- und Weiterbildung in der Kinderchirurgie"
2002 Niedergelassener Zahnarzt in einer Gemeinschaftspraxis in Steinau an der Strasse
2003 - 2009 Curricula "Ästhetische Zahnheilkunde" der DGÄZ (APW) und "Implantologie" der DGI (APW)
2011 Eintritt in den Arbeitkreis Ethik der DGZMK
2013 Wahl zum Schriftführer des Arbeitskreises Ethik der DGZMK
Dieser Vortrag beleuchtet die Thematik Patientenüberweisung und interkollegialer Zusammenarbeit unter besonderer Berücksichtigung ethischer Aspekte.
Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt des Referates: Welche Konsequenzen hat die zunehmende Spezialisierung innerhalb der Zahnmedizin? Wo existieren Schnittstellen zu anderen medizinischen (Teil-)Disziplinen? Ist die Überweisung eines Patienten an zahnärztliche "Mitbewerber" ein Risiko? Wann sollte ich und wann muss ich einen Patienten überweisen? Nach welchen Kriterien wähle ich den passenden Kollegen aus? Was erwartet der Patient und was kann er erwarten? Und schließlich: Wie habe ich mich als Zahnarzt zu verhalten, wenn ein Patient zu mir überwiesen wurde?
Dr. Maria Lenk
Dresden, Deutschland

Lebenslauf:
2006 - 2011 Studium der Zahnmedizin, TU Dresden
2011 Zahnärztliche Approbation
seit 2012 Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Dresden mit Forschungsschwerpunkt: Psychosomatik in der Zahnheilkunde
seit 2012 Studium der Humanmedizin, TU Dresden
2014 Promotion zum Dr. med. dent.
Zahnbehandlungsangst ist ein häufiges Begleitsymptom einzelner psychischer Grunderkrankungen. In einer Studie der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Dresden litt fast jeder dritte Patient (30,5%) an hoher Zahnbehandlungsangst, während nur 4,2% der gesunden Vergleichsstichprobe betroffen waren. Einzelne Störungsbilder, wie Angststörungen und depressive Störungen, wirkten besonders prädisponierend. Am häufigsten waren Patienten betroffen, die an posttraumatischer Belastungsstörung infolge körperlichen und emotionalen Missbrauchs oder sexueller Gewalterfahrung litten. Bei 42,0% dieser Patientengruppe wurden hohe Zahnbehandlungsängste festgestellt. Weiterführende Analysen gaben erste Einblicke in die ungeklärte Häufung von Zahnbehandlungsängsten bei Traumatisierten. Die fundamentale Unsicherheit, die bei diesen Patienten gegenüber dem Schamaffekt besteht, scheint auch die Zahnbehandlung erschwerend zu beeinflussen.
In diesem Vortrag werden die Forschungsergebnisse des Universitätsklinikums Dresden vorgestellt, Implikation für die zahnärztliche Therapie psychisch kranker Patienten mit hohen Zahnbehandlungsängsten diskutiert und die Bedeutung einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Arzt und Zahnarzt beleuchtet. Es gilt, Betroffene frühzeitig zu erkennen und der regelmäßigen zahnärztlichen Therapie zuzuführen, um die Mundgesundheit zu erhalten. Ärzte aller Fachgebiete, die im häufigen Kontakt mit diesen Patienten stehen, könnten zur Früherkennung in Risikogruppen beitragen.
Prof. Dr. Jörg Alexander Lisson
Homburg, Deutschland

Lebenslauf:
1986 - 1991 Studium der Zahnheilkunde und Staatsexamen in Hannover
1992 - 1993 Zahnärztlicher Vorbereitungsassistent in Bremen
1994 - 1997 Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie an der MHH
1995 Promotion zum Dr. med. dent.
1997 - 2001 Oberarzt der Poliklinik für Kieferorthopädie der Medizinischen Hochschule Hannover (Dir: Prof. em. Dr. Joachim Tränkmann)
2001 Venia legendi für das Fach Kieferorthopädie
2001 - 2002 kommissarischer Leiter der Poliklinik für Kieferorthopädie der Medizinischen Hochschule Hannover
2002 C4-Professur und Direktor der Klinik für Kieferorthopädie an der Universität des Saarlandes In Homburg/Saar
2013 - 2014 Präsident der Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (VHZMK)
PD Dr. Dr. Stefan Listl
Heidelberg, Deutschland

Lebenslauf:
2002 - 2008 Studium der Zahnheilkunde (Staatsexamen), Universität Regensburg
2002 - 2009 Stipendium für besonders Begabte des Freistaates Bayern (BayBFG)
2003 - 2009 Studium der Volkswirtschaftslehre (Diplom), Universität Regensburg
2005 - 2011 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes
2006 - 2007 Studium der Gesundheitsökonomie (M.Sc.), University of York (Großbritannien)
2007 - 2009 Zahnmedizinische Promotion (Dr.med.dent.), Universität Regensburg
seit 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Heidelberg, Poliklinik für Zahnerhaltungskunde
2009 - 2011 Promotion in Volkswirtschaftslehre (Dr.rer.pol.), Universität Mannheim
2009 - 2012 Habilitation & Venia Legendi, Universität Heidelberg
seit 2011 Senior Research Fellow (adjunct), Max-Planck-Gesellschaft, Munich Center for the Economics of Aging
seit 2012 Leiter Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomie, Universität Heidelberg, Poliklinik für Zahnerhaltungskunde
seit 2012 Co-Principal-Investigator, Drittmittelprojekt der US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH)
2012 Gastprofessur, McMaster University (Kanada), Centre for Health Economics and Policy Analysis
seit 2013 Kern- und Gründungsmitglied des International Centre for Oral Health Inequalities Research and Policy, University College London (Großbritannien)
2013 IADR Lion Dental Research Award
Freitag, 07.11.2014, 12:00 - 12:30
Finanzielle Anreize für Zahnarzt und Patient 
Der Vortrag befasst sich mit ökonomischen Modellen finanzieller Anreizeffekte im Gesundheitswesen und präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse auf Grundlage von Routinedaten der zahnmedizinischen Versorgung. Entscheidungen für oder gegen die Durchführung medizinischer Maßnahmen erfolgen nicht selten unter Abwägung finanzieller Anreize. Ausschlaggebend sind dabei der Umfang des Krankenversicherungsschutzes auf Patientenseite sowie Art und Umfang der Ärztevergütung. Adäquate Anreizstrukturen sind nicht zuletzt eine wesentliche Determinante für die Implementierung klinischer Handlungsempfehlungen.
Dr. Björn Ludwig
Deutschland

Lebenslauf:
Studium der Zahnmedizin in Heidelberg
Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie in freier Praxis und im Anschluss an der Universitätsklinik Frankfurt am Main
Niedergelassen in eigener Praxis mit Dr. Bettina Glasl in Traben-Trarbach
Lehrbeauftragter der Universität Homburg/Saar
Herausgeber der Fachbücher: "Miniimplantate in der Kieferorthopädie", Quintessenz-Verlag, Berlin "Selbstligierende Brackets-Konzepte und Behandlung", Thieme Verlag, Stuttgart
Mitherausgeber Journal of Clinical Orthodontics (JCO)
Mitherausgeber Journal of Orthodontic Science (JOS)
Mitherausgeber Mexican Journal of Orthodontics
Schriftleiter Quintessenz KIEFERORTHOPÄDIE
Wissenschaftliche Schwerpunkte: skelettale Verankerung (Verlustraten und Biomechaniken) 3D Bildgebung (Überlagerungstechniken, FEM, etc.)
Neben dem Verlust permanenter Zähne, stellen vor allem Nichtanlagen eine häufige Indikation für dentale Implantate dar. Nichtanlagen permanenter Zähne sind nicht ungewöhnlich - sie stellen, mit einer Prävalenz von 1,5 bis 11,3 %, vielmehr die häufigste Malformation im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich dar. Von den Weisheitszähnen abgesehen, sind am häufigsten untere zweite Prämolaren, gefolgt von den oberen lateralen Inzisiven betroffen.
Um erfolgreich, auch im Hinblick auf die Ästhetik, implantieren zu können ist ausreichend Knochen, Weichgewebe und ein abgeschlossenes vertikales Alveolar-Wachstum wichtig. Da permanente Implantate erst nach Wachstumsabschluss inseriert werden sollten, muss zwingend einer Knochen- und Weichgewebs-Atrophie entgegengewirkt werden.
Hier hat die Kieferorthopädie eine wichtige Rolle, denn neben dem sogenannten "Implant-site-development" bzw. der biologischen Augmentation kommt auch der kieferorthopädische Lückenschluß als Behandlungs-Alternative in Frage.
Der Vortrag stellt Grundprinzipien und klinische Leitlinien zum kieferothopädischen Lückenschluss vor. Hier wird u.a. auch auf Gingivaverlauf, Veneers oder Komposite-Versorgung und Okklusion eingegangen. Desweiteren werden kieferorthopädische Techniken gezeigt, wie durch die Zahnbewegung bei Lückenöffnung Knochen und Weichgewebe kieferorthopädisch gewonnen und beeinflusst werden kann. Die Indikationen und Kontraindikationen, sowie das therapeutische Vorgehen werden diskutiert.
Dr. Elmar Ludwig
Ulm, Deutschland

Lebenslauf:
1994 - 2000 Studium in Ulm
2000 - 2008 Zahnarzt Prothetik, Uniklinik Ulm
2004 Mitglied im überregionalen Schmerzzentrum Ulm
2005 Gründung zahnärztliche Tumorsprechstunde in Ulm
2005 Gründung Arbeitskreis Pflegezahnheilkunde in Ulm
2005 Betreuzahnarzt einer Pflegeeinrichtung in Ulm
2007 Senioren- & Behindertenbeauftragter der Kreiszahnäzteschaft in Ulm
2007 Referent für Alterszahnheilkunde der BZK Tü
2009 Vorsitz AK Alterszahnheilkunde & Behindertenbehandlung der LZK BW
2009 Gemeinschaftspraxis in Ulm
2010 Referent für Alterszahnheilkunde der LZK BW
2011 DGAZ-Tagungsbestpreis
2012 Walther-Engel-Preis
2012 Wrigley-Prophylaxe-Preis
Für die zahnärztliche Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf gibt es nicht den einen richtigen Weg. Vielmehr wird sich in Deutschland nach und nach ein buntes Mosaik geeigneter Versorgungskonzepte entwickeln. Heute schon haben einzelne Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit auf regionale Herausforderungen z.B. in Ballungszentren bzw. im ländlichen Raum oder auch auf spezielle Patientengruppen wie z.B. Menschen mit Behinderung oder demenziell erkrankte Menschen abgestimmt. Dieser Vortrag stellt unterschiedliche Konzepte gegenüber und will so Mut machen, auch mit der eigenen Praxis den ersten Schritt zu wagen bzw. das eigene Konzept weiter zu entwickeln.
Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - alle Kolleginnen und Kollegen waren mit ihren Konzepten in den letzten Jahren in Fachzeitschriften, auf Kongressen oder einfach durch persönliche Kontakte aufgefallen. Ein zuvor zugesandter Fragebogen wurde im Rahmen eines Besuches vor Ort zusammen abgearbeitet. Nach Auswertung des Fragebogens hatten alle Teilnehmer nochmals die Gelegenheit, ihre Angaben zu prüfen bzw. im Vergleich zu ergänzen. Alle hier vorgestellten Kolleginnen und Kollegen stehen ausdrücklich und gerne für Rückfragen zur Verfügung.
Dr. Michael Lüpke
Hamburg, Deutschland

Lebenslauf:
1961 in Dierdorf/Westerwald geboren
1980 Eintritt in die Bundeswehr als SaZ 2/ROA
1983 - 1988 Studium der Zahnmedizin an der Justus-Liebig-Universität Giessen
1983 Wiedereintritt in die Bundeswehr als SanOA
1989 - 1992 Truppenzahnärztliche Verwendung im Bereich der 5.PzDiv
1992 - 1995 Fachzahnärztlich parodontologische Weiterbildung an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster
1996 Erlangung der Fachgebietsbezeichnung Parodontologie der Zahnärzte-Kammer Westfalen-Lippe
Spezialist der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie
seit 1996 Leiter des Fachzahnärztlichen Zentrums des BwKrhs Hamburg

Tätigkeitsschwerpunkte:
- Parodontologie
- Implantatprothetik
- zahnärztliche Schlafmedizin
- Auslandseinsätze in Afghanistan im Rahmen ISAF in Kabul, Mazar-e-sharif und Kunduz.
seit 2010 Vorsitzender des Arbeitskreises Wehrmedizin der DGZMK. Zahlreiche Vorträge auf nationalen und internationalen Veranstaltungen. Zahlreiche Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Publikationen.
Freitag, 07.11.2014, 13:30 - 13:45
Begrüßung
Prof. Dr. Christopher Lux
Heidelberg, Deutschland

Lebenslauf:
1988 - 1994 Studium der Zahnheilkunde an der Universität Heidelberg
1994 - 1995 Wiss. Mitarbeiter der Poliklinik für Zahnerhaltung, Mund-, Zahn- und Kieferklinik des Universitätsklinikums Heidelberg
1996 - 2005 Wiss. Mitarbeiter, zuletzt als leitender Oberarzt, der Poliklinik für Kieferor-thopädie, Mund-, Zahn- und Kieferklinik des Universitätsklinikums Heidelberg
1999 Fachzahnarzt für Kieferorthopädie an der Poliklinik für Kieferorthopädie, Universitätsklinikum Heidelberg
2005 - 2008 Universitätsprofessor - Lehrstuhl für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Jena
seit 2008 Universitätsprofessor - Lehrstuhl für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Heidelberg

Wissenschaftlicher Beirat in den Zeitschriften: Journal of Orofacial Orthopedics, Journal of Orthodontics, Kieferorthopädie, Zahnmedizin up2date (bis einschl. 2014)

Mehrere Wissenschaftspreise, darunter 1. Preis des Dentsply - Förderpreises und WJB Houston Research Award
Die Überwachung der Gebissentwicklung unter besonderer Berücksichtigung von Störungen des Zahnwechsels stellt eine wichtige Aufgabe vom Milchgebiss bis ins permanente Gebiss hinein dar. Im Vortrag soll auf wichtige Warnsignale in den verschiedenen Entwicklungsphasen eingegangen werden, auf die Zahnärzte im Rahmen der Routinediagnostik achten sollten. Besondere Bedeutung haben hier die Entwicklungsprozesse im Wechselgebiss im Hinblick auf Okklusion, Platzverhältnisse und Ablauf des Zahnwechsels. Hierbei wird darauf eingegangen, was bei wachstums-beeinträchtigenden Fehlentwicklungen, wie z.B. (Früh-)Ankylosen von Milchzähnen, zu tun ist bzw. wann Milchzähne aus dem Blickwinkel der Gebissentwicklung extrahiert werden sollten. Wie zeigen sich Eruptionsstörungen bleibender Zähne und was ist zu beachten? Welche Hilfsmittel und interzeptiven Maßnahmen gibt es, um den Zahnwechsel wieder in die physiologische Richtung zu lenken? Wie wird für den jeweils durchbrechenden Zahn ausreichend Platz zur Verfügung gestellt bzw. bestehender Platz gehalten? Zudem werden die Herausforderungen des Zahnwechsels in der 2. Wechselgebissphase, z. B. bezüglich des Eckzahndurchbruchs bis hin zum Durchbruch der 2. Molaren, erörtert. Der Vortrag soll einen kurzen Überblick über dieses zum Teil komplexe Feld geben, und es dem Zahnarzt erleichtern, Problemfelder in einer frühen Entstehungsphase zu identifizieren.

