AKs und Fachgesellschaften

Freitag, 09.11.2018
AGAZ (Spektrum 1)
Arbeitsgemeinschaft für Arbeitswissenschaft und Zahnheilkunde (AGAZ)
09:00-13:00
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
DGL (Spektrum 2)
Deutsche Gesellschaft für Laser-Zahheilkunde (DGL)
09:00-12:30
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
AKPP (Fantasie 1)
Arbeitskreis Psychologie und Psychosomatik in der DGZMK (AK PP)
09:00-09:45
Unbehagen, aber auch Angst vor der Zahnbehandlung sind ein weit verbreitetes Phänomen in der Bevölkerung. Sehr ängstliche Patienten vermeiden die Zahnbehandlung fast vollständig. Dies führt häufig zu einer desolaten Mundgesundheit; die Lebensqualität und auch das Selbstwertgefühl sind beeinträchtig. Angst ist jedoch nicht gleich Angst und eine Differenzierung nach Ausmaß und Ursache des Gefühls ist notwendig. Verschiedene Behandlungskonzepte der Angst selbst, aber auch Techniken, um die Behandelbarkeit des Patienten zu ermöglichen, sind beschrieben und werden regelmäßig angewendet. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch Unterschiede hinsichtlich des Behandlungserfolges. Der AKPP hat daher eine S3 Leitlinie zur Thematik "Zahnbehandlungsangst beim Erwachsenen" zusammen mit den führenden zahnärztlichen Gesellschaften sowie Psychologen, Psychiatern und Anästhesisten erarbeitet. Das Konsensusmeeting zur Leitlinie fand im März 2018 statt: Zahnbehandlungsangst mit Krankheitswert wird von Zahnbehandlungsangst ohne Krankheitswert unterschieden. Zur Therapie der Zahnbehandlungsangst mit Krankheitswert ist die erste Wahl eine abgestimmte kognitive Verhaltenstherapie. Die kurzfristige zahnärztliche Behandlungsfähigkeit wird durch die orale Gabe eines Benzodiazepins (Midazolam) erzielt. In Ausnahmefällen kann die Behandlung unter Vollnarkose indiziert sein. Aufgrund fehlender Evidenz wird der Einsatz einer Hypnose nicht empfohlen. Die Ergebnisse der S3 Leitlinie werden im Vortrag vorgestellt und Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
09:45-10:30
Nach fünf Jahren Laufzeit war im März 2017 die Aktualisierung der AWMF-Leitlinie zum "Umgang mit Patienten mit nicht-spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden" notwendig. Eine direkt offensichtliche Änderung ist die Vereinfachung des Titels in "Funktionelle Körperbeschwerden". Diese Form der Körperbeschwerden sind unabhängig von Versorgungsstufe und Fachausrichtung Anlass für 20% aller Arztbesuche. Damit besteht auch für die Zahnmedizin eine hohe Relevanz. Ziel der Leitlinie war es fächerübergreifend auf der Basis einer systematischen Literaturrecherche und eines besonders breit und sorgfältig ermittelten Expertenkonsens die Gemeinsamkeiten betroffener Patienten herauszuarbeiten und eine Vereinheitlichung der Terminologie bezüglich Therapie und Diagnostik umzusetzen, um "Behandlern praktikable und verständliche Begriffe an die Hand zu geben, damit Patienten nicht mit einem "Ich kann bei Ihnen nichts finden" nach Hause geschickt werden müssen." Für die Zahnmedizin relevante Ergebnisse dieser Arbeit sowie der "Umgang" mit der Leitlinie werden vorgestellt.