M
Dr. Wibke Merten
Hannover, Deutschland

Samstag, 08.11.2014, 09:00 - 09:15
Moderation und Rückblick sowie Zukunft des Arbeitskreises Geschichte und Zahnheilkunde
Samstag, 08.11.2014, 11:45 - 12:30
Mitgliederversammlung und Verabschiedung
Prof. Dr. Dr. Georg Meyer
Greifswald, Deutschland

Lebenslauf:
1948 geboren in Bad Bevensen, Lüneburger Heide
1976 Staatsexamen (nach Studium der Zahnmedizin an der Universität Göttingen)
1981 Promotion
1987 Habilitation
1988 Gastprofessur Univ. Minnesota, USA
1993 Rufannahme an die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, seitdem Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontologie
1996 - 2002 Präsident des Konzils der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
seit 2001 geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2004 - 2007 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
2004 - 2008 gewählter Gutachter/Kollegiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
seit 2006 Dr. h.c. der Staatlichen Medizinischen und Zahnmedizinischen Universität Moskau/Russland
2009 Wahl in den Wissenschaftsrat (Science Committee) der Weltzahnärztevereinigung FDI (World Dental Federation)
2012 Wiederwahl in den Wissenschaftsrat (Science Committee) der FDI
In den letzten 10 Jahren sind mehr neue Füllungsmaterialien entwickelt worden als in der gesamten Zeit davor. Hieraus folgt, dass wissenschaftliche Bewertungen z.B. aufgrund klinischer Langzeituntersuchungen kaum noch möglich sind. Schwerpunkt neuer Entwicklungen bei zahnfarbenen Werkstoffen war die Verbesserung physikalisch-mechanischer Eigenschaften vor allem durch verbesserte Adhäsivsysteme. Die Untersuchung biologischer Eigenschaften wie Auslösung von Allergien oder Wechselwirkungen mit Mundhöhlenbakterien wurden bisher sehr vernachlässigt, scheinen aber eine zunehmende Bedeutung zu erlangen.
Es ist das Ziel dieses Vortrages, einige Aspekte zu dieser Problematik aufzuzeigen sowie die Weiterentwicklung bewährter Materialien nicht aus den Augen zu verlieren.
Prof. Dr. Jörg Meyle
Gießen, Deutschland

Lebenslauf:
1975 - 1980 Studium der Zahnmedizin an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
1981 - 1984 Weiterbildung im Fach "Zahnärztliche Chirurgie". Promotion. Gast im Forschungslabor der Abteilung Pädiatrische Hämatologie der Universitätskinderklinik Tübingen
1981 - 1994 Wissenschaftlicher Angestellter der Poliklinik für zahnärztliche Chirurgie und Parodontologie in Tübingen
1992 Habilitation
1992 - 1994 Oberarzt der Poliklinik für zahnärztliche Chirurgie und Parodontologie
seit 1994 Ernennung zum Professor und Direktor der Poliklinik für Parodontologie am Medizinischen Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Justus-Liebig-Universität Gießen
Samstag, 08.11.2014, 15:30 - 17:00
Kann Therapie durch Prävention ersetzt werden?
Axel Moll
Deisenhofen, Deutschland

Lebenslauf:
1951 Geburt
1961 - 1967 Knaben-Realschule Duisburg-Beeck
1967 - 1969 Lehre Industriekaufmann DEMAG AG, Duisburg
1969 Kaufmann DEMAG Equipment Industriels, Paris
1969 Sprachstudium französisch Alliance Francaise, Paris
1969 - 1970 Programmierer DEMAG AG, Duisburg
1970 - 1972 Sportschule der Bundeswehr, Warendorf. Schwerpunkt Wasserball, 37 Länderspiele
1972 - 1975 Studium der Wirtschaftswissenschaften Gesamthochschule Duisburg. Schwerpunkt Wirtschafts-Informatik
1975 - 1977 Vertrieb von Computersystemen an Zahnärzte. Olivetti, Frankfurt und Köln
1977 - 1979 Vertriebsleiter DAISY-Verlag, Heidelberg, Schwerpunkt Abrechnung
1979 - 1989 Vertriebs- und Marketingleiter ZFV-Zahnärztlicher Fach-Verlag, Herne, Schwerpunkt Organisations- und Arbeitsmittel
seit 1989 selbständig, Schwerpunkt Digitalisierung von Zahnarztpraxen, Foto-Fachreferent für zahnärztliche Fotografie
OP-Leuchtenkameras eignen sich ganz hervorragend zur Livebild-Übertragung von Operationen, für die Patienten-Kommunikation und für gutes Sehen bei der Behandlung. Die integrierten LED-Leuchten werden schon heute als Lichtquellen der Zukunft bezeichnet. Sie ermöglichen eine schattenfreie OP-Beleuchtung, ersetzen die vorhandene Behandlerleuchte und werden schnell zu einem nicht mehr wegzudenkenden Werkzeug. Sie bieten ein starkes, vollkommen weißes und geräuschloses LED-Kaltlicht, das keine Wärme erzeugt und Komposite nicht aushärtet. Die Licht-Intensität sowie das An-/Ausschalten lässt sich berührungsfrei steuern. Die Leuchtstärke beträgt 5.000 bis 30.000 Lux, die Farbtemperatur 5.600 Kelvin. Die eingebaute Full-HD-Digitalkamera mit 18-fachem Zoom ermöglicht die Wiedergabe des Eingriffs über einen Full-HD-Fernseher in hervorragender Bild-Qualität, um somit auch präzise Diagnosen zu stellen. Der Autofokus sorgt für gestochen scharfe Aufnahmen. Die medizinischen Eingriffe lassen sich parallel über einen HDMI-Beamer auf eine Großfläche übertragen und über einen HDMI-Recorder auf einem Hochleistungs-PC aufzeichnen.

N
RA Melanie Neumann
Regensburg, Deutschland

Lebenslauf:
1997 - 2001 Studium der Humanmedizin an der Universität Regensburg, studienbegleitende Tätigkeit in Kliniken und Arztpraxen
2001 - 2005 Praxismanagerin in einer orthopädisch-chirurgischen Gutachterpraxis
2001 - 2007 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg, Rechtsreferendariat am OLG Nürnberg
seit 2007 Zugelassene Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Medizinrecht
seit 2007 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins
seit 2008 Selbständig in eigener Kanzlei, Aufbau des Fachbereichs Medizinrecht für 2 Kanzleien
seit 2008 Fachanwaltsexamen Medizinrecht
seit 2008 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kassenarztrecht
seit 2011 Dozentin für Praxismanagement-Kurse im Bereich "Recht in der (Arzt-)Praxis", u.a. für den Quintessenz Verlag
seit 2011 Autorin für medizinische Fachzeitschriften zu Rechtsthemen, u.a. Quintessenz, NZB, Forum für Zahnheilkunde, Der Allgemeinarzt, Arzt und Wirtschaft
seit 2012 Beirat für Rechtsfragen im Medizin- und Arbeitsrecht des Dentista Club
seit 2012 Mitglied des Bayerischen Krankenhausrechtstages
2013 Syndikusanwältin in einer Gesellschaft für Projektentwicklung im Gesundheitswesen
Schwanger als angestellte Zahnärztin - Was ist zu beachten? Was bedeutet das Mutterschutzgesetz für die Schwangere und die Praxis? Kann das Beschäftigungsverbot umgangen werden? Wie kann sich die Praxis vorbereiten? Was ist bei befristeten Verträgen zu beachten? / Schwanger als Praxisinhaberin - Unterschiede zur Angestellten, Vertretung und finanzielle Möglichkeiten - Dies sind nur einige Themen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Praxis. In der Diskussionsrunde sollen rechtliche Problemfelder aufgeworfen, aber auch Lösungen aufgezeigt werden, so dass sich letztlich sowohl Praxisinhaberinnen als auch Angestellte der Herausforderung "Schwangerschaft" ohne "rechtliche Zahnschmerzen" stellen können.
Prof. Dr. Ina Nitschke
Leipzig, Deutschland

Lebenslauf:
1980 Ausbildung mit Abschluss als Gesellin im Zahntechniker-Handwerk
1983 Approbation als Zahnärztin
1984 Promotion
1984 - 1990 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Klinische Prothetik der Zahnklinik Nord der Freien Universität Berlin
1990 - 1994 wissenschaftliche Assistentin in der Abteilung für Klinische Prothetik der Zahnklinik Nord der Freien Universität Berlin
1993 Aufenthalte an den Universitäten von Kansas, Denver, Iowa City in den Abteilungen für Alternszahnmedizin
1994 - 1999 wissenschaftliche Assistentin in der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik und Alterszahnmedizin, Zentrum für Zahnmedizin, Humboldt-Universität zu Berlin
1999 - 2000 wissenschaftliche Assistentin in der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde, Universität Leipzig
2000 Leiterin des Bereiches Seniorenzahnmedizin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde, Universität Leipzig
2002 Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ)
2004 Master of Public Health an der Freien Universität Berlin
2005 Habilitation und Lehrbefugnis im Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2006 Leiterin der Klinik für Alters- und Behindertenzahnmedizin, Universität Zürich
2009 Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin an der Universität Leipzig
Der alte und sehr alte Patient rückt nicht nur auf Grund der Demographie immer mehr in den Fokus der Zahnmedizin. Auch fachlich erscheint eine Differenzierung und Spezifizierung dieser besonderen Klientel wichtig: Kaum eine Fachzeitschrift, die nicht die Senioren als Thema entdeckt hat. Sollten sich Zahntechniker und Zahnmedizinische Fachangestellte auch mit diesem Thema beschäftigen, nur weil es en vogue ist?
Zweifelsohne ist die Seniorenzahnmedizin mehr als nur ein Trend, mit gewichtigen Fragestellungen für den Zahntechniker/in: Wie sollte ein Zahnersatz bei eingeschränkter Hygiene -und Händelfähigkeit unserer Patienten aussehen? Welche Strategien gibt es zur Verbesserung der Adaptationsfähigkeit der neuen oder der zu modifizierenden Restauration? Wie sieht eine potenziell "pflegetaugliche" Erweiterbarkeit aus? Ist nicht gerade die intensivere und über das Zahntechnische Modell hinaus gehende Verbindung mit persönlichem Kontakt des Technikers zum betagten Patienten ein gewinnender Lösungsansatz im Vergleich zu Zahnersatz aus Drittländern?
Wie können zahnmedizinische Fachangestellte mit sinnvollen Prophylaxe-Programmen bei Senioren überzeugen und gleichzeitig die Praxis auch zukünftig wirtschaftlich ausrichten? Wie sieht eine altengerechte Kommunikation aus? Brauchen wir eine spezielle Senioren-PZR mit welchen Schwerpunkten? Strategien zur Behandlung des kompromittierten Zahnhalses, der Keimreduktion und der Xerostomie sollten dabei sicher nicht fehlen und Kernkompetenzen einer zeitgemäßen Prophylaxemitarbeiterin widerspiegeln.
Viele Fragestellungen und spezielles Wissen für angemessene Therapien bei betagten Patienten rechtfertigen in diesem Vortrag Fortbildungen für den Zahntechniker und die Zahnmedizinische Fachangestellte im Bereich der Seniorenzahnmedizin.
Prof. Emeka Nkenke MD, DDS, PhD
Buckenhof, Deutschland

In Deutschland werden derzeit mehr als 500.000 Patienten mit oralen Antikoagulantien behandelt, um thrombembolische Ereignisse zu vermeiden. Obwohl mehrere Leitlinien zum Umgang mit der Antikoagulation bei zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen verfügbar sind, werden Aspekte wie das Umstellen von markumarisierten Patienten auf die Gabe von Heparin weiterhin kontrovers diskutiert. Unsicherheiten bestehen insbesondere beim Umgang mit den neuen oralen Antikoagulantien (NOAK), die eine immer größere Bedeutung erzielen.
Basierend auf einer Analyse der Literatur wird gezeigt, welche zahnärztlich-chirurgischen Eingriffe bei unveränderter Antikoagulation durchgeführt werden können und welche Operationen ein Bridging mit Heparin erfordern. Gleichzeitig wird der aktuelle Wissensstand zur Nachblutungshäufigkeit bedingt durch NOAK dargestellt.
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Vermittlung von Techniken zur lokalen Blutstillung gelegt. Daneben werden die wichtigsten Maßnahmen zur Stillung von Nachblutungen vermittelt.
Es zeichnet sich heute ab, dass die überwiegende Zahl der zahnärztlich-chirurgischen Eingriffe unter unveränderter Antikoagulation durchgeführt werden können, wenn geeignete lokal hämostyptische Maßnahmen ergriffen werden. Wegen des jedoch häufig reduzierten Allgemeinzustandes der betroffenen Patienten muss dennoch auch immer daran gedacht werden die notwendigen Eingriffe unter stationären Bedingungen durchzuführen.
Prof. Dr. Michael J. Noack
Köln, Deutschland

Lebenslauf:
1955 Geboren in Berlin
1982 Staatsexamen 1982 an der Freien Universität Berlin
1982 - 1986 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Zahnerhaltung und Parodontologie der Zahnklinik Süd und Nord (Leiter: Prof. Dr. J.-F. Roulet) der Freien Universität Berlin
1986 Promotion zum Dr. med. dent. an der FU Berlin (magna cum laude)
1987 - 1995 Oberarzt, Hochschulassistent (C1) der Abteilung für Zahnerhaltung der Polikliniken Nord der FU Berlin (Leiter: Prof. Dr. J.-F. Roulet)
1993 - 2010 Chefredakteur der Zeitschrift "Die Quintessenz - Die Monatszeitschrift für die gesamte Zahnmedizin", Quintessenz-Verlag Berlin
1994 Habilitation und Erteilung der Lehrbefugnis an der FU Berlin
1995 Erteilung der Lehrbefugnis (Privat-Dozent) an der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin, Charité, Humboldt-Universität zu Berlin
1996 Lehrstuhlinhaber und Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des Klinikums der Universität zu Köln
1996 - 2011 Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Klinikums der Universität zu Köln

O
Prof. Dr. Dietmar Oesterreich
Berlin, Deutschland

Lebenslauf:
1976 - 1981 Studium der Zahnheilkunde in Rostock
1981 Approbation
1985 Fachzahnarzt für Allgemeine Stomatologie
1988 Promotion
1990 seit 1990 Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
1991 Niederlassung in eigener Praxis
2000 seit 2000 Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer
2011 Ernennung zum Professor an der Universität Greifswald
Freitag, 07.11.2014, 13:00 - 13:30
Mundgesundheitsziele in Deutschland 
Die Formulierung von Zielsetzungen zur Entwicklung der Mundgesundheit sowie deren regelmäßigen Überprüfung ist eine wichtige Möglichkeit der gesundheitspolitischen Positionierung des zahnärztlichen Berufsstandes. Da die zahnmedizinische Versorgung zahlreichen Einflussfaktoren unterliegt, ist die Entwicklung von Mundgesundheitszielen eine wesentliche Argumentationsbasis in der versorgungspolitischen Diskussion zur Umsetzung politischer Rahmensetzungen. Mundgesundheitsziele definieren Aufgaben für die Zahnärzteschaft und bieten die Möglichkeit der Evaluation und Bewertung der zahnärztlicher Tätigkeit sowie der gesundheits- und versorgungspolitischen Rahmenbedingungen. Mundgesundheitsziele verfolgen dabei immer präventive Aspekte und ermöglichen auf Grund der Beobachtung national und internationaler Entwicklungen berechtigte Forderungen nach entsprechenden volkswirtschaftlichen Ressourcen zu stellen.
Die Bundeszahnärztekammer verabschiedete im Jahre 2012 unter kritischer Reflektion der Zielsetzungen aus dem Jahre 2004 und unter Nutzung aktuellerer Studien neue Zielformulierungen. Generelles Ziel ist die Förderung der Mundgesundheit und Reduzierung der Auswirkungen von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen auf die Allgemeingesundheit und die psychosoziale Entwicklung. Oralpräventive Aktivitäten werden aus bio-psycho-sozialer Perspektive gestaltet. Konkrete Zielvorgaben werden für die wichtigen zahnmedizinischen Erkrankungen mit konkretem Bezug auf Altersgruppen bzw. Risikogruppen gegeben. Im Rahmen der Bewertung werden die Datengrundlage und deren Entwicklung aufgezeigt. Handlungsempfehlungen legen zu den einzelnen Zielsetzungen konkrete Maßnahmen auf Bevölkerungs- und Individualebene dar. Die dargelegten Gesundheitsziele beinhalten sowohl krankheitsbezogene als auch gesundheitsförderliche und präventive Zielbereiche. Somit wird die bereits im Jahr 2004 angewandte Einheit von Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention im Jahre 2012 fortgesetzt.
Samstag, 08.11.2014, 13:30 - 13:40
Begrüßung
Samstag, 08.11.2014, 14:00 - 14:30
Praxis kann ich selbst - oder? 
Das Studium ist Aufgabe der Universitäten. Wenn es um Fragen der GKV-Abrechnung geht, sind Ihre Ansprechpartner die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen. Wissenschaftliche Stellungnahmen sind Aufgabe der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Und mit Beginn der Assistenzzeit sind sie Mitglied, genaugenommen sogar Pflichtmitglied, Ihrer Landeszahnärztekammer. Das heißt mit dem Zeitpunkt, zu dem Sie Ihre zahnärztliche Approbation erhalten, werden wir Ihren Weg begleiten.

Aber was bedeutet das? Die 17 Landeszahnärztekammern bilden neben den KZVen einen Teil der Selbstverwaltung der Deutschen Zahnärzte. Sie organisieren den Notfalldienst, beraten in Fragen der Berufsausübung, schlichten bei Streitigkeiten, geben die Heilberufsausweise aus, sind für Fragen der Praxishygiene und der Qualtätssicherung zuständig, organisieren Fort- und Weiterbildung, und, und, und... . Aber auch als Student kann man die Angebote der Kammer schon nutzen. Beispielsweise stehen die Informationen über zahnärztliche Arzneimittel kostenfrei zum Download zur Verfügung. In der Assistenzzeit bieten Kammern Fortbildungen an und sind Ansprechpartner für Fragen zur Weiterbildung. Wenn dann der Schritt in die Freiberuflichkeit erfolgt und die Praxisgründung ansteht, erhalten sie von Ihrer Kammer die notwendigen Informationen und Unterstützung. Gleichzeitig sind die Kammern aber auch die Plattform für die Schaffung einer gemeinsamen Identität. Deswegen ist die Beteiligung an den Aufgaben der Selbstverwaltung durch die breite Zahnärzteschaft von zentraler Bedeutung.
Ein erfolgreicher Zahnarzt zu sein bzw. zu werden endet nicht, sondern beginnt erst mit dem Abschluss des Studiums. Der Vortrag zeigt die breite Palette der Möglichkeiten nach dem Studium auf und informiert speziell über die Aufgaben der Kammern.
Prof. Dr. Dr. Winand Olivier MSc
Bottrop, Deutschland

Der Weltgesundheitsreport aus dem Jahr 2011 schätzt die Zahl der Menschen mit Behinderungen weltweit auf 15 %. In Entwicklungsländern sind durchschnittlich 20 % der Bevölkerung betroffen, in den wohlhabenden Gesellschaften nur 10 %. In Deutschland sind es etwa 12%. Im Vergleich mit epidemiologischen Untersuchungen der nichtbehinderten Bevölkerung sind bei Behinderten gehäuft bestimmte Erkrankungen, Syndrome und Krankheitssymptome nachzuweisen, die bei der Erarbeitung eines klinischen Konzeptes der Zahnheilkunde für behinderte Patienten beachtet werden müssen. Obwohl es in der Medizin noch keine eindeutige Definition des Begriffs "Behinderung" gibt, ist es von entscheidender Bedeutung den Grad der jeweiligen Behinderung und die damit einher gehenden Grunderkrankungen im Hinblick auf die geplante Behandlung richtig einzuschätzen. Bereits bei der Erhebung anamnestischer Daten ist ein Konsilium mit allgemeinmedizinischen Fachbereichen wie z. B. der Inneren Medizin oder Neurologie notwendig. Die orale Rehabilitation findet oft in Vollnarkose statt und wird von Anästhesiologen, Fachzahnärzten und spezialisierten Zahnärzten durchgeführt. Darüber hinaus sind im Bedarfsfall prä- bzw. postoperativ teil-/stationäre Aufnahmen zu organisieren. Zur Erhaltung des erreichten Behandlungsziels ist sodann eine auf die behinderte Person individuell abgestimmte Prophylaxe erforderlich. Dieser Beitrag stellt die strukturellen und fachlichen Voraussetzungen für die zahnmedizinische Behandlung von Menschen mit Behinderungen dar. Besonders berücksichtigt wird dabei die systematische Planung und Therapie in interprofessioneller und interdisziplinärer Kooperation.

P
PD Dr. Ingrid Peroz
Berlin, Deutschland

Lebenslauf:
1979 - 1985 Studium der Zahnmedizin an der Freien Universität Berlin
1985 - 1994 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Zahnärztlichen Prothetik der Freien Universität Berlin
1994 - 2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Zahnärztlichen Prothetik und Alterszahnmedizin der Humboldt-Universität zu Berlin
seit 2000 Oberärztin
2000 Spezialistin für Prothetik
seit 2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Zahnärztlichen Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre der Charité - Universitätsmedizin Berlin
2004 Habilitation
2004 Spezialistin für Funktionsdiagnostik und -therapie
2010 - 2015 Kommissarische Leitung der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre
seit 2013 Präsidentin der DGFDT
Kirstin Petzold M.A.
Düsseldorf, Deutschland

Lebenslauf:
2005 Zahnmedizin, Philipps-Universität Marburg
2005 - 2009 Psychologie, Germanistik, Bildung und Wissen, Technische Universität Dortmund
2009 - 2011 "Bildung und Medien - eEducation", FernUniversität in Hagen
seit 2011 Portalmanagerin, Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Düsseldorf
Samstag, 08.11.2014, 10:30 - 11:00
owidi - Benefits für Studierende 
Das innovative Potenzial digitaler Technologien hält zunehmend Einzug in die Lern- und Arbeitsprozesse des gesamten Bereiches der Zahnmedizin. So kommen digitale Medien verstärkt mit dem Ziel zum Einsatz, Lernprozesse zu verbessern, Informationen zu bündeln und die Zukunft des Lernens effizienter zu gestalten. Wie wäre es, wenn es irgendwo ein digitales "Türchen" gäbe, das den Weg zu intelligenten (E-Learning-) Werkzeugen ebnet, die eine präzise Informationsgewinnung und damit eine erhebliche Zeitersparnis beim Lernen offerieren? Mit dem neuen Informations- und Wissensportal "owidi" ("orales Wissen digital") hat die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde speziell für den Bereich der Zahnmedizin ein digitales Angebot geschaffen, das das berufliche Fortkommen bereits während des Studiums und über die Studienzeit hinaus später im Praxisalltag protegiert.
Was ist so anders an owidi als Lernplattform? Worin liegt das zukunftweisende Potenzial dieses digitalen Lernangebots, um das persönliche Informations- und Wissensmanagement bereits während des Studiums und im Sinne eines lebenslangen Lernens zu verbessern? Ziel dieses Vortrags ist es, diese Fragen zu beantworten und zusätzlich neue interessante Lernwege aufzuzeigen. Es werden die owidi inhärenten, digitalen Werkzeuge in ihrer Funktion, zur Unterstützung des persönlichen Wissenserwerbs, vorgestellt.
Dr. Thorsten Pfefferle
Heidelberg, Deutschland

Samstag, 08.11.2014, 16:15 - 16:45
Therapiestrategien nach Kronen- und Wurzelfrakturen
PD Dr. Yango Pohl
Bonn, Deutschland

Lebenslauf:
Priv.-Doz. Dr. med. dent. Yango Pohl, Fachzahnarzt für Oralchirurgie.
Studium der ZMK-Heilkunde an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann Oberarzt in der Abteilung Oralchirurgie und Zahnärztliche Poliklinik (ehem. Direktor: Prof. Dr. H. Kirschner) der Justus-Liebig-Universität Gießen, ltd. Oberarzt und Stellvertretender Direktor der Poliklinik für Chirurgische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Direktor: Prof. Dr. G. Wahl) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Promotion und Habilitation mit experimentellen und klinischen Studien zum Thema Frontzahntrauma (Rettung und Replantation avulsierter Zähne).
Hauptinteressen: Dentoalveoläre Traumatologie, Transplantation von Zähnen, Wurzelspitzenresektion, schonende Zahnentfernung, Implantologie.
Samstag, 08.11.2014, 10:00 - 10:30
Prävention von Folgeschäden nach Frontzahntrauma 
Zahntraumata verursachen häufig Folgeschäden, die ihrerseits weitere Schäden nach sich ziehen können: der Untergang des Parodontalgewebes durch zum Beispiel Gewebskontusionen bei Dislokationstraumata oder Austrocknen bei Avulsionen resultiert in Ankylose und Ersatzresorption. Die dadurch bedingte Wachstumshemmung führt bei noch wachsenden Patienten zu ausgeprägten vertikalen Gewebsdefiziten, die kaum ausgleichbar sind. Ähnlich dramatisch sind die Gewebsverluste, wenn sich infektionsbedingte Resorptionen etablieren.
Die Prävention von Folgeschäden zielt zunächst auf eine adäquate Erst- bzw. Frühtherapie. Das Lagern avulsierter Zähne muss durch Laien am Unfallort erfolgen, die Bevölkerung ist durch die Profession über zu informieren. Bei hohem Risiko von Pulpanekrose und Parodontalschaden müssen vor allem Infektionen vermieden werden, eine sofortige oder sehr frühe endodontische Therapie ist zwingend.
Sind primäre Schäden eingetreten oder unvermeidbar, müssen frühzeitig mögliche weitere Folgeschäden bedacht werden. Bei abzusehender Ersatzresorption muss bei konventioneller Wurzelkanalfülltechnik (z.B. mit Guttapercha) letztlich mit frei im Gewebe liegenden Fremdmaterialien gerechnet werden, Alternativen sind zu bevorzugen. Bei Wachstumshemmung durch Zahnankylose sollten vor allem Dekoronation, kieferorthopädischer Lückenschluß oder Transplantationen von Prämolaren oder Milcheckzähnen überlegt werden.
Prof. Dr. Peter Reinhard Pospiech
Würzburg, Deutschland

Lebenslauf:
1982 - 1987 Studium der Zahnheilkunde an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
1987 - 1990 Assistent an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Regensburg
1988 Promotion in Düsseldorf zum Thema "Vollkeramik-Kronen aus Dicor-Glaskeramik"
1989 Studienaufenthalt an der University of Adelaide (Australien)
1991 - 2002 Assistent und Oberarzt an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der LMU München
seit 1993 Leitung der Sektion Zahnärztliche Werkstoffe und Materialprüfung
1997 Habilitation: "Klinische und werkstoffliche Untersuchungen zur vollkeramischen Klebebrücke"
1997 Erhalt der venia legendi und Ernennung zum Privatdozenten
1997 Anerkennung als "Qualifiziert fortgebildeter Spezialist für Prothetik" der DGZPW in der DGZMK
1999 Gründungsmitglied und wissenschaftlicher Beirat der Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde
1999 - 2000 Forschungsaufenthalt an der University of Washington in Seattle (USA)
2000 Jahresbestpreis der DGZMK
2001 Ernennung zum C 3-Professor für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde an der LMU München
2002 Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde und Vorklinische Zahnmedizin der Universität des Saarlandes
2011 Ruf an die Danube Private University / Krems, Österreich angenommen
2012 Ernennung zum Mitglied des Wehrmedizinischen Beirates des BMVg
2012 - 2013 Ltd. Oberarzt an der Poliklinik für Prothetik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus der TU Dresden
seit 2013 Stellvertreter des Direktors der Klinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Würzburg
Die Versorgung des Lückengebisses ohne Zuhilfenahme von Implantaten ist eine komplexe tertiärpräventive Aufgabe, denn sie hat das Ziel, alle durch die vorhandenen Destruktionen vorliegenden Dysfunktionen auszuschalten, fehlende Elemente des stomatognathen Systems zu ersetzen und den dann vorliegenden Status Quo zu bewahren. Dabei geht es um den Erhalt und Schutz dentaler und ossärer Strukturen wie auch der Protektion des Kiefergelenkes und der kraniomandibulären Funktionen.
Diese Aufgabe ist auf hohem Niveau und auch ohne das Einbringen von Implantaten mit den bewährten Doppelkronensystemen zu erreichen, die im Grunde alle Anforderungen an eine teilprothetische Versorgung erfüllen aber in Bezug auf die Zahnhartsubstanz nicht immer als schonend zu bezeichnen sind. Aber auch unter diesem Aspekt kann man unter Zuhilfenahme neuerer Werkstoffe zahnsubstanzschonend, parodontalprophylaktisch und präventiv arbeiten.
In Einzelfällen bieten sich bei weitestgehender Kariesfreiheit auch moderne Adhäsivanker an, die zur Retention der Teilprothese herangezogen werden können.
Zu den minimalinvasivsten prothetischen Verfahren aber ist sicher die Einstückgussprothese zu nennen, die bei sorgfältiger Planung durchaus auch heute noch in Kombination mit neueren Werkstoffen sowohl eine substanzschonende, als auch ästhetische Alternative darstellen kann. Mit geringen aber effektiven Maßnahmen während der Vorbehandlung lässt sich auch mit diesem Klassiker der Versorgung eine ansprechende Lösung finden.