10:30-11:00
Pause
11:00-11:45
Seit Anfang 2015 erarbeitet eine große Gruppe von Delegierten aus über 80 Fachgesellschaften eine AWMF-S3+ Leitlinie zum Thema "Kinderschutz". Ziel ist, Empfehlungen für ein evidenzbasiertes einheitliches Vorgehen bei Kindeswohlgefährdung, Kindesmisshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung zu formulieren. Eine S3-Leitlinie wird wissenschaftlich besonders kritisch abgesichert und berücksichtigt neben anderen Leitlinien zum Thema umfassend die internationale Datenlage aus möglichst hochwertigen wissenschaftlicher Studien. Die Struktur der Leitlinie wurde fallbasiert entwickelt. 229 Mitglieder aus allen beteiligten Fachgesellschaften lieferten insgesamt 476 Fälle aus ihrer Praxis. 20 exemplarische Fallvignetten bildeten die Basis für 251 PICO-Fragen (Patient-Intervention-Comparison-Outcome). Zu 33 zentralen Fragen erfolgten umfassende Literaturrecherchen und -auswertungen (Evidenztabellen, SIGN). Die Fragen beinhalten u.a. diagnostische Themen (z.B. Screeningprozesse, Interviews, radiologische, augenärztliche, zahnärztliche Untersuchungen), Einbindung des sozialen Netzes (z.B. Eltern, Geschwisterkinder, Kooperation und Partizipation) und Symptome/Syndrome (Hämatome, Verhaltensauffälligkeiten, Drogenentzugssyndrom). Die Formulierung von Leitlinien auf der Basis dieser Analysen durchlief drei Kommentierungs- und Abstimmungsphasen. Aktuell enthält die Leilinie insgesamt 150 Handlungsempfehlungen. Im Juni 2018 wird die Konsensuskonferenz der Delegierten die endgültige Fassung der Leitlinie abstimmen.
Kernaussagen dieser Leitlinie, die ggf. auch im zahnmedizinischen Behandlungskontext von Bedeutung sein können, sollen vorgestellt werden.
11:45-12:30
Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung als mögliche Folgereaktion eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse. Hierzu können z. B. zählen: Das Erleben von körperlicher und sexualisierter Gewalt, auch in der Kindheit, Vergewaltigung, gewalttätige Angriffe auf die eigene Person, Entführung, Geiselnahme, Terroranschlag, Krieg, Kriegsgefangenschaft, politische Haft, Folterung, Gefangenschaft in einem Konzentrationslager, Natur- oder durch Menschen verursachte Katastrophen, Unfälle oder die Diagnose einer lebens-bedrohlichen Krankheit, die an der eigenen Person, aber auch an anderen Personen erlebt werden können. Die Lebenszeitprävalenz für PTBS in der Allgemeinbevölkerung liegt in Deutschland nach einer Darstellung zwischen 1,5 Prozent und 2,3 Prozent (AWMF 2016).
Die Symptome der PTBS verlaufen meist in 3 Phasen:
1. Wiedererinnerung (Intrusion): Wiederholte aufdrängende Erinnerung oder Wiederinszenierungen der Ereignisse in Gedächtnis (Nachhallerinnerungen, flashbacks), Tagträumen oder Träumen.
2. Erhöhtes Erregungsniveau: Zustand erhöhter vegetativer Übererregbarkeit mit Vigilanzsteigerung,
übermäßiger Schreckhaftigkeit und Schlaflosigkeit.
3. Rückzug (Konstriktion): Andauerndes Gefühl von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit gegenüber anderen Menschen, Anhedonie
Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen können,
Angst und Depressionen mit Suizidgedanken, Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum
akute Ausbrüche von Angst, Panik, Aggression ausgelöst durch Erinnerung / Wiederholung des Traumas, sog. Triggern.
Zahnmedizinische Symptome stationärer PTBS-Patienten nach militärischen Einsätzen umfassen mehrheitlich schmerzhafte Kiefergelenks- und Kaumuskulaturbefunde, eine deutlich eingeschränkte Mundöffnung und ausgeprägte Attritionen von mehr als 1/3 der Kronenhöhe.
Bezogen auf einen Auslandseinsatz könnte das bedeuten, dass in dieser Weise Betroffene nicht in der Lage sind, Entspannungsphasen auch als solche zu nutzen und das selbst nicht bemerken, so dass die Grenze der Überforderung bereits bei wenigen Auslandseinsätzen erreicht wird und das Risiko für eine PTBS steigt.