R
Almuth Raithel
Deutschland

Lebenslauf:
2008 - 2009 Ecole de Français pour International (EFI) in Paris
seit 2009 Studium der Zahnheilkunde an der Georg-August-Universität Göttingen
2014 Auslandsfamulatur am Angkor Hospital for Children, Kambodscha
Samstag, 08.11.2014, 16:00 - 16:15
Kambodscha - same same but different 
Same same but different - In Kambodscha erscheint vieles bekannt, jedoch auf den zweiten Blick kontrovers. Als Land einer bis in die präangkorianische Zeit zurückreichender historischen Hochkultur, deren Zeugen heute Touristenströme werden, kämpft Kambodscha hinter den Kulissen mit vielen Herausforderungen. Angefangen vom nicht existenten Gesundheitssystem über die kriegsbedingt junge Bevölkerung bis hin zu überall spürbarer Korruption ist vieles anders als im industriellen Deutschland. In unserem Vortrag wollen wir euch Eindrücke über unseren Famulaturaufenthalt näher bringen, die einem als Angkor Wat-Besucher womöglich verborgen bleiben.
ZÄ Claudia Ramm
Kiel, Deutschland

Lebenslauf:
1990 Erlangung der zahnärztlichen Approbation
1990 - 1992 Assistententätigkeit in Kiel und Eckernförde bei niedergelassenen Kollegen
1993 - 1995 Tätigkeit in zahnärztlicher Gemeinschaftspraxis
1995 eigene Praxis in Kiel
2004 kontinuierliche Weiterbildungen in der AlterszahnMedizin
2005 mobile Tätigkeit in 6 Alten- und Pflegeheimen, auf Demenzstationen und Wachkomastationen
2006 Schulungen des Pflegepersonals in Mundhygiene und zahngesundheitlichen Aufgaben in der Pflege
2010 Teilnahme und erfolgreicher Abschluss Curriculum AlterszahnMedizin DGAZ/ APW, Mitglied APW
2011 Teilnahme und erfolgreicher Abschluss Spezialisierung AlterszahnMedizin DGAZ/ APW
2011 Ernennung Landesbeauftragte DGAZ für Schleswig- Holstein
2011 Preisträgerin Dental Innovation Award, Zürich: Konzept zur Behandlung von Menschen mit Demenz in der zahnärztlichen Praxis und in der aufsuchenden Betreuung
2011 Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein ( Träger Deutsche Alzheimer Gesellschaft)
2011 Schulungen und Workshops von Pflegekräften, Angehörigen, Ehrenamtlich Tätigen und Kollegen
2011 Hotline-Tätigkeit in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein und Ausarbeitung des Projektes " Lächelnd durchs Leben" zu Fragen der Mundgesundheit bei Demenz
2013 Schulung der Kollegen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie in deren Curriculum in Mundpflege beim geriatrischen Patienten
2014 Fortbildung DGG Geriatrie: geriatrische Grundkompetenz
Demenz- eine Erkrankung, die Ärzte und auch Wissenschaftler der verschiedensten Fachrichtungen intensiv beschäftigt und die heutigen Grenzen schnell aufzeigt: Gegen Demenz gibt es bislang keine grundlegende Therapie und auch keine Hinweise zur Prävention vor dieser nachhaltigen schweren Erkrankung. Es gibt auch keine Anzeichen, dass die Forschung zum Thema Demenz schnelle Ergebnisse bringen wird, die das Auftreten dieser Erkrankung eindämmen wird. Auch im zahnärztlichen Alltag werden immer mehr Patienten mit der Diagnose Demenz in unterschiedlichen Formen und Stadien behandelt werden müssen. Menschen mit Demenz können von einem bestimmten Stadium der Erkrankung an, nicht mehr sagen, ob ihnen etwas wehtut oder ob sie etwas benötigen. Sie haben eine andere " Sprache" zur Verfügung, die die Behandler erst einmal erlernen und akzeptieren müssen: Grummeln, Schreien, Verweigerung des Lieblingsessens sind nur einige davon. Menschen mit Demenz gehören heute nicht mehr zu den zahnlosen Alten, sondern besitzen zunehmend auch Zähne, die zahnmedizinisch versorgt werden müssen. Will die Zahnärzteschaft ihrem Versorgungsauftrag gerecht werden, sollten jetzt Strukturen geschaffen werden, die eine gute zahnmedizinische Betreuung ermöglichen. Zahnärzte sollten lernen, wie sie und ihr Team den Umgang mit einem Menschen, der an Demenz erkrankt ist, gut gestalten können. Seit 2012 existiert in Schleswig- Holstein (S-H) eine Telefonhotline rund um das Thema Mundgesundheit und Demenz für Pflegekräfte, Angehörige, Ärzte sowie zahnmedizinische Kollegen. Sie entstand in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin e.V. (DGAZ) und unter Förderung des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes S-H sowie dem Spitzenverband der Pflegekassen. Träger ist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft S-H. Es werden viele Fragen zur zahnärztlichen Behandlung und zur Durchführung von Mundhygienemassnahmen bei Menschen mit Demenz von allen Anrufern gestellt. Die Fragen zeigen, welche Unsicherheiten und Versorgungsengpässe es bei der Mundgesundheit der Menschen mit Demenz gibt, egal ob die Fragen von Angehörigen, also Laien, oder von Menschen gestellt werden, die professionell mit den Menschen mit Demenz arbeiten. Die Fragen sind ein guter Wegweiser, wo der Zahnarzt, der sich mit diesen Patienten auseinandersetzen möchte, ansetzen könnte.
Der Vortrag geht auf die speziellen Fragestellungen in der Hotline und deren Bearbeitung und praktischen Umsetzung im mobilen Alltag und in der Praxis ein. Auch wird ein Konzept vorgestellt, welche im Alltag in S-H 6 Alten- und Pflegeheimen gelebt wird. Schulungen der Pflegekräfte, Kollegen und Angehörigen von Menschen mit Demenz in der Mundhygiene gehören dazu. Desweiteren gibt es eine Spezialsprechstunde für Menschen mit Demenz in der Praxis, die nach speziellen Gesichtspunkten durchgeführt wird und somit häufig eine ITN- Behandlung unnötig macht. Die Haltung der Gesunden gegenüber den Menschen mit Demenz schafft die Rahmenbedingungen, die darüber entscheiden, ob dieses Krankheitsbild mit Ängsten und Vorurteilen besetzt bleibt oder als eine von vielen Facetten des Lebens und des Alterns akzeptiert wird und damit für alle leichter zu bewältigen ist.
Dr. Katharina Reichenmiller
Tübingen, Deutschland

Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert
Regensburg, Deutschland

Lebenslauf:
1982 Studium der Humanmedizin in Innsbruck/Österreich
1982 - 1988 Studium der Humanmedizin in Mainz
1986 - 1992 Studium der Zahnmedizin in Mainz
1989 - 1992 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pathologie der Universität Mainz (Direktor: Prof. Dr. W. Thoenes)
Mitarbeit im Labor von Prof. Dr. S. Störkel
1992 - 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik für Mund, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität Mainz (Direktor: Prof. Dr. Dr. W. Wagner)
1995 - 1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Krebsforschungsinstitut der Universität Pittsburgh/USA, Habilitandenstipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
1998 Anerkennung als Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
1999 Abschluss der Habilitation und Erteilung der "venia legendi" für das Fach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
1999 Oberarzt der Klinik für MKG-Chirurgie der Universität Mainz
1999 - 2005 Schriftführer und Mitglied des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie (AGKI) innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2001 Zusatzbezeichnung "Plastische Operationen"
2001 - 2006 Schatzmeister und Vorstandsmitglied des Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen Arbeitskreises für Tumoren im Kiefer- und Gesichtsbereich (DÖSAK)
2003 Berufung zum Universitätsprofessor (C3) an der Universität Mainz
2003 Leitender Oberarzt der Klinik für MKG-Chirurgie der Universität Mainz
seit 2004 Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Regensburg
2004 - 2007 1. Vorsitzender des Arbeitskreises für Oralpathologie und orale Medizin (AKOPOM) innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
2005 - 2007 2. Vorsitzender und der Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie (AGKI) innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2006 - 2008 2. Vorsitzender des Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen Arbeitskreises für Tumoren im Kiefer- und Gesichtsbereich (DÖSAK)
2006 - 2015 Member of the ITI Research Committee
2007 Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie nach den Richtlinien der Konsensuskonferenz verliehen durch die Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e.V. (DGI)
2007 - 2009 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie (AGKI) innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2008 - 2010 1. Vorsitzender des Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen Arbeitskreises für Tumoren im Kiefer- und Gesichtsbereich (DÖSAK)
2009 - 2011 Prodekan der Fakultät für Medizin, Universität Regensburg
2009 - 2011 Member of the AO Research Review Commission
2010 - 2012 Präsident der Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
seit 2011 Dekan der Fakultät für Medizin, Universität Regensburg
2012 - 2016 Fachkollegiat im Fachkollegium 205 "Medizin" der DFG
Samstag, 08.11.2014, 15:30 - 17:00
Kann Therapie durch Prävention ersetzt werden?
Holger Reinhoff
Kassel, Deutschland

Lebenslauf:
1962 Geburt
1977 - 1983 Theodor-Heuss-Realschule Gelsenkirchen-Buer
1980 - 1983 Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann
1983 - 1984 Bundeswehr
1984 - 1995 Selbstständig EDV/ Bürobedarf / techn. Zeichenbedarf
1993 Handelsfachwirt
1996 - 2001 Vertriebsleiter Deutschland Triumph Stahlmöbel
1998 - 2001 Vertriebsleiter NRW Pharmatechnik
2001 - 2006 Geschäftsstellenleiter München Pharmatechnik
2007 - 2013 Geschäftsleiter Zahnmedizin für LinuDent (Pharmatechnik)
seit 2013 Bereichsleiter Zahnmedizin
Digitale Patientenkommunikation, Information und Aufklärung
Die mobile digitale, rechtskonforme Patientenaufklärung und Dokumentation in den Praxen und Kliniken wird somit von der Pflicht zur Kür.
Bürdet das Patientenrechtegesetz nur bürokratischen Mehraufwand auf oder lässt sich aus einem vermeintlichen Nachteil gar ein lukrativer Vorteil ableiten?
Welche Potenziale liegen in der digitalen Patientenkommunikation? Welche Chancen liegen in der rechtskonformen, medienbruchfreien Dokumentation? Inwieweit setzt die Delegation von Aufklärungsgesprächen an das Praxisteam zusätzliche Ressourcen frei? Und, last but not least, wie wirkt sich die digitale Patientenakte to go auf die Abläufe in der Zahnarztpraxis aus?
infoskop bietet genau das und ist gleichzeitig als optimales Modul für Prozess- und Zeitmanagement sowie als zielgerichtetes Marketinginstrument einzusetzen.
OSA Christiane Reinke
Stallberg-Viereck, Deutschland

Lebenslauf:
seit 2000 Eintritt in den Marinesanitätsdienst der Bundeswehr
2001 Einsatz als Rettungssanitäter Operation Active Endeavour und Enduring Freedom/Fregatte BAYERN
2003 - 2008 Studium der Zahnmedizin an der Universität Hamburg
2008 - 2012 Verwendung als Truppenzahnärztin im Sanitätszentrum Rotenburg/Wümme
2010 Verbandszahnärztin im NATO-Einsatz SNMG I/Fregatte BREMEN
2012 Verbandszahnärztin im NATO-Einsatz SNMG II/Fregatte BAYERN
2012 - 2013 Verwendung als Truppenzahnärztin im Fachsanitätszentrum Munster
2013 Truppenzahnärztin für ISAF in der Sanitätseinsatzkompanie Kunduz/Afghanistan
seit 2013 Leiterin der Sanitätsstaffel und Zahnarztgruppe Stallberg-Viereck
2014 Truppenzahnärztin für EUTM Mali in der Sanitätseinsatzkompanie Koulikoro/Mali
Die Bundeswehr, und somit auch der Sanitätsdienst, steht mehr und mehr im Fokus internationaler Einsätze. Unter schwierigen Bedingungen arbeiten auch Zahnmediziner an Bord von Schiffen und in landgebundenen Einsätzen. Ob in Afrika, Afghanistan oder auf hoher See, das Wohl der Patienten steht bei aller räumlichen und materiellen Limitation im Mittelpunkt des Handelns. Dieser Vortrag beleuchtet die Therapiemöglichkeiten bei zahnmedizinischen Notfällen in Einsatzgebieten der Bundeswehr. Fernab der Heimat gilt es dabei vielfälltige Unzulänglichkeiten zu meistern und zu improvisieren. Nicht nur sprachliche Barrieren müssen hierbei eingerissen werden, sondern auch aufgrund kultureller Differenzen ist Fingerspitzengefühl bei der Behandlung der Patienten notwendig.

Im Kern des Vortrags wird anhand von Patientenfällen der spannende Auftrag der Einsatzzahnmediziner an Bord einer Fregatte und in den Feldlagern Kunduz/Afghanistan und Koulikoro/Mali präsentiert.
OSA Anders Rössler
Hannover, Deutschland

Lebenslauf:
1981 Geboren 1981 in Karlsruhe / Ettlingen
2000 Zuerkennung Allgemeine Hochschulreife
2001 - 2007 Studium der Zahnmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover und Approbation als Zahnarzt
2008 - 2012 Eintritt in die Bundeswehr, Tätigkeit als Truppenzahnarzt an der TSLw1 Kaufbeuren / Allgäu
2011 - 2012 Teilnahme als Truppenzahnarzt am 27. EinsKtgt. ISAF, Feyzabad
2012 - 2014 Verwendung als Dezernent im Sanitätskommando VI im Dezenat Zahnmedizin
seit 2013 Teilnahme am Curriculum der Endodontie der DGET e.V.
seit 2014 Tätigkeit als Truppenzahnarzt am Fachsanitätszentrum Hannover
Freitag, 07.11.2014, 14:50 - 15:00
Endodontische Behandlungskonzepte in der Wehrmedizin - Rückblick und aktueller Stand
Prof. Dr. drs. drs. Jerome Rotgans
Deutschland

Lebenslauf:
1944 geboren in 's Gravenhage und aufgewachsen in Eindhoven/Niederlande
1963 - 1968 Offizier der Königlichen Niederländischen Luftwaffe
1965 - 1966 Studium der Medizin an der Katholischen Universität Nimwegen/ Niederlande
1968 - 1973 Studium der Zahnheilkunde an der Katholischen Universität Nimwegen/ Niederlande
1973 - 1975 Hauptinstruktor in den Abteilungen für Zahnärztliche Prothetik, sowie Präventive und Soziale Zahnheilkunde der Katholischen Universität Nimwegen
1975 - 1986 Wissenschaftlicher Angestellter in der Abteilung für Zahnerhaltung des ZZMK der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (1987 dienstt. OA, 1979 stlv. ÄD, 1981 Habilitation und Privatdozent, 1984 apl-Professor)
1978 Jahresbestpreis der DGZMK für die Dissertation
seit 1982 bis heute Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Arbeitswissenschaft und Zahnheilkunde" der DGZMK
1986 - 1992 Angestellter der Private Universität Witten/Herdecke GmbH (1986 ÄD und Ordinariat Allgemeine Zahnheilkunde, 1987 Geschäftsführer der Univ.-Poliklinik für ZMK-Krankheiten GmbH, Prodekan für Lehre und Studium der Zahnmed. Fakultät, geschäftsf. Dekan, 1989 Dekan)
1987 - 1996 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Arbeitswissenschaft und Zahnheilkunde" der DGZMK
1990 - 1997 Assoziiertes Mitglied der European Society of Dental Ergonomics (ESDE)
seit 1992 bis heute Mitarbeiter am Lehrstuhl für Konservierende Zahnheilkunde der Med. Fakultät der RWTH Aachen
1993 Lehrauftrag für zahnmedizinische Curricularentwicklung und -forschung
1993 - 1997 Studium "Health Professions Education" an der Fakultät der Gesundheitswissenschaften der Universität Maastricht/Niederlande
1995 - 1997 Leiter der Koordinierungsstelle Community Medicine am Dekanat der Medizinischen Fakultät der Ernst-Moritz-Universität Greifswald mit Lehrauftrag für medizinische und zahnmedizinische Unterrichtsentwicklung und -forschung
seit 1996 bis heute Vorsitzender des Ausschusses "Akkreditierung und Zertifizierung" (vormals "Evaluation" und "Qualitätsmanagement") der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung
1996 - 2005 2. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Arbeitswissenschaft und Zahnheilkunde" der DGZMK
1999 Umhabilitation (Privatdozent)
2000 außerplanmäßiger Professor an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen
2003 - 2005 Beiratsmitglied der European Society of Dental Ergonomics
seit 2005 bis heute 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Arbeitswissenschaft und Zahnheilkunde" der DGZMK
2005 - 2013 President der European Society of Dental Ergonomics
Freitag, 07.11.2014, 09:00 - 09:05
Begrüßung
Dr. Michael Rumpf
Mainz, Deutschland

Freitag, 07.11.2014, 08:15 - 09:30
Kongresseröffnung

S
Prof. Dr. Ulrich Schiffner
Hamburg, Deutschland

Lebenslauf:
1988 - 1992 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung DGZ
1994 Habilitation (Der Einfluss von Speichelproteinen auf die Demineralisation von Zahnschmelz)
2002 - 2006 1. Vorsitzender des Arbeitskreises für Epidemiologie und Public Health der DGZMK
2003 - 2005 Leiter des Bereichs Präventive Zahnheilkunde der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde, Universität Hamburg
2004 - 2008 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde DGK (jetzt DGKiZ)
seit 2008 Fortbildungsreferent der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde DGKiZ. Forschungsschwerpunkte: Kariesätiologie und -prophylaxe, Epidemiologie.
Da die Karieslast bei Erwachsenen und Senioren eine Aufsummation der lebenslangen Karieshistorie darstellt, können sich Verbesserungen der Kariesprävalenz und -erfahrung erst mit deutlichem zeitlichen Verzug nach dem Kariesrückgang bei Kindern und Jugendlichen einstellen. Dennoch sind in Deutschland erste signifikante Verbesserungen sowohl bei Erwachsenen als auch bei Senioren darstellbar. So verringerte sind der DMFT-Wert bei Erwachsenen innerhalb von 8 Jahren von 16,1 auf 14,5 und bei Senioren von 23,6 auf 22,1. Wichtiger noch ist, dass es insbesondere bei Senioren zu einem starken Rückgang der Anzahl kariesbedingt extrahierter Zähne (im Mittel um 3,5 Zähne) gekommen ist. Für die zahnmedizinische Betreuung bedeutet dies, dass vermehrt Zähne bis in das Alter "at risk" in der Mundhöhle stehen. Dies manifestiert sich unter anderem in einer stark gestiegenen Prävalenz der Wurzeloberflächenkaries bei Senioren von 29,9% auf 45,0%.
Im europäischen Überblick ist die Datenlage stark divergierend. Für Erwachsene deutet sich jedoch in mehreren Ländern wie in Deutschland ein Rückgang der Kariesprävalenz an. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, in denen der DMFT-Wert bei Erwachsenen zwischen 6,6 und 17,6 schwankt (Median 13,7), liegt die Karieserfahrung in Deutschland (14,5) etwas über dem Durchschnitt. Es sind aber vergleichsweise nur wenige Zähne extrahiert, und es dominieren festsitzende Restaurationen. Bei Senioren liegt die Kariesprävalenz in Deutschland (22,1) unterhalb des europäischen Durchschnitts (Schwankung 10,0 - 25,8; Median 23,3). Für Wurzelkaries liegen nur sehr wenige Angaben vor, in Deutschland ist die Prävalenz vergleichsweise hoch. Als eines von wenigen Ländern hat Deutschland Mundgesundheitsziele für Erwachsene und Senioren für das Jahr 2020 formuliert.
Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf
Würzburg, Deutschland

Lebenslauf:
1954 geboren in Albstadt / Baden-Württemberg
1974 - 1979 Studium der Zahnheilkunde in Tübingen
1980 - 1982 Assistent an der Abteilung für Zahnerhaltung der Universität Tübingen
1982 - 1984 Graduiertenstudium der Parodontologie sowie Forschungsaufenthalt an der University of Washington in Seattle/USA
1984 Promotion
1984 - 1996 Mitarbeiter der Poliklinik für Zahnerhaltung der Universität Tübingen
1992 Habilitation und Erteilung der Lehrbefugnis an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
1996 - 2000 Privatpraxis in Stuttgart, regelmäßige Lehrtätigkeit in den Fachgebieten Parodontologie und Prävention an der Poliklinik für Zahnerhaltung der Universität Tübingen
seit 2000 Leiter der Abteilung für Parodontologie der Universität Würzburg
2006 - 2011 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Therapie aggressiver und schwerer chronischer Parodontalerkrankungen Interferenz parodontaler Erkrankungen mit dem Status der Allgemeingesundheit
seit 2014 Präsident der Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- u. Kieferheilkunde VHZMK
Samstag, 08.11.2014, 13:30 - 14:00
PZR - medizinische Prävention oder Lifestyle? 
Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) gehört zu den beliebtesten außervertraglichen Leistungen, die gesetzlich Versicherte in Deutschland in Anspruch nehmen. Daher sorgte 2012 die Meldung eines Online-Portals des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) zur Bewertung außervertraglicher medizinischer Leistungen nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin für Aufsehen, welche der PZR nur einen unklaren Nutzen für die orale Gesundheit zubilligte. Grundlage für diese Aussage war eine Literaturrecherche, welche eine einzige kontrollierte klinische Studie erbrachte, die den strengen Kriterien der Topkategorien der evidenzbasierten Medizin genügte. Diese konnte bei parodontal gesunden Individuen keinen klinisch relevanten Einfluss der PZR auf die Plaquebedeckung von Zähnen oder die Entwicklung gingivaler Entzündungen nachweisen, der über die Etablierung guter häuslicher Mundhygiene hinausging. Nachfolgend sorgte dieses Statement des MDS für eine nicht unerhebliche Verunsicherung unter parodontal erkrankten Patienten, welche bislang regelmäßig zahnärztliche Praxen zur professionellen Nachsorge aufsuchten. Ziel dieses Vortrags ist es daher, den Begriff der PZR nach den aktuellen Vorgaben zu präzisieren und darzustellen, wie er sich von der ebenfalls professionell in der Zahnarztpraxis durchgeführten unterstützenden parodontalen (Erhaltungs)-therapie (UPT) unterscheidet. Statements zur mangelnden präventiven Wirkung der PZR sind von den krankheitspräventiven Möglichkeiten der UPT streng abzugrenzen. Diese Unterscheidung ist jedoch weiten Kreisen der Bevölkerung nicht geläufig, so dass, verstärkt durch den generellen Mangel an qualifiziertem zahnärztlichen Assistenzpersonal, nicht wenige chronisch parodontal erkrankte Patienten in Zahnarztpraxen keine UPT sondern nur eine für das Krankheitsbild inadäquate PZR erhalten. Fallbeispiele sowie mögliche Lösungsansätze werden dargestellt.
Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake
Göttingen, Deutschland

Lebenslauf:
1989 - 1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (Direktor: Prof. Dr. Dr. J.-E. Hausamen)
1995 Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover
1995 Habilitation für das Fach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
1997 Ernennung zum leitenden Oberarzt
2000 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
2000 Ruf auf die C4-Professor für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Georg-August Universität in Göttingen
2001 Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Georg-August-Universität Göttingen
Freitag, 07.11.2014, 14:00 - 14:30
Prävention von Alveolarkammverlusten durch Implantate
Prof. Dr. Marc Schmitter
Heidelberg, Deutschland

Lebenslauf:
1992 - 1997 Studium der Zahnmedizin an der Universität Tübingen
1998 Promotion
1998 - 2000 Ausbildungsassistent bei einem niedergelassenen Zahnarzt in Neumünster
2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Heidelberg
2006 Habilitation
2007 Forschungsaufenthalt an der University of Washington
2008 - 2016 apl.-Professor Leitender Oberarzt der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Heidelberg und kommissarischer Leiter der Sektion Werkstoffkunde. Spezialist für Zahnärztliche Prothetik der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde und Spezialist der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik- und Therapie, Quality Management Technician in Healthcare. Mitglied des Vorstandes der VHZMK (Generalsekretär), 1. Vorsitzender des AK für Mund- und Gesichtsschmerz der Deutschen Schmerzgesellschaft, Wissenschaftlicher Beirat der DGFDT. Forschungsschwerpunkte: Zahnfarbene Restaurationen (Vollkeramische Systeme, Glasfaserverstärkte Stiftsysteme, Polymerwerkstoffe) und die Diagnose, Prävention und Therapie von craniomandibulären Dysfunktionen.
2015 Ruf auf den Lehrstuhl für Zahnärztliche Prothetik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
2016 Ärztlicher Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Würzburg
Bereits seit vielen Jahrzehnten versuchen Zahnärzte über die Manipulation der Okklusion funktionelle Aspekte des stomatognathen Systems zu optimieren. Noch in den 1970ern waren beispielsweise das systematische Einschleifen oder die (Teil-) Überkronung von gesunden (Seiten)zähnen zur "Verbesserung" der Okklusion und damit zur Therapie bzw. zur Prophylaxe von (kiefergelenkspezifischen) Funktionsstörungen geläufige Behandlungsverfahren. Später wurde die Rolle der Okklusion bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von funktionellen Störungen mehr und mehr in Frage gestellt und durch andere Faktoren, wie z. B. psychosoziale Aspekte, ersetzt. Seit einigen Jahren können nun aufgrund der rasant voranschreitenden Computertechnik/Simulation biomechanische Aspekte im stomatognathen System genauer untersucht werden. Somit wird es auch möglich, den Einfluss der Okklusion auf andere Strukturen des stomatognathen Systems zu analysieren und es zeigt sich, dass die Okklusion zweifellos, insbesondere im Zusammenspiel mit dem Kiefergelenk, eine zentrale Rolle einnimmt. Neuere klinische und klinisch-experimentelle Studien zeigen diese Zusammenhänge ebenfalls auf. Der Vortrag möchte die Rolle der Okklusion aus biomechanisch-numerischer und aus klinischer Sicht vorstellen und mögliche Konsequenzen für die Therapie aber auch die Prophylaxe kiefergelenkspezifischer Beschwerden diskutieren.
Paul Leonhard Schuh
Deutschland

Lebenslauf:
Zahnärztliche Tätigkeit und Postgraduiertenprogramm zum Spezialisten der Parodontologie und Implantologie in der BolzWachtel Dental Clinic in München
Samstag, 08.11.2014, 10:15 - 10:30
Arbeit des BdZM - ein Rückblick
Prof. Dr. Andreas Schulte
Witten, Deutschland

Lebenslauf:
1981 Approbation als Zahnarzt
1984 Promotion zum Dr. med. dent.
1996 Habilitation
2015 Ernennung zum Universitäts-Professor für Behindertenorientierte Zahnmedizin
Freitag, 07.11.2014, 11:00 - 11:05
Begrüßung und Einführung
Freitag, 07.11.2014, 14:30 - 15:00
Abschlussdiskussion mit allen Referenten
Dr. Giesbert Schulz-Freywald
Frankfurt (Main), Deutschland

Lebenslauf:
1948 Geburtstag
seit 1967 Studium der Zahnmedizin
seit 1973 Studium der Medizin
seit 1978 Zahnarzt und Oralchirurg in eigener Praxis in Frankfurt
seit 1980 verbands- und standespolitisch aktiv
seit 2010 aktiv bei der zahnärztlichen Betreuungsstelle für Wohnungslose in der Elisabethen-Straßen-Ambulanz der Caritas in Frankfurt am Main
Seit nunmehr vier Jahren werden Wohnungslose bei der Elisabethen-Straßen-Ambulanz der Caritas in Frankfurt auch zahnmedizinisch betreut. Dabei stellt sich immer wieder die Frage nach dem Umfang von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen. Wie lassen sich die Grundprizipien ethischen Handelns nach dem Modell von Beauchamps und Childress mit dem Arbeitsalltag einer solchen Ausnahmeeinrichtung vereinbaren - insbesondere bei Patienten mit extremen Lebensumständen?
Hier will das Referat Fragen stellen und mögliche Antworten aufzeigen.
Prof. Dr. Ralf Schulze
Mainz, Deutschland

Lebenslauf:
seit 2005 Expertentätigkeit in den zahnärztlichen Röntgenausschüssen im NADENT des Deutschen Institutes für Normung (DIN)
2006 Habilitation im Bereich zahnärztliche Röntgenologie
2009 Koordinator und Erstautor der AWMF-S1-Leitlinie "Digitale Volumentomographie"
2009 - 2010 Präsident der Diagnostic Sciences Group der International Association for Dental Research (IADR)
2010 - 2014 stellvertretendes Mitglied im Deutschen Arbeitskreis Röntgenverordnung (AK RöV)
seit 2011 Herausgeber der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift DentoMaxilloFacial Radiology.
2011 externer Gutachter der offiziellen Europäischen Leitlinie "Cone Beam CT for Dental and Maxillofacial Radiology. Evidence Based Guidelines" (European Commission: Radiation Protection No. 172, 2012)
2012 - 2014 Präsident der European Academy of DentoMaxilloFacial Radiology (EADMFR)
2013 Ernennung außerplanmäßiger Professor
2013 Koordinator und Erstautor der AWMF-s2k- Leitlinie "Dentale digitale Volumentomographie"
2014 Publikation FDI-Statements "Radiation Safety in Dentistry" zusammen mit Stuart White (Los Angeles, USA)
Freitag, 07.11.2014, 16:00 - 16:30
Mythos DVT 
Die dentale digitale Volumentomographie (DVT) ist mit geschätzten 3000 in der BRD aufgestellten Geräten zu einer der boomenden neuen Techniken der modernen Zahnheilkunde geworden. Fachgerecht und nach rechtfertigender Indikation eingesetzt hat die neue Technik in einigen Bereichen unzweifelhafte Vorteile im Vergleich zur zweidimensionalen Röntgenbildgebung. Allerdings haben sich, auch bedingt durch den Hype und die rasante Verbreitung der neuen Geräteklasse, nicht wenige mythenhafte Behauptungen um das Potential der DVT verbreitet, die jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren. Der Vortrag beleuchtet einige typische derartige Aspekte im Licht der verfügbaren wissenschaftlichen Datenlage und soll somit zu einer realistischeren Einschätzung des diagnostischen Potentials dieser Aufnahmetechnik beitragen.
Prof. Dr. Frank Schwarz
Düsseldorf, Deutschland

Lebenslauf:
1993 - 1998 Studium der Zahnmedizin Homburg/Saar
1999 Zahnärztliche Approbation
2001 Promotion zum Dr. med. dent.
2003 Anerkennung Fachzahnarzt für Oralchirurgie
2005 Habilitation und Erteilung der Venia legendi für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2010 außerplanmäßiger Professor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
2011 Appointment (offer) as Associate Professor in Implant Dentistry, Hong Kong University
2012 Appointment (offer) as Director Implant Dentistry, New York University, College of Dentistry
2013 Appointment (offer) as Clinical Associate Professor in Oral Surgery, Faculty of Medicine and Health, Leeds Dental Institute, University of Leeds
2013 Honorary Professor in the School of Dentistry and Oral Health, Griffith University, Brisbane, Australia