Während im Jahr 2000 die Anzahl der stationären Patientinnen mit PTBS bei 2.697 und der Patienten bei 1.192 lag, waren es im Jahr 2014 8.679 Patientinnen und 3.456 Patienten (GKV-Spitzenverband 2016). Der Deutsche Bundestag hat sich im Rahmen einer öffentlichen Anhörung zum Thema Suizidprävention im Oktober 2015 auch mit der Frage zu den Gründen eines Suizids befasst. Dabei wurde von verschiedenen Sachverständigen die Problematik der psychischen Situation, im Zusammenhang mit Flüchtlingen auch vor dem Hintergrund von Traumatisierung und PTBS-Häufigkeiten von über 20% angesprochen.

Resümee
1. Bei der Diagnostik und Begutachtung der PTBS müssen die diagnostischen Kriterien sorgfältig geprüft werden.
2. Dabei müssen die subjektive Beschwerdeschilderung von Probanden und der von der Ärztin bzw. dem Arzt erhobene psychopathologischer Befund strikt voneinander getrennt werden.
3. Es gibt keine empirischen Belege dafür, dass die Symptomatik einer PTBS häufiger
simuliert wird, als andere psychische Störungen.
4. Geht man nun davon aus, dass die Form der pathologischen Stressverarbeitung in Form von Bruxismus bereits vor dem Auslandseinsatz bestand, dann könnte das bedeuten, dass noch nicht als krankhaft erlebte aber dennoch feststellbare Störungen und Befunde in Form von tolerablen Bewegungseinschränkungen, Kiefergelenkknacken oder Attritionen als Screening vor stressigen Einsätzen zu nutzen wären, um bei entsprechendem Verdacht zur Vermeidung folgenschwerer psychischer Erkrankungen ein Stressbewältigungstraining frühzeitig anzubieten.
AK Wehrmedizin (Fantasie 2)
Arbeitskreis Wehrmedizin
09:00-13:00
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
DGCZ + AG Keramik (Illusion 2)
Deutsche Gesellschaft für Computergestützte Zahnheilkunde e.V. (DGCZ), Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde e. V. (AG Keramik)
09:00-12:30
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DGZ (mit DGPZM + DGR2Z) (Fantasie 1)
Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. (DGZ), Deutsche Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM), Deutsche Gesellschaft für Restaurative und Regenerative Zahnerhaltung (DGR2Z)
13:30-15:00
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TagRegMed + AfG (Spektrum 2)
Transdisziplinärer Arbeitskreis Regenerative Medizin (TAK RegMed), Arbeitsgemeinschaft für Grundlagenforschung (AfG)
13:30-17:30
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
DGAZ (Spektrum 1)
Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ)
14:00-16:30
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
AKEPHV (DGEV) (Fantasie 1)
Arbeitskreis für Epidemiologie, Public Health und Versorgungsforschung (AK EPH)
15:30-17:00
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
MV DGZMK (Conclusio 2)
17:00-17:30
Mitgliederversammlung der DGZMK
MV IAZA (Spektrum 1)
17:00-17:30
Mitgliederversammlung der IAZA
Samstag, 10.11.2018
DGCZ + AG Keramik (Spektrum 1)
Deutsche Gesellschaft für Computergestützte Zahnheilkunde e.V. (DGCZ), Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde e. V. (AG Keramik)
09:00-13:30
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
DGZ (mit DGPZM + DGR2Z) (Spektrum 2)
Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. (DGZ), Deutsche Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM), Deutsche Gesellschaft für Restaurative und Regenerative Zahnerhaltung (DGR2Z)
09:00-10:30
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
AK Geschichte (Conclusio 1)
Arbeitskreis Geschichte der Zahnheilkunde (AKGZ)
09:00-13:00
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
DGParo (Spektrum 2)
Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG Paro)
11:00-14:00
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
IAZA (Conclusio 2)
Interdisziplinärer Arbeitskreis für Zahnärztliche Anästhesie (IAZA)
13:30-17:00
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
AK Ethik (Illusion 1)
Arbeitskreis Ethik in der DGZMK (AK Ethik)
13:30-17:00
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
AK Ethno (Conclusio 1)
14:00-15:30
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
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