Andre Schröder Research Preis 2007/ Miller Preis der DGZMK 2012
Associate Editor Journal of Cinical Periodontology
Editorial Board Member Clinical Oral Implants Research
Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) e.V.
Der Erfolg einer zahnärztlich implantologischen Rehabilitation kann maßgeblich durch chirurgische, technische und biologische Komplikationen beeinflusst werden.
Sehr häufig stellt eine nicht adäquate Planungsphase den Ursprung für eine Verkettung iatrogener Faktoren dar. Insbesondere Risikopatienten sowie lokal kompromittierte Kieferkammbereiche erfordern hierbei eine sehr präzise Vorgehensweise.
Im Vortrag werden die häufigsten implantologischen Komplikationen sowie Strategien für deren Vermeidung und Management anhand zahlreicher Fall- und Videopräsentationen dargestellt und kritisch diskutiert.
PD Dr. Falk Schwendicke
Berlin, Deutschland

Lebenslauf:
2009 Promotion
Thema: Peptidische Inhibitoren einer Filarienchitinase - Auffindung und Charakterisierung
Institut für Biochemie, Charité - Universitätsmedizin Berlin (Prof. Dr. W. Höhne)
Note: 'magna cum laude'
2009 - 2012 Zahnarzt, Banbury, Oxfordshire, Vereinigtes Königreich
2012 - 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
2013 Ernennung zum Oberarzt, Abteilung für Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin, Charité-Universitätsmedizin Berlin

Forschungsschwerpunkte:
• Selektive Kariesexkavation und Kariesversiegelung
• Evidenzbasierte Zahnmedizin und Evidentranslation
• Kosten und Nutzen zahnmedizinischer Diagnostik und Therapien
• Probiotika in der Kariesprävention
2014 Schatzmeister, Network for Evidence-Based Dentistry, International Association for Dental Research
2015 Editorial Board des Journal of Dental Research
2015 Editorial Board des International Journal for Dental Hygiene
2015 Lehrbefugnis und Venia Legendi für das Fach Zahnmedizin
2015 Stellvertretender Abteilungsleiter, Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin, Charité-Universitätsmedizin Berlin
Eine zunehmende Zahl wissenschaftlicher Studien belegt die Wirksamkeit von non- oder mikro-invasiven Therapien im Vergleich mit der konventionellen, invasiv-restaurativen Therapie zur Behandlung kariöser Läsionen. So kann auch die Kariesinfiltration, d.h. die Behandlung initialer kariöser Läsionen mittels dünnfließender Kunststoffe, die als Diffusionsbarriere in der Läsion gegen Säuren wirken und somit die Progression der Läsion unterbinden, als evidenzgestützt gelten. Wie stark diese Evidenz ist und ob weitere Forschungsbemühungen notwendig sind, bevor Behandlungsempfehlungen abgegeben werden können, soll in dem geplanten Vortrag beleuchtet werden. Weiterhin soll gezeigt werden, dass und warum wissenschaftliche Daten nicht zwingend in die zahnärztliche Praxis überführt werden (können), und wie eine Translation von Evidenz in die Praxis gelingen kann, wobei ein Schwerpunkt auf die Demonstration von Langzeitnutzen und -kosten gelegt werden soll.
Prof. Dr. Anton Sculean
Schweiz

Lebenslauf:
1985 - 1990 Studium in Budapest, 1990 bis 1991 Assistenz in freier Praxis
1991 - 1992 Assistenz in der Poliklinik für Paradontologie in Münster
1993 - 1995 Postgrad.-Ausbildung am Royal Dental College Aarhus/Dänemark
1997 Facharzt für Paradontologie (Master of Science in Periodontology in Aarhus/Dänemark)
1998 - 2002 Oberarzt in Homburg/Saar
1999 Spezialist der DGP
2001 Habilitation
2002 - 2004 Oberarzt der Sektion Parodontologie in Mainz
2004 Anthony Rizzo Award
seit 2004 Leiter der Abteilung Parodontologie an der Uni Nijmegen. Unter anderem Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Laserzahnheilkunde, Vorstandsmitglied der DGP, Mitglied der wiss. Beiräte: Journal of Clinical Periodontology, PERIO (Periodontal Practice Today), Journal de Paradontologie et d'Implantologie Orale sowie der Zeitschrift Zahnheilkunde
Samstag, 08.11.2014, 11:00 - 11:30
Prävention von periimplantären Infektionen 
Das Auftreten peri-implantärer Infektionen (peri-implantäre Mukositis und Peri-Implantitis) sind heutzutage kaum mehr wegzudenkende Komplikationen in der oralen Implantologie. Neueste Daten aus der Literatur belegen die hohe Prävalenz von per-iimplantärer Mukositis (> 60% der Patienten und > 30% der Implantate) und von Peri-Implantitis (> 18% der Patienten > 9% der Implantate). Bei Parodontitispatienten und Rauchern liegt die Prävalenz von peri-implantären Infektionen sogar höher. Die Daten aus der Literatur zeigen weiterhin, dass die momentan zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten der Peri-Implantitis keine hohen Erfolgsraten aufweisen und mit erheblichen finanziellen Kosten verbunden sind. Daher spielt die Prävention von peri-implantären Infektionen eine Schlüsselrolle zur Sicherstellung des Langzeiterfolges der Implantattherapie. Die Ziele dieses Vortrags sind daher: a) eine Übersicht der Schlüsselfaktoren für den Langzeiterfolg der Implantattherapie zu geben und b) die klinische Strategie zur Prävention von peri-implantären Infektionen zu präsentieren.
Dr. Herluf Skovsgaard
Randers SÖ, Dänemark

Lebenslauf:
Dr. Herluf Skovsgaard hat in den vergangenen 40 Jahren ca. 1.000 Vorträge und Kurse über eine Vielzahl Themen der zahnärztlichen Ergonomie im breitesten Sinn abgehalten. In Deutschland ca. 150 Kurse, in denen er mit dänischem Humor unpraktische Arbeitsmethoden und ungesunde Arbeitshaltungen als Ausgangspunkt darstellt.
Er hat sich eine hohe ergonomische Kompetenz erarbeitet. Somit überblickt er als Consultant die Entwicklung und Einsatz von fünf Generationen Behandlungsplätze und Organisationskonzepte.
Dr. Skovsgaard ist Autor des in diesem Jahr im Quintessenz-Verlag erschienenen Buches "Dancing Hands - deductions and prescriptions of working methods, skills, assistance, teamwork, precision vision, working postures, equipment and organisation in dental practice".
Freitag, 07.11.2014, 10:00 - 10:40
Angewandte IT in der zahnärztlichen Praxis 
Der Vortrag befasst sich mit
- der Verwendung von Computermonitoren im Behandlungsraum: Zu welchem Zweck werden sie eingesetzt, wo sind sie wie aufgestellt?
- den Eingabemedien für Computer, wie Tastatur, Mäuse, Spracherkennung, Intraoralkameras, Röntgen.
- der interaktiven Verwendung der Eingabemedien bei der Befunderhebung in Diagrammen zur Behandlungsplanung, der Verwendung von Makros, der Planung der Ästhetik, der Falldarstellung und Patientendokumentation.
- Ein- und Ausgabemedien, die in der Behandlungsphase integriert werden.
- Userinterfaces für Fuß-, Hand und/oder Helferinneneingabe und vereinfachter Spracherkennung
- Sensor-motorischen Prinzipien, Reaktionszeiten und wie in ungestörter Konzentration gearbeitet werden kann.
- Prinzipien und Beispielen gelungener und nicht gelungener Lösungen: Do's and don't's.
Kim Sörensen
Dänemark

Lebenslauf:
1977 Qualifizierung als Master of Science and der Technischen Universität Dänemarks
1977 Tätigkeit als "development engineer" für die Dentalfirma Flex Dental
1982 Qualifizierung als Bachelor of Economics an der Copenhagen Business School
1988 Übernahme der Position des Chief Executive Officer bei der Dentalfirma Flex Dental.
2002 wurde der Name des Unternehmens in XO CARE A/S umgewidmet.
XO CARE A/S, der dänische Hersteller von "extraordinary dental workstations", verwendet Mikroprozessoren seit 1979. Seitdem zielt er immer auf den Einsatz moderner Technologien, damit die Zahnärzte die von ihnen gesetzten Arbeitsziele erreichen können. XO glaubt, dass praktizierende Zahnärzte nach vier Konzepten ihre Arbeit ausrichten. Diese sind:
1) "Professional Dentistry", ausgerichtet auf die technologischen Elemente der Behandlung. Beispielsweise die Verwendung von speziellen Instrumentensätzen, bei denen operationale Parameter zur Erledigung einer speziellen Maßnahme optimiert wurden, wie zur Präparation bestimmter Kavitäten. Ein anderes Element von Professional Dentistry ist die Anpassung der Benutzeroberfläche.
2) "Caring Dentistry", wobei das Vertrauen und der Komfort des Patienten im Mittelpunkt steht.
3) "Ergonomic Dentistry", wobei eine Arbeitsumgebung angestrebt wird, in der das Zahnarztteam in einer komfortablen Weise gut sitzen, sehen und arbeiten kann - alles zur gleichen Zeit.
4) "Economic Dentistry" bezieht sich auf die finanziellen Aspekte der zahnärztlichen Tätigkeit. Viele Zahnärzte lassen sich viel mehr durch den Aspekt der Investierung leiten, als sich abzufragen, wie ein Behandlungsplatz dazu in der Lage ist, ihn oder sie täglich in professioneller Weise, zum Wohle der Patienten, gesund, ergonomisch und effizient arbeiten zu lassen, jeden Tag über viele, vielleicht 15 bis 20 Jahre.
Prof. Dr. Christian Splieth
Deutschland

Lebenslauf:
Prof. Dr. Ch. H. Splieth studierte Zahnmedizin in Göttingen, Leeds/England und Minneapolis/USA, wo er moderne Konzepte der Kariesprophylaxe und Kinderzahnheilkunde kennen lernte. Nach 3 Praxisjahren kehrt 1993 er an die Universität zurück und beschäftigte sich in Greifswald schwerpunktmäßig mit den Bereichen Kariologie, Prävention und Kinderzahnheilkunde. Die eigenen Arbeiten wurden durch ein Forschungsstipendium und Austauschprogramme mit Schweden, Dänemark und Finnland vertieft, die langjährige Erfahrungen in der Umsetzung von Prophylaxe aufweisen. Prof. Splieth erhielt zahlreiche wissenschaftliche Preise zur Kariesprävention und - therapie. Er ist Herausgeber und Autor zahlreicher Bücher wie z. B. "Professionelle Prävention - Zahnärztliche Prophylaxe für alle Altersgruppen", "Kinderzahnheilkunde in der Praxis", "Non- und Minimalinvasive Kariestherapie" und "Revolutions in Pediatric Dentistry". Im April 2004 erfolgte die Ernennung zum Professor für Kinderzahnheilkunde und Prävention an der Universität Kiel. Seit Dezember 2004 leitet er die Abteilung für Zahnmedizinische Prävention und Kinderzahnheilkunde der Universität Greifswald. Seit März 2013 ist Prof. Splieth Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde.
Die zahnmedizinische Prävention kann auf beispiellose Erfolge zurückblicken: Die Kariesprävalenz bei Jugendlichen konnte um 90% reduziert werden. Auch im Milchgebiss konnten Kariesreduktionen von über 50% in den letzten 3 Jahrzehnten festgestellt werden. Allerdings fällt der Kariesrückgang im Milchgebiss deutlich geringer aus als in der permanenten Dentition und hier scheint auch schon eine Stagnation einzutreten, in einigen Bundesländern sogar ein leichter Anstieg.
Somit sind bis zum Alter von 12 Jahren in Deutschland ungefähr 3fach so viele Milchzähne wegen Karies zu therapieren wie permanente Zähne.
Im Vortrag werden der Kariesrückgang bei Kindern und Jugendlichen für die permanente Dentition und das Milchgebiss beleuchtet, die potentiellen Gründe die deutlichen Unterschiede herausgearbeitet und Lösungsstrategien für eine weitere Absenkung der Kariesraten im Milchgebiss entwickelt.
ZÄ Sabine Steding
Hannover, Deutschland

Lebenslauf:
1997 Fachzahnärztin für Kieferorthopädie
1998 niedergelassen in eigener Praxis in Hannover, Bödekerstraße
2003 Mitglied im Vorstand des Vereins der Kieferorthopäden Hannover
2005 Mitglied im Vorstand der Zahnärztekammer Niedersachsen
2005 - 2012 Mitglied im Ausschuss für die Belange der Zahnärztinnen (BZÄK)
2009 niedergelassen in eigener Praxis in Bissendorf/Wedemark (Zweit-praxis)
2011 Stellvertretende Landesvorsitzende BDK (Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden e.V.) Niedersachsen
2013 Vorsitzende des Ausschusses Familie, Beruf und Praxismanagement der BZÄK
2013 Mitglied in Vorstand der IKG (Initiative Kiefergesundheit e. V.)
2014 Mitglied im Bundesvorstand des BDK (Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden e. V.)
Samstag, 08.11.2014, 15:50 - 17:00
Podiumsdiskussion mit den Referenten Dr. S. Fath, Dr. J. Gösling, RA M. Neumann, RA A. Bruns, P. Knödler und B. Dohlus
Prof. Dr. Meike Stiesch
Deutschland

Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Strub
Deutschland

Lebenslauf:
1948 Geburt
verheiratet, ein Kind
1968 - 1974 Studium der Zahnmedizin in Basel/Zürich (Schweiz)
1975 Erhalt des Dr. med. dent. von der Universität Zürich, Schweiz
1978 Verleihung des Facharztes für Parodontologie durch die Schweizerische Gesellschaft für Parodontologie
1982 - 1983 Aufenthalt als Visiting Assistant Professor an der Tulane University (Dept. of Biomaterials) und der Louisiana State University (Dept. of Dental Materials) in New Orleans, USA
1982 - 1988 Oberassistent und Co-Direktor des Postgraduate Programs für Perioprothetik an der Universität Zürich
1985 Habilitation an der Universität Zürich, Schweiz
seit 1988 Professor und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg, Deutschland
1994 Verleihung des Facharztes für Prothetik durch die Zahnärztliche Prothetische Gesellschaft der Schweiz
1996 Tätigkeit als Visiting Clinical Professor an der Osaka University (Dept. Of Fixed Prosthodontics) in Osaka, Japan
seit 2005 Studiendekan Zahnmedizin der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg, Deutschland
2008 Verleihung des Dr. h.c. durch die National and Kapodistrian University, Athen, Griechenland
Im Rahmen dieses Workshops hat der Teilnehmer die Möglichkeit, neben der ausführlichen Information zu Keramikimplantaten, 1-2 Keramikimplantate und den Gegenkiefer (Phantommodelle) digital abzuformen, die Krone am Bildschirm zu konstruieren, und die herausgeschliffene Krone zu befestigen. Zu jedem Arbeitsschritt werden neben der praktischen Arbeit auch die theoretischen Grundlagen vermittelt.

T
Dr. Gisela Tascher
Heusweiler, Deutschland

Lebenslauf:
1972 - 1977 Zahnmedizinstudium in Leipzig und Dresden
1977 Diplomstomatologe
1977 - 1995 in Klinik und eigener Praxis in Sachsen tätig
1982 Fachzahnärztin für allgemeine Zahnheilkunde
seit 1995 im Saarland in eigener Praxis niedergelassen
2007 Promotion am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bei Prof. Dr. W. U. Eckart mit dem Thema "Die Entwicklung des Gesundheitswesens im Saargebiet und Saarland von 1920-1956 im Spiegel der machtpolitischen Verhältnisse" seit 2007 verschiedene Veröffentlichungen und Vorträge zu dieser Thematik (siehe Veröffentlichungen unter www.dres-tascher.de)
seit 2009 Mitglied der Vertreterversammlung, der Ethikkommision und des Arbeitskreises "Hilfen gegen Gewalt" der Ärztekammer des Saarlandes sowie Mitglied der Vertreterversammlung der Abteilung Zahnärzte der Ärztekammer des Saarlandes
seit 2009 Mitglied des Arbeitskreises "Geschichte in der Zahnheilkunde" der DGZMK
seit 2010 Gründungsmitglied des Arbeitskreises Ethik der DGZMK
2010 Veröffentlichung der ergänzten und überarbeiteten Fassung der Promotionsarbeit im Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn, unter dem Titel "Staat, Macht und ärztliche Berufsausübung 1920-1956 - Gesundheitswesen und Politik: Das Beispiel Saarland" mit Unterstützung der Ärztekammer des Saarlandes und der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes
seit 2011 Mitglied im Vorstand des Arbeitskreises "Geschichte in der Zahnheilkunde" der DGZMK
2011 - 2014 Mitglied des Vorstandes der Abteilung Zahnärzte der Ärztekammer des Saarlandes
Samstag, 08.11.2014, 09:15 - 09:30
Forschungsstand Sammlung Proskauer Witt 
Gisela Tascher recherchiert seit 2009 als Mitglied und im Auftrag des Arbeitskreises "Geschichte der Zahnheilkunde" der DGZMK zum Thema: Geschichte der "Sammlung Proskauer/Witt", der "Deutschen Zahnärzte-Bücherei" und des "Forschungsinstitutes für Geschichte der Zahnheilkunde". Hintergrund für diese Recherchen war die im Zusammenhang mit dem Umzug der Geschäftsstelle der Bundeszahnärztekammer nach Berlin (1999/2000) stattgefundene Auflösung der bis dahin in Köln ansässigen "Deutschen Zahnärzte-Bücherei" und der "Forschungsstelle für die Geschichte und Zeitgeschichte der Zahnheilkunde" (Unterhaltsträger: BZÄK und KZBV). Neben der Entstehungsgeschichte standen in diesem Zusammenhang auch die Entscheidungsgremien und die Beweggründe für die Auflösung dieser historisch sehr wertvollen und von mehreren Zahnärztegenerationen aufgebauten kulturhistorischen Sammlung und Zahnärztebibliothek im Mittelpunkt der Recherchen. Diese Recherchen, die von der BZÄK und der KZBV unterstützt wurden, hatten auch das Ziel, den noch vorhandenen Bestand der Sammlung und der Bücherei zu katalogisieren und zu sichern.
Prof. Dr. Edda Tobiasch
Rheinbach, Deutschland

Eine langfristige Osseointegration von Zahnimplantaten erfordert ein ausreichendes Kieferknochenniveau sowie eine adäquate Vaskularisierung. Unter dieser Maßgabe werden bereits verschiedene Ansätze praktiziert, mit unterschiedlicher, aber teilweise nicht zufriedenstellender Erfolgsbilanz. Neben autologen Knochentransplantaten oder artifiziellen Trägermaterialien ist die Verwendung adulter Stammzellen in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Insbesondere aufgrund der Fähigkeit mesenchymaler Stammzellen u.a. in Osteoblasten sowie Endothelzellen zu differenzieren, wird deren Nutzung diskutiert. Weit weniger untersucht sind ektomesenchymale Zellen, welche aus Zahnsäckchen oder Knochenpartikeln des Kiefers gewonnen werden können. Wir konnten bereits zeigen, dass diese Zellen verglichen mit mesenchymalen Stammzellen aus Liposuktionsmaterial weiter in Richtung Hartgewebe festgelegt sind. Durch den Einsatz Osteo- sowie Angiogenese-spezifischer Biomoleküle soll häufig die Differenzierung (ekto)mesenchymaler Stammzellen zu Osteoblasten bzw. Endothelzellen zusätzlich verbessert werden. Untersuchungen unserer Arbeitsgruppe belegen, dass purinerge Rezeptoren (P2) während der Proliferation und Differenzierung adulter Stammzellen eine entscheidende Rolle spielen. Die Regulierung der Expression mehrerer Subtypen dieser Rezeptorfamilie ist bedeutsam für wesentliche Schritte der Osteogenese. Des Weiteren sind Rezeptoren derselben Familie auch für die Endothelzelldifferenzierung mesenchymaler Stammzellen relevant. Insbesondere den Rezeptorsubtypen P2X7 und P2Y1 kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Hier zeigen wir, dass durch Verwendung artifizieller P2X7 und P2Y1 Antagonisten eine erhöhte Sekretion extrazellulären Kalziumphosphats erreicht werden kann. Zudem konnten wir durch Applikation eines selektiven P2Y1 Agonisten eine verbesserte Endothelzelldifferenzierung erzielen. Hier stellen wir ein neuartiges, in sich geschlossenen Modelsystems vor; auf der Basis von artifiziellen, purinergen Liganden für die Entwicklung einer optimierten Regeneration von Knochendefekten.

V
Dr. Alexander Volkmann
Deutschland

- Grundlagen der anatomische Analyse zur Fallselektion
- Erkennen des Biotyps und der entsprechenden Heilungskompetenz zur Vorhersagung des Therapieerfolges
- Verbesserung der ästhetischen Grundlagen präprothetisch bzw. präimplantologisch
- Möglichkeiten und Grenzen der Socket Preservation im Frontzahngebiet
- Zeitmanagement bei den verschiedenen Defektklassen
- Was tun bei Infektion?
- Socket Preservation im Seitenzahnbereich- was macht wann Sinn?
- Socket Preservation als Alternative zum externen Sinuslift - Was geht und wie?
Jörg Vollstedt
Ganderkesee, Deutschland

Lebenslauf:
1979 - 1985 Studium Medizin und Zahnmedizin an der CAU in Kiel
1987 - 1997 Zahnarztpraxis in Bremen
1997 - 2006 Zahnarztpraxis in Ganderkesee
seit 2006 QM Berater für Zahnärzte, Kurse " Ergonomie für Zahnärzte "
seit 2006 angestellter Zahnarzt Schwerpunkte: Totalprothetik und CMD Diagnostik und Therapie , QM Beauftragter
seit 2013 Partner bei "Dr. Stahlberg & Partner" Bremen Schwerpunkt Totalprothetik, CMD Diagnostik und Therapie, Alterszahnheilkunde
seit 2013 Qualitätszirkel "Dentale Ergonomie"
seit 2014 Qualitätszirkel "ambulante Versorgung in Wohnheimen"
seit 2016 Qualitätszirkel " Workflowmanagement in der Zahnarztpraxis"
In den letzten 30 Jahren ist der Digitalisierungsprozess in der Zahnarztpraxis weit vorangeschritten. Es haben neue Technologien den Weg in die Zahnarztpraxis gefunden und neue Begriffe sind entstanden. Der Gesetzgeber verlangt von den Zahnärzten Qualitäts- und Risikomanagement in der Zahnarztpraxis durchzuführen. Um wirtschaftlich erfolgreich bleiben zu können, sind alle Prozesse in den Bereichen Kommunikation, Dokumentation, Behandlung und Logistik zu optimieren, um Zufriedenheit bei Patienten, Personal und Behandler zu erzielen.

Im Vortrag werden die neu entstandenen Technologien thematisiert und ein modernes architektonisches und ergonomisches Konzept für eine Zahnarztpraxis für die Zukunft skizziert.

W
Prof. Dr. Michael Walter
Dresden, Deutschland

Lebenslauf:
1975 - 1980 Studium der Zahnmedizin an der Freien Universität Berlin
1980 - 1985 Assistent an der Abteilung für klinische Prothetik des Fachbereiches Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Freien Universität Berlin
1982 Promotion
1985 - 1993 Oberarzt an der Abteilung für klinische Prothetik des Fachbereiches Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Freien Universität Berlin
1991 Habilitation
1992 Gastaufenthalt am Karolinska-Institut Huddinge / Stockholm
seit 1994 Universitätsprofessor und Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik an der Technischen Universität Dresden
1997 - 2003 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Forschungsverbundes Public Health Sachsen
2003 Gastprofessor an der University of Alberta (Edmonton, Kanada)
2007 - 2013 Studiendekan Zahnmedizin an der Technischen Universität Dresden
2008 - 2012 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPro)
2009 - 2011 Geschäftsführender Direktor des Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Technischen Universität Dresden
seit 2013 Präsident elect der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
Dr. André Wannemüller
Bochum, Deutschland

Lebenslauf:
2000 - 2006 Diplomstudium der Psychologie an der Bergischen Universität Wuppertal
2006 - 2009 Postgraduiertenstudium "Psychotherapie" an der Ruhr-Universität Bochum
2006 Diplom in Psychologie. Titel der Diplomarbeit: "Herzratenreaktionen von Traumaopfern bei Präsentation von Bildmaterial unterschiedlicher emotionaler Valenz im Vergleich zu einer klinisch unauffälligen Kontrollgruppe"
2007 - 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent bei Prof. G. Satory in der Arbeitseinheit für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Wuppertal
seit 2009 Psychotherapeut in eigener Praxis, Schwerpunkt Verhaltenstherapie, im Therapiezentrums für Zahnbehandlungsphobie der Zahnklinik Bochum
2011 - 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Forschung und Lehre und Co-Supervisor in der Therapeutenausbildung in der Arbeitseinheit für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Bergischen Universität Wuppertal
2012 Promotion zum Dr. phil. an der Bergischen Universität Wuppertal, Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie. Titel der Inaugural-Dissertationsschrift "Die affektive Modulation der Schreckreaktion bei Zahnbehandlungsphobie"
seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Lehre und Forschung (Post-Doc) bei von Humboldt Professor J. Margraf in der Arbeitseinheit für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum
Subklinische Zahnbehandlungsangst ist ein häufiges Phänomen. Immerhin geben in westlichen Industrieländern ca. 80 % der Befragten an, Unbehagen beim Gedanken an die nächste Zahnbehandlung zu empfinden. Die Zahnbehandlungsphobie geht mit schwerwiegenden Symptomen auf kognitiver, physiologischer und Verhaltensebene einher und unterscheidet sich mit einer Punktprävalenz von 3 % deutlich von subklinischer Zahnbehandlungsangst. Sie ist die häufigste Ursache für exzessive Furchtreaktionen im Kontext der Zahnbehandlung. Manchmal besteht die Ursache der Furchtreaktion jedoch auch in anderen phobischen (z.B. Agoraphobie) oder Angsterkrankungen (z.B. PTBS). Im Vortrag wird auf die Ätiologie und Phänomenologie der Zahnbehandlungsphobie eingegangen. Die Zahnbehandlungsphobie wird von anderen relevanten psychischen Störungen abgegrenzt und einige Diagnosetools erörtert. Außerdem wird eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Kurztherapie gegen Zahnbehandlungsphobie und deren Effekte auf kognitiver, physiologischer und Verhaltensebene vorgestellt.
Univ.-Prof. Dr. Dr. Heiner Wehrbein
Mainz, Deutschland

Lebenslauf:
Univ.-Professor Dr. med. Dr. med. dent Heiner Wehrbein ist Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie an der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland.

Er studierte Medizin und Zahnmedizin an der Georg- August Universität Göttingen. Die Ausbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie und die Habilitation erfolgte an der RWTH Aachen. Von 1998 bis 2002 war er Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie an der Freien Universität Brüssel (VUB), Belgien.
Ab 2002 übernahm Prof. Wehrbein den Lehrstuhl für Kieferorthopädie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Hauptarbeits-gebiete umfassen: Erwachsenenbehandlung, Grundlagenforschung zur ortho-dontischen Zahnbewegung, Wechselbeziehungen zwischen Kieferorthopädie und Parodontologie, skelettale Verankerung sowie klinische und experimentelle Studien. Er publizierte ca. 130 Artikel in nationalen als auch internationalen Zeitschriften. Professor Wehrbein erhielt u. a. folgende Preise: Tagungsbestpreise (Vorträge) der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie 1989, 1990 und 1992, Arnold Biber-Preis der DGKFO 1994, den Merit Award der SPO, Sao Paulo, Brasilien 2000 sowie den Preis für die beste Publikation im Journal of Orofacial Orthopedics 2004 (DGKFO). 2009 Tagungspräsident der DGKFO, ab 2009 Vorsitzender des Kuratorium Wissenschaftsfond der DGKFO.
Durch die Entwicklung neuer Materialien, Nutzung moderner Technologien, Übertragung von Grundlagenforschung zur orthodontischen Zahnbewegung in die Klinik sowie Weiterentwicklung interdisziplinärer Therapieverfahren gibt es heute keine Altersgrenze für eine kieferorthopädische Behandlung.
Unsichtbare Apparaturen erhöhen die Akzeptanz, insbesondere älterer Patienten, gegenüber kieferorthopädischen Maßnahmen. Im Vortrag werden präventionsorientierte kieferorthopädische Konzepte bei Erwachsenen vorgestellt: Therapie des Engstandes zur Verbesserung der Hygienefähigkeit, orale Bewegung ektopisch stehender Zähne um Rezessionen zu reduzieren, Intrusion von Zähnen um Wurzelexpositionen zu eliminieren, Tiefbißbehandlung zur Prävention von CMD und traumatischem Einbiß in die palatinale Mukosa, Aufrichtung gekippter Molaren als präprothetische und parodontalprophylaktische Maßnahme.
Michael Javier Weiß
München, Deutschland

Samstag, 08.11.2014, 12:00 - 12:30
Zahnärzte ohne Grenzen - Einsatz in der Mongolei
PD Dr. Dietmar Weng
Starnberg, Deutschland

Lebenslauf:
Priv.-Doz. Dr. Dietmar Weng arbeitete nach seinem Studium in Marburg von 1994 bis 1996 in der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik der Universität Freiburg als Assistenzzahnarzt. Anschließend verbrachte er einen zweijährigen Forschungsaufenthalt mit den Schwerpunkten Implantologie und geführte Knochenregeneration an der University of Texas at Houston, Department of Periodontics. Von 1998 bis 2004 war er als Oberarzt in der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Würzburg tätig. Seit 2009 kooperiert er als Gastzahnarzt mit der Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffkunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und hat dort 2011 habilitiert. Neben konventioneller festsitzender und herausnehmbarer Prothetik beschäftigt er sich in erster Linie mit der chirurgischen und prothetischen Versorgung implantatgetragenen Zahnersatzes und der Weichgewebeästhetik. Zu diesen Themen wurden von ihm zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen und Vorträge präsentiert. PD Dr. Weng ist Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Gesellschaften und Redaktionsmitglied der Quintessenz-Zeitschrift "Implantologie". Seit 2004 ist er in einer Gemeinschaftspraxis in Starnberg mit den Schwerpunkten Implantologie und Parodontologie niedergelassen. Seit 2013 ist er Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK).
Prof. Dr. Hans-Jürgen Wenz
Kiel, Deutschland

Ziel des Workshops ist es über die aktuellen NKLZ-Prüfungsformate zu reflektieren. Im ersten Teil werden die theoretischen Hintergründe der einzelnen Prüfungssettings erläutert. Dabei geht es hauptsächlich um MC-Prüfungen, Strukturierte Mündliche Prüfungen, um Modified Essay Questions (MEQ), Key Feature-Prüfungen, OSCE und OSPE, Clinical Examination (CEx), Mini-CEx, Entrustable Professional Activities (EPA), Directly Observed Procedural Skills (DOPS), 360°-Evaluation und um Portfolio-basierte Prüfungen. In einem zweiten Teil des Workshops werden Step-by-Step-Anleistungen zur Umsetzung der o.g. Prüfungsformate gemeinsam erarbeitet, vorwiegend orientiert an den Lernzielen aus dem Kapitel 24 des NKLZ zum Thema Schmerz.


Mitglieder der Arbeitsgruppe, die den Workshop unter Frau PD Dr. Susanne Gerhardt-Szep (MME) gestalten:

PD Dr. Susanne Gerhardt-Szep (MME) / Frankfurt am Main
PD Dr. Arndt Güntsch /Jena
Prof. Dr. Peter Pospiech / Würzburg
Prof. Dr. Petra Scheutzel (MME) / Münster
Dr. Andreas Söhnel / Greifswald
ZA Torsten Wassmann / Göttingen
Dr. Tugba Zahn / Frankfurt am Main
Prof. Dr. Dr. Jörg Wiltfang
Deutschland

Lebenslauf:
1963 Geburt
1982 - 1988 Studium der Humanmedizin und Zahnmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen, unterbrochen durch Studienaufenthalte in Minneapolis und Chicago
1988 - 1998 Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie der Universitätsklinik Göttingen und Hamburg (BWK)
1997 Ernennung zum Oberarzt an der Universitätsklinik Göttingen
1998 Habilitation für das Fach Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie und plastische Operationen
seit 1998 leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, unter Berufung auf ein Extraordinariat für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (C 3)
2004 Berufung zum Ordinarius für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
seit 2007 Editor-in-Chief - Journal of Cranio-Maxillo-Facial Surgery
seit 2013 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie (AGKi)

Hauptarbeitsgebiete:
Schwerpunkt der experimentellen Forschungstätigkeit ist der Einsatz osteoinduktiver und osteokonduktiver Knochenersatzmaterialien sowie Untersuchungen zur gesteuerten Knochen-regeneration, zur Kallusdistraktion und zum tissue engineering.
Schwerpunkt der klinischen Forschungstätigkeit ist der Einsatz verschiedener mikrovas-kulärer Rekonstruktionstechniken im Rahmen der funktionellen Rehabilitation nach operativen Eingriffen sowie die operative Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe.
Die Sinusbodenelevation stellt eine ausgesprochen zuverlässige Maßnahme dar, um den atrophierten Oberkieferseitenzahnbereich langfristig implantat-prothetisch zu rehabilitieren. Wir können heute davon ausgehen, dass auch 10 Jahre nach erfolgter Sinusbodenelevation noch über 92 % der Implantate funktionstüchtig in situ sind.
Verschiedene Augmentationsmaterialien stehen zur Einlagerungsosteoplastik im Rahmen der Sinusbodenelevation zur Verfügung.
Neben dem autologen Knochen werden verschiedene Knochenersatz-, bzw. Knochenaufbaumaterialien verwendet.
Im Rahmen des Vortrages werden die zur Verfügung stehenden Materialien detailliert vorgestellt und die heute verfügbare Evidenz dargestellt.
Birgit Wolff
Berlin, Deutschland

Lebenslauf:
seit 1988 Agentur Dental Relations / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Zahnmedizin in Wissenschaft und Praxis, externe Pressestelle für wissenschaftliche Fachgesellschaften, Berufsverbände und gemeinnützige Organisationen im Bereich der Zahnmedizin
seit 2007 Gründerin und Leiterin des deutschen Zahnärztinnenverbandes Dentista e.V.
Erstmals in der Geschichte des zahnärztlichen Berufsstandes ist der Generationenwechsel ein relevantes Thema: Während bis etwa zum Jahr 2000 das Geschlechterverhältnis zwischen Zahnärzten und Zahnärztinnen weitgehend konstant blieb - bei einem eher kleinen Anteil weiblicher Zahnärzte - und eine Zahnarztpraxis (meist in Form einer Einzelzahnarztpraxis) bei anstehendem Ruhestand an einen jungen Kollegen überging, haben sich heute die Verhältnisse geändert. Es sind strukturbedingt überwiegend männliche ältere Zahnärzte, die in den Ruhestand wechseln, und überwiegend junge weibliche Zahnärzte, die die Nachfolge antreten. Den jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten stehen zudem verschiedene Praxisformen zur Verfügung, die andere Formen der Berufsausübung, zum Beispiel zusammen mit Kolleginnen und Kollegen, ermöglichen als die Einzelpraxis. Verändert hat sich auch die Spezialisierung im Berufsstand - sie spielt eine weitaus größere Rolle als in früheren Jahren. Während Umfragen zufolge die Zahnarztpraxis für viele männliche Zahnärzte den dominierenden beruflichen Raum darstellt und sie sich über den Beruf definieren, sehen viele Zahnärztinnen den Beruf als eine (wenn auch geliebte) Facette in ihrem vielfältigen Leben zwischen Beruf und Familie. Junge Zahnärztinnen neigen mehr als junge Zahnärzte dazu, eine Einzelpraxis neu zu gründen. Dies macht es abgabewilligen älteren Zahnärztinnen und Zahnärzten nicht leicht, ihre Praxis als gewinnbringenden Baustein für die Alterssicherung zu veräußern. Die steigende Zahl angestellter Zahnärztinnen/Zahnärzte belastet den Markt für Praxis-Nachfolger.
Der Vortrag stellt diese Aspekte vor und vermittelt Anregungen, den Kulturwechsel sinnvoll zu meistern.
PD Dr. Diana Wolff
Heidelberg, Deutschland

Lebenslauf:
1976 geboren
1996 - 2001 Studium der Zahnmedizin an der Universität Heidelberg
2001 - 2006 Wissenschaftliche Angestellte an der Poliklinik für Zahnerhaltung des Universitätsklinikums Heidelberg
2004 Promotion
2006 Zertifizierung im Fach Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ)
2006 - 2007 Tätigkeit als angestellte Zahnärztin in privater Praxis in München
2007 Ernennung zur Spezialistin der DGZ in Zahnerhaltung (Präventiv-Restaurativ)
2007 - 2012 Oberärztin an der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde des Universitätsklinikums Heidelberg
2012 Verleihung der "Venia legendi" im Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
2013 Sektionsleiterin der Sektion Präventive und Restaurative Zahnheilkunde
2015 Verleihung der Bezeichnung "Außerplanmäßige Professorin" an der Ruprecht Karls Universität Heidelberg
2015 Stellvertretende Ärztliche Direktorin und Leitende Oberärztin der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde
Durch stetige Weiterentwicklungen auf dem Sektor der Adhäsiv- und Komposittechnologie ist es heute möglich selbst ausgedehnte Defekte im lasttragenden Seitenzahngebiet erfolgreich mittels direkter Restaurationen zu versorgen. Ausgedehnte Defekte im Seitenzahngebiet kommen in der täglichen Praxis recht häufig vor und die Restauration solcher Zähne stellt den Behandler vor technische Herausforderungen. Das Hauptanliegen der Patienten ist in erster Linie der langfristige Erhalt des Zahnes bei hohem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Allerdings ist eine Lösung mittels direkt applizierbarer Kompositmaterialien nach herkömmichen Techniken zur direkten Restauration oftmals nur unter erschwerten Bedingungen möglich. In diesem Beitrag werden Problemesituationen und Lösungsansätze im Kontext des zweiphasigen direkten Restaurationskonzepts (R2-Technik) erläutert. Zudem werden Tipps und Triks zur anatomischen Approximalkontaktgestaltung, zur Schichttechnik sowie zu Blutungskontrolle und Trockenlegung in schwierigen Behandlungssituationen gegeben.
PD Dr. Anne Wolowski
Münster, Deutschland

Lebenslauf:
1992 Zahnärztliche Leitung des Bereiches Psychosomatik und Psychopathologie in der Zahnheilkunde.
seit 1994 Oberärztin der Poliklinik für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien.
1997 Hospitation im Orofacial Pain Center der Tufts University Boston
2006 1. Vorsitzende des Arbeitskreises Psychologie und Psychosomatik in der Zahnheilkunde, weiterhin Mitglied der wiss. Beiräte der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien, der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie, der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift, des Journals "Craniomandibuläre Dysfunktion", und der Konrad-Morgenroth-Förderergesellschaft e.V.,.
2007 Zertifikat der ADEE für "Excellence in Dental Education"
2011 Walther-Engel-Preis der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg in Trägerschaft der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe und Forschungsaufenthalt an der University of Minnesota
2012 Leitung der speziellen Sprechstunde für CMD
2013 Über 100 Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und in Form von Buchbeiträgen, Mitherausgeber von 2 Büchern.
Freitag, 07.11.2014, 13:45 - 14:30
Aspekte der orofazialen Schmerzverarbeitung 
Stress kann durch unterschiedliche Reize ausgelöst werden. Für den Körper ist dieses ein Ausnahmezustand, was u. a. eine erhöhte Sympathikusaktivität, einen vermehrten Anstieg von Katecholaminen und eine generelle Erhöhung der Muskelspannung, die sich auch auf den oralen Bereich auswirken kann, zur Folge hat. Diese Abläufe sind, bezogen auf den Reiz, unspezifisch und haben stereotypen Charakter. Dabei handelt es sich durchaus um physiologische Abläufe, die erst pathologischen Charakter annehmen können, wenn individuelle Bewältigungsstrategien den Anforderungen nicht gerecht werden bzw. nicht adäquat sind. Für den orofazialen Bereich stellt sich die Frage, welche Mechanismen gegebenenfalls dafür verantwortlich sind, dass es in dieser Region zu pathologischen Abläufen kommt und welche Möglichkeiten der Prophylaxe darauf basierend in Erwägung gezogen werden können. Diese Aspekte sollen im Rahmen des Vortrags erörtert werden.
Freitag, 07.11.2014, 15:00 - 15:30
Psychosomatische Beschwerden erkennen und vermeiden 
Es ist unstrittig, dass psychosoziale Einflüsse im Sinne zentraler Faktoren im Kontext craniomandibulärer Dysfunktionen eine Rolle spielen. Im Rahmen der Diagnostik bei bestehender Symptomatik müssen auch diese Aspekte zuverlässig abgeklärt werden. Standardisierte Fragebögen sind als Screeningverfahren zum Aufzeigen erster Hinweise psychosozialer Einflussfaktoren sinnvoll. Sie ersetzen jedoch nicht ein ärztliches Gespräch. Der Zahnarzt als erster Ansprechpartner dieser Patienten muss im strukturierten Gespräch ein umfassendes Bild der Beschwerden vor dem biographischen Hintergrund erstellen und ein Einsehen für psychosoziale Einflussfaktoren beim Patienten erwirken. Erst auf dieser Basis lässt sich ein erfolgversprechendes Therapiekonzept erarbeiten. Das Wissen um psychosoziale Einflussfaktoren bietet darüber hinaus die Möglichkeit, auch frühzeitig Patienten adäquat aufzuklären, Lösungsmodelle gemeinsam zu erarbeiten und somit die Entstehung oder Eskalation einer klinischen Manifestation zu vermeiden.

Z
Prof. Dr. Stefan Zimmer
Witten, Deutschland

Lebenslauf:
1975 - 1983 Finanzbeamter der saarländischen Finanzverwaltung
1983 - 1988 Studium der Zahnheilkunde an der Freien Universität Berlin
1988 Promotion zum Dr. med. dent. (Prof. Gabka)
1988 - 1990 Assistent in Berliner Praxis
1990 - 1991 Wiss. Mitarbeiter in der Abteilung für Konservierende Zahnheilkunde der Uni Marburg (Prof. Stachniss)
1991 - 2003 zunächst Wiss. Mitarbeiter, ab 1997 Oberarzt, ab 2003 Stv. Leiter in der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin der Charité Berlin (Prof. Roulet)
1994 Abschluss Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Öffentliches Gesundheitswesen
2000 Habilitation und Ernennung zum Privat-Dozenten
2001 Visiting Scientist an der University of Kansas, USA (Prof. Hefferren)
seit 2002 Vorsitzender Aktion Zahnfreundlich e.V.
2003 - 2006 Stellvertretender Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde der Uni Düsseldorf (Prof. Raab)
2005 Ernennung zum Außerplanmäßigen Professor
2006 Auszeichnung mit dem Hufeland-Preis
2006 - 2008 kommissarischer Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde der Uni Düsseldorf
seit 2008 Leiter der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke
seit 2008 Sprecher des Wissenschaftlichen Beirates der Informationsstelle für Kariesprophylaxe
2008 - 2010 Dekan der Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
seit 2010 Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und Prodekan der Fakultät für Gesundheit
2010 - 2013 Wissenschaftlicher Direktor der Universität
2011 kommissarischer Dekan der Fakultät für Gesundheit
seit 2013 President Toothfriendly International
2014 Auszeichnung mit der Tholuck-Medaille des Vereins für Zahnhygiene
2015 Gesundheitspreis NRW
Freitag, 07.11.2014, 09:30 - 10:00
Zahngesund - nur durch individualisierte Prävention 
Erkrankungen der Zähne sind im Wesentlichen prinzipiell vermeidbare Erkrankungen. Als Konsequenz wird gerne deren Vorbeugung der individuellen Verantwortung übertragen. Dass dieses Denken zu kurz greift, zeigen insbesondere die epidemiologischen Daten für die Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen. Hier sind einerseits unsere oralpräventiven Erfolge am deutlichsten, andererseits sehen wir hier aber auch die stärkste Polarisierung der Karies. 70% der Zwölfjährigen haben ein naturgesundes Gebiss, während 10% etwa 60% aller kariösen Schäden zu tragen haben. Dass diese 10% im Wesentlichen aus schwierigen sozialen Lagen stammen, ist kein Zufall. Kinder, die in einem solchen Umfeld aufwachsen, haben auch in der Oralprävention nicht die gleichen Chancen wie ihre Altersgenossen aus gut situierten Schichten. Wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch, muss das Prinzip "Eigenverantwortung und Solidarität" lauten. Wer also noch nicht, nicht mehr oder aufgrund seiner körperlichen oder geistigen Konstitution grundsätzlich nicht im Stande ist, selbst für seine Gesundheitsvorsorge Verantwortung zu übernehmen, braucht die Unterstützung des Gemeinwesens. Neben gesellschaftlichen Risikogruppen betrifft das vor allem Pflegebedürftige sowie Menschen mit Behinderungen. Aber auch die, die nicht zu diesem Personenkreis gehören, wissen aus eigener Erfahrung, dass sie ohne unterstützende Strukturen gerade in der Prävention nicht das erreichen, was erreichbar wäre. Deshalb brauchen wir in der Prävention, aufbauend auf dem bereits Erreichten, ergänzende neue Ansätze und zwar in vielerlei Hinsicht. Viel muss über die stärkere Mobilisierung des individuellen präventiven Engagements geleistet werden, denn Eigenverantwortung kommt vor der Solidarität. Aber wir brauchen auch mehr präventiv ausgerichtete Strukturen für Risikogruppen, in der Pflege und bei Menschen mit Behinderungen. Möglichkeiten bieten z.B. die betriebliche Prävention sowie Elemente der kollektiven bzw. Verhältnisprävention.
